another 'failed state'
Fast 50.000 Opfer hat der mexikanische Drogenkrieg in den vergangenen Jahren gefordert, längst kommen die Opfer aus der Mitte der Gesellschaft:*Professoren werden*erpresst, Studenten angegriffen. Der Freund von Mariana Rivera, 20, wurde ermordet. Seitdem studiert sie in Angst.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...809440,00.html
another 'failed state'
China ist inzwischen weltweit der wichtigste Produzent für Designerdrogen. Soll Mexiko von Koks, Gras und Meth auf Cathinone umsteigen oder ist Ihr Rat einfach ein typisches Beispiel dafür, dass Machtphantasien über hart durchgreifende starke Männer für Konservative wichtiger sind als die Realität?
China hat auch nicht den größten Schwarzmarkt weltweit vor der Tür und auch keine Banden, die von amerikanischen Bundesbehörden mit Waffen beliefert werden. Könnte dazu beitragen, dass dort andere Zustände herrschen und man nur so viel Drogenkriminalität hat, wie in normalen Ländern.
Nebenbei, der Ketaminhandel in China explodiert wie überall in Ostasien, trotz Todesstrafe für Dealer.
Das muss Sie aber nicht beirren, leben Sie ruhig weiter in ihrer Traumwelt, in der das Zentralkommitee mit den Verbrechern aufräumt.
Während Sie damit beschäftigt sind trotz ihres mutmßlichen leichten Rechtsdralls Maos Enkel abzufeiern, kann der Rest der Welt in Ruhe über Ansätze zur Bekämpfung des Drogenproblems nachdenken, die nicht seit 100 Jahren kontinuierlich versagen.
Im D.F. sind zwar gerade die UNAM-Studenten sehr politisiert (eher komunistisch angehaucht, besonders in der Facultad de Filosofía y Letras), aber der Student war wohl eher das Opfer der hiesigen Kriminellen und nicht eines Kartells. Die kleben dem Opfer nämlich gerne ein Narcomensaje auf die Brust.
Die UNAM ist ja auch nicht unbedingt in einem sozialen Brennpunkt, obwohl die meisten Studenten aus ärmlichen Verhältnissen stammen und so autonom, dass sie seit Jahrzehnten über eine unabhängige Campus-Polizei verfügt.
Das COLMEX ist übrigens eine Elite-Uni und der Think Tank für Ethik und Politik in Mexiko.
In China und im restlichen Asien wo es teilweise verpflichtend Todesstrafe für lächerliche geringe Drogendelikte gibt (Gras, geringe Mengen zum Eigenkonsum von anderen Sachen ect.) hat es auch absolut garnichts gebracht. Auch lebenslange Gefängnisstrafen nützen wenig.
Dass höhere Strafen keine Abschreckung sind ist einfach ein Fakt, mit man schwer umgehen kann aber das man akzeptieren muss. Der Hauptgrund liegt wohl darin, dass niemand mit einplant erwischt zu werden...