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Drogerie-Pleite: Familie Schlecker soll mit Privatvermögen helfen

Gewerkschafter fordern von Firmenpatriarch Anton Schlecker ernsthafte Rettungsbemühungen*um die Drogeriekette. Der Unternehmer müsse Privatvermögen zur Sanierung der insolventen Firma zuschießen, verlangte Ver.di. Die Konkurrenten sparen nicht mit Häme.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...810553,00.html
  1. #210

    Internetgeschäft

    Zitat von hans a. plast Beitrag anzeigen

    Schlecker hat erhebliche Moeglichkeiten im Insolvenzverfahren sein
    Unternehmen neu auszurichten und Korrekturen vorzunehmen, mehr
    steht doch bisher nicht fest.
    Zumal das InternetGeschäft als GmbH ausgegliedert ist.
  2. #211

    Schlecker und Megaupload

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Nein, in einem freien Markt wird es keine Monopole geben, denn irgend ein findiger Mensch findet einen Weg. Sehen Sie die Geschichte des Ivar Kreuger. Monopole schafft nur der Staat und dessen Regulierung oder braucht es Schornsteinfeger bei einem Passivhaus mit Solaranlage? Ja, meint der Gesetzgeber.
    Das ist auch der Grund, warum ein Teil des Netzes auf der Seite von Kimble steht - gut jetzt verquicke ich Schlecker und Megaupload. Herr Schlecker hat nämlich von der Abschaffung eines gesetzlichen Quasimonopols profitiert, wie auch Herr Werner oder Herr Rossmann. Die Verhaftung des merkwürdigen Kim dokumentiert nur eines. Ein Rückzugsgefecht. Gut es geht um ein Oligopol und um die Einkommen derer von und zu Hiltons und anderer. Aber brauchen wir ein staatlich protektioniertes Medienoligopol? Mein Foristenname sagt, nein. Honecker war wohl der Meinung, dass der Trabant die Meisterleistung und nicht zu erreichende Weltklasse des Automobilbaus sei. Man kann ja diese Meinung haben, aber man kann das auch hinterfragen.
  3. #212

    Steuerwucher-Hölle Deutschland

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Wie kommen Sie auf diese Aussage? Wenn das ganze Einkommen auf einen Menschen alleine fällt, benötigen alle anderen staatliche Hilfen um wenigstens die Grundversorgung zu bekommen.

    Die groesste Steuerposten sind die indirekten Steuern, d.h. Mehwertsteuer und Steuern auf Energie, Zigaretten und Alkohol. Wieviel soll der einzige Superreiche saufen und rauchen um das wieder auszugleichen?

    Ein Gutverdiener aus der oberen Mittelschicht, der überwiegend aus Arbeit sein Einkommen bestreitet, wird wenn sein Gehalt genau an den Beitragsbemessungsgrenzen liegt über Sozialabgaben und Steuern zusammen mit über 60% belastet.

    Die wirklich Reichen, die überwiegend von Kapitaleinkommen leben, zahlen prozentual von ihrem Einkommen relativ wenig. Steuern auf Kapitaleinnahmen liegen bei 25%.
    Ja vielleicht bei ihnen in Deutschland in der Steuerwucher-Hölle.

    Anderswo, zahlt Er (Handwerker) bei 71 000 Euro Brutto 16% Sozialabgaben plus 6,4-12% Steuern (je nach Wohngemeinde).

    Sprich Faire 24,4-28% beim Mittelklassevolk.


    Grüsse aus dem "Steuerparadies" ab der Putzfrau bis zum Unternehmers. Andere Staaten wüssten nicht wohin mit so viel Kohle die Deutschland bei den Steuern einnimmt. Wohl Löcher im Geldbeutel, was?
  4. #213

    q.e.d.

    Zitat von eisfach Beitrag anzeigen
    Sie Schrieben: "... obwohl ihnen ja jederzeit freistünde, beispielsweise von ALG2 zu leben." Das ist so nicht richtig, q.e.d.
    Natürlich steht ihnen das frei. Das ist dann eben ziemlich wenig ALG2.
  5. #214

    Zitat von steuerberater.hamburg Beitrag anzeigen
    Schön das Sie so süffisant über die „Hobby-Gesellschaftsrechtler mit Halbwissen“ berichten.

    Diese Aussage entnehme ich, dass Sie sich da rechtlich korrekt ausdrücken (wollen).

    Sie selber schreiben „Bei der Rechtsform e.K. haftet der Unternehmer persönlich für alle Verbindlichkeiten des Unternehmens.“

    Rechtlich bedeutet der Begriff „haften“ das eintreten für eine fremde Schuld. Sie selber führen aus, es handle sich um ein e.K. Unternehmen. Damit handelt es sich um eigene Schulden. Für diese kann Herr Schlecker nicht haften.

    Wer im Glashaus sitzt ………
    Oh, hier möchte jemand haarspalterisch sein. Gut, da kann ich kontern. Es gibt genügend Fälle, in denen Rechtsnormen selbst den Begriff "haften" für Fälle verwenden, in denen es um Schulden geht, die eindeutig solche des Haftenden selbst sind, nicht um Fälle, in denen der Haftende eine Schuld eines Dritten zu erfüllen hat. Eine kurze Liste an Beispielen: § 19 Abs. 6 MarkenG; § 140b Abs. 6 PatG; § 31 Abs. 2 GKG (dort ist sogar ausdrücklich von der Haftung des Erstschuldners bei mehreren Gesamtschuldnern die Rede); § 36 EVO; § 1967 Abs. 1 BGB (dazu eine Erläuterung: Mit dem Erbfall wurden die bisherigen Verbindlichkeiten des Erblassers solche des Erben, § 1922 BGB, daher ist die Haftung des Erben für Nachlassverbindlichkeiten eine solche des Erben selbst, nicht eine Haftung des Erben für Schulden Dritter); § 76 Abs. 2 InsO; § 4 Abs. 2 DEFG (der Fonds ist nicht rechtsfähig, § 3 des Gesetzes, daher ist die im Gesetz verwendete Wortwahl, dass der Bund für Verbindlichkeiten des Fonds haftet, rechtlich eine Haftung des Bundes für eigene Schulden); § 2 GenG (dort sogar ausdrücklich, dass die Schulden, für die die Genossenschaft haftet, eben solche der Genossenschaft sind). Das sind nur die Ergebnisse einer kurzen Suche, es gibt sicher noch zahllose weitere Fälle, in denen diese Terminologie in Rechtsnormen selbst verwendet wird.

    Ihre Prämisse, das Wort "Haftung" bezeichne ausschließlich das Einstehenmüssen für eine fremde Schuld, ist also unzutreffend. Wer das Gegenteil behauptet, möge Belege vorbringen, ich für meinen Teil habe genug Belege für meine Position dargelegt. Wo soll also nochmal der Fehler in meinem Ausgangsposting liegen?
  6. #215

    Au weia

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Natürlich steht ihnen das frei. Das ist dann eben ziemlich wenig ALG2.
    Und deswegen ist Ihr Vorschlag auch realitätsfern.
  7. #216

    realitätsfern

    Zitat von eisfach Beitrag anzeigen
    Und deswegen ist Ihr Vorschlag auch realitätsfern.
    Die Leute haben die Wahlfreiheit. Sie verdienen deshalb mehr Geld, als ALG2 ihnen bietet, weil Schlecker ihnen das ermöglicht. Und viele Leute ziehen den Verdienst dem ALG2 vor.

    Ebenso wie Sie halte ich es für unrealistisch, daß jemand von zwei Möglichkeiten bewußt die für ihn schlechtere wählt. Er besitzt die Freiheit der Wahl und zeigt durch sein Handeln, daß er Schleckers Angebot für das bessere hält.

    Ebenso wie seine Kunden und Lieferanten mit ihm Geschäfte machen, weil ihnen das günstiger erscheint, als die Alternative, das jeweilige Geschäft nicht abzuschließen.

    Schlecker hat sich also nicht auf Kosten von Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten bereichert, sondern Wege gefunden, zwischen all diesen Leuten Geschäfte zu vermitteln, die für alle Beteiligten so vorteilhaft sind, daß sie sich sogar dann lohnen, wenn auch Schlecker dabei Geld verdient.

    Und viele solche Geschäfte ergeben viel verdientes Geld.
  8. #217

    Da sich dieser Laden überhaupt so lange halten konnte, grenzt ja schon ein Wunder.
  9. #218

    ....

    Zitat von wuffeman Beitrag anzeigen
    Sicher sind die Praktiken der Firma Schlecker indiskutabel und verwerflich und gehören geändert (hat sich wohl erledigt). Nur sehe ich keinen Grund für Hähme. Schlecker war, wenn auch aus Profitdenken, einer der wenigen Filialisten der in Außenlagen, kleinen Dörfern und auch Sozialen Brennpunkten noch investiert hat. Dies ist nun vorbei. Zentralismus ist angesagt.Schnike feingemachte shops in der City mag ich auch. Nur was macht die Omi oder der ohne Wagen oder ohne Verkehrsanbindung auf dem Land in den Vororten wo bislang ein Schlecker wenigstens noch teilweise die Lücken füllte. Diese Gebiete werden verlieren. Tausende Läden leer stehen, ein Stück Betriebsamkeit mit Anlaufpunkten in diesen Bereichen Geschichte sein. Die mittel und langfristigen Konsequenzen für die verbliebenen Einzelhändler, Cafes,.... in diesen Außen und Landlagen sind nach dem Wegfall des letzten Zugpferdes Schlecker klar: Auch diese werden aufgeben. Wir sehen hier ein weiteres Stück Verödung der nicht- City Gebiete. Die selbsternannten GUTMenschen von DM, Rossman und Co. werden nicht nachkommen denn die scheren sich am ende des Tages genausowenig um die Menschen wie Schlecker. Verlieren werden aber alle wenn man mal in sich geht.
    in jedem Dorf könnte eine Ich-AG gegründet werden, die die einkaufszettel 2x die woche der omas nimmt und einkauft. bei schlecker war ich vll. 10x im leben. für mich sind das die reinsten Hass-Läden - egal ob damals mit 16 jahren oder heute mit ende 30. genau wie der aldi wenn angebote sind. in solche läden bekommen sie mich nicht mal für 100 euro eintrittsgeld rein.
  10. #219

    ...

    Zitat von eisfach Beitrag anzeigen
    Der "selige" Götz Werner - ähm, der lebt noch. Nun ja, dem Vernehmen nach arbeitet es sich in seinen Läden für Drogeriemarktverhältnisse nicht schlecht.

    Rossmann setzt in rund jeder zweiten Filiale Billigjobber einer Fremdfirma für Verräum- und Kassiertätigkeiten ein. Was ist daran löblich im Vergleich zu Schlecker?
    schon komisch, alle wollen angebote und 10 prozent gratis haben, regen sich dann aber auf, wenn irgendwo leute nur den mindestlohn bekommen. *herrlich diese schizos"


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