Forum


 

Drogen-Slum in Vancouver: Downtown an der Nadel

APMenschen kauern auf der Straße, streunen umher auf der Suche nach Drogen, setzen sich Spritzen an den Hals: Mitten in Vancouver befindet sich ein Slum, die HIV-Rate ist dort so hoch wie in Afrika. Das Leid ermöglicht es Forschern, Strategien im Kampf gegen Aids zu erproben.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...817326,00.html
  1. #40

    Zitat von schneemann3 Beitrag anzeigen
    Da stimm ich mal zu. Ich war vor 3 oder 4 Jahren in Vancouver, so viele Penner wie dort, hab ich noch nie in einer westlichen Goßstadt gesehn.
    Wie Vancouver den dritten Platz bei den lebenswertesten Städten geschafft hat, ist mir ein Rätsel.
    Warum haben sie etwas gegen Penner ? Oder haben sie mit einer gewissen Realität die es in "ihrer Welt" nicht gibt ein Problem ?
  2. #41

    Zitat von juergw. Beitrag anzeigen
    Die Junkies setzen sich freiwillig ihre Spritzen (...)
    Das ist eine leider immer noch sehr verbreitete Vorstellung, aber dennoch falsch. Diese Menschen setzen sich ihre Spritzen nicht freiwillig. Jedenfalls, wenn Sie unter "freiwillig" etwas Ähnliches verstehen wie ich.
  3. #42

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Diese Menschen setzen sich ihre Spritzen nicht freiwillig.
    Sie meinen, hinter jedem Drogenkonsumenten steht jemand, der sie mit der Waffe an der Schläfe zum Schuss zwingt? Ich denke, Freiwilligkeit ist die realistischere Beschreibung der Realität.
  4. #43

    Noe.

    Zitat von el-gato-lopez Beitrag anzeigen
    Man kann nur hoffen, dass dieser Lerneffekt auch mal in Kanada einsetzt!
    Nicht mit der momentanen Regierung in Ottawa. Die hat ueber fast sechs Jahre hinweg versucht Insite dicht zu machen und die streichen auch sonst fleissig Programme die dabei helfen koennten die Probleme zu verringern.

    Warum? Weil es nicht mit ihrer Ideology uebereinstimmt. Die sind so Erzkonservativ die wuerden lieber Bibeln aushaendigen anstatt jemandem eine saubere Spritze zu geben.
  5. #44

    Zitat von shmubu Beitrag anzeigen
    Genau das war mein erster Gedanke. Danach war der Rest des Artikels irgendwie Makulatur. Ich meine, was soll man erwarten, wenn schon in der Einleitung Fehlinformationen stehen??
    Aber leider eher die Regel, als die Ausnahme.
    Naja, der Artikel greift durchaus etwas kurz, vor allem auch weil da etwas Perspektive / Geschichte bei fehlt.

    Der / die Autor(in) haette ja z. B. darauf hinweisen koennen das dieser "Slum" Laeden hat die dir gerne ein $5 Donut verkaufen etc. Ich frage mich ob der/die Autor(in) ueberhaupt in Vancouver und / oder East Hastings war.
  6. #45

    Zitat von schneemann3 Beitrag anzeigen
    Da stimm ich mal zu. Ich war vor 3 oder 4 Jahren in Vancouver, so viele Penner wie dort, hab ich noch nie in einer westlichen Goßstadt gesehn.
    Wie Vancouver den dritten Platz bei den lebenswertesten Städten geschafft hat, ist mir ein Rätsel.
    Das Antwort liegt darin das so ziemlich alle Staedte in BC und Alberta regelmaessig Obdachlosen / Drogenabhaengigen Bustickets nach Vancouver kaufen. Die DTSE ist also zu einem auffangbecken fuer den grossteil der Junkies im westen Canada's geworden. Das liegt zum teil am Klima (hier wirst Du kaum erfrieren, selbst im Winter) und zum anderen an der Tatsache das die DTES so voll von NGOs ist das man keine zwei Meter laufen kann ohne nicht irgendeinen Mitarbeiter zu finden.
  7. #46

    Bezahlung?

    Zitat von thechamelion3@web.de Beitrag anzeigen
    Dazu hat Vancouver Arbeitsplaetze und eine vernuenftige Bezahlung, und die Sozialsysteme sind besser als in den USA.
    Ich weiss ja nicht in welcher branche Sie arbeiten aber die Bezahlung in Vancouver in der Computer branche ist so 20 - 25% UNTER dem was man z. B. in Calgary, Edmonton, Toronto oder Montreal verdienen kann UND es ist billiger dort.

    Klar, Hastings Street ist keine schoene Ecke, und China Town ist nicht mit anderen chinesischen Vierteln zu vergleichen, aber das sind gerade mal 2 minimale Kritikpunkte.
    Chinatown wird in ein paar Jahren eh weg sein, ausser ein paar Plaketten wird da nicht viel uebrig bleiben. Das alles zieht nach Richmond, aber mit der Canada Line kann man da ja ganz bequem in 20 minuten hin und sich dann eines von 10K iPhone covers aussuchen.
  8. #47

    Kanadiaer indianischer Herkunft haben in der Tat zu leiden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Menschen kauern auf der Straße, streunen umher auf der Suche nach Drogen, setzen sich Spritzen an den Hals: Mitten in Vancouver befindet sich ein Slum, die HIV-Rate ist dort so hoch wie in Afrika. Das Leid ermöglicht es Forschern, Strategien im Kampf gegen Aids zu erproben.

    Vancouvers Viertel Downtown Eastside kämpft gegen Drogen und HIV - SPIEGEL ONLINE
    Ignorante Kommentare noch und noecher und wenig Ahnung, was Menschen in die Sucht treibt. Ich lebe seit 8 Jahren in Vancouver und mein Weg zur Arbeit fuehrt mich jeden Tag durch die Downtown Eastside.
    Der Artikel beschreibt die Zustaende recht treffend, laesst allerdings bei den Zahlen und Erklaerungen zu wuenschen uebrig.

    NEben des schon erwaehnten klimatischen Bedingungen, die die Obdachlosen und Gestrandeten Kanadas in die DTES treiben gibts auch noch einen anderen.
    Ueber 30 % der einwohner der Downtown eastside sind indianischer Abstammung. Die Indianer in Kanada haben aehnlich wie in den USA unter den Folgen der Kolonisation, Landverlustes und der kulturellen Entwurzelung zu leiden.

    Ein ganz spezielles kanadisches Problem aber sind die Folgen der Residential Schools, internatartige Schulen meist ausserhalb der Reservate in die von der kanadischen Regierung ausschliesslich indianische Kinder seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1990er Jahre hineingesteckt wurden, um quasi systematisch ihre Kulturen auszuloeschen. Sie wurden nicht nur ihren Familien entrissen, sondern wurden regelrecht kulturell umerzogen, a.ka. "zivilisiert" und durften ihre indianischen Muttersprachen nicht mehr sprechen. Diese wurden vor allem von Kirchen gefuehrt. Psychische, physische und sexuelle Uebergriffe waren hauefig und wurden nicht geahndet. Nicht nur ihre Kultur, sondern auch ihr Selbstwertgefuehl wurden zerstoert.
    Die kanadischen Indianer haben sich bis heute von den Generationen andauernden Verbrechen nicht erholt. Die Spaetfolgen sind Alkoholismus, Drogensucht und Depressionen.
  9. #48

    Zitat von mkalus Beitrag anzeigen
    Ich weiss ja nicht in welcher branche Sie arbeiten aber die Bezahlung in Vancouver in der Computer branche ist so 20 - 25% UNTER dem was man z. B. in Calgary, Edmonton, Toronto oder Montreal verdienen kann UND es ist billiger dort.

    Chinatown wird in ein paar Jahren eh weg sein, ausser ein paar Plaketten wird da nicht viel uebrig bleiben. Das alles zieht nach Richmond, aber mit der Canada Line kann man da ja ganz bequem in 20 minuten hin und sich dann eines von 10K iPhone covers aussuchen.
    danke fuer ihren kommentar. mich hat es auch gewundert von welcher "super bezahlung" in vancouver der vorposter da schreibt.

    soweit ich weiss sind hier in der e-commerce industrie / software industrie im grossraum seattle SEHR VIELE kanadier, vor allem deswegen weil Microsoft/Amazon und Co deutlich (!) besser als kanadische Niederlassungen in vancouver bezahlen - und weil das leben hier guenstiger ist als 3 stunden weiter noerdlich.

    gehen sie mal zu einem walmart noerdlich von seattle (everett/bellingham) an einem wochenende... der ganze parkplatz voll mit autos mit dem "british columbia" nummernschild. kein wunder bei den lebensmittelpreisen und alkoholpreisen in kanada / vancouver.
  10. #49

    ...

    Zitat von stukenbrok Beitrag anzeigen
    Was für ein Stuss. Immer die gleiche Leier: Immer ist die ach so kaltherzige Gesellschaft Schuld an der persönlichen Misere, nie natürlich der Lebensversager. Ist ja auch schön bequem, nicht selbst die Verantwortung für seinen Zustand zu übernehmen.
    Das ist zwar nicht falsch, aber halt sehr oberflächlich gedacht....

    Was schlagen sie also vor, da es nun mal zigtausende von solchen fürchterlichen "Lebensversager" gibt, die sich ihrer Meinung nach anscheinend aus reiner Bosheit weigern, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben?


TOP



TOP