APMenschen kauern auf der Straße, streunen umher auf der Suche nach Drogen, setzen sich Spritzen an den Hals: Mitten in Vancouver befindet sich ein Slum, die HIV-Rate ist dort so hoch wie in Afrika. Das Leid ermöglicht es Forschern, Strategien im Kampf gegen Aids zu erproben.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...817326,00.html
Nicht mit der momentanen Regierung in Ottawa. Die hat ueber fast sechs Jahre hinweg versucht Insite dicht zu machen und die streichen auch sonst fleissig Programme die dabei helfen koennten die Probleme zu verringern.
Warum? Weil es nicht mit ihrer Ideology uebereinstimmt. Die sind so Erzkonservativ die wuerden lieber Bibeln aushaendigen anstatt jemandem eine saubere Spritze zu geben.
Naja, der Artikel greift durchaus etwas kurz, vor allem auch weil da etwas Perspektive / Geschichte bei fehlt.
Der / die Autor(in) haette ja z. B. darauf hinweisen koennen das dieser "Slum" Laeden hat die dir gerne ein $5 Donut verkaufen etc. Ich frage mich ob der/die Autor(in) ueberhaupt in Vancouver und / oder East Hastings war.
Das Antwort liegt darin das so ziemlich alle Staedte in BC und Alberta regelmaessig Obdachlosen / Drogenabhaengigen Bustickets nach Vancouver kaufen. Die DTSE ist also zu einem auffangbecken fuer den grossteil der Junkies im westen Canada's geworden. Das liegt zum teil am Klima (hier wirst Du kaum erfrieren, selbst im Winter) und zum anderen an der Tatsache das die DTES so voll von NGOs ist das man keine zwei Meter laufen kann ohne nicht irgendeinen Mitarbeiter zu finden.
Ich weiss ja nicht in welcher branche Sie arbeiten aber die Bezahlung in Vancouver in der Computer branche ist so 20 - 25% UNTER dem was man z. B. in Calgary, Edmonton, Toronto oder Montreal verdienen kann UND es ist billiger dort.
Chinatown wird in ein paar Jahren eh weg sein, ausser ein paar Plaketten wird da nicht viel uebrig bleiben. Das alles zieht nach Richmond, aber mit der Canada Line kann man da ja ganz bequem in 20 minuten hin und sich dann eines von 10K iPhone covers aussuchen.Klar, Hastings Street ist keine schoene Ecke, und China Town ist nicht mit anderen chinesischen Vierteln zu vergleichen, aber das sind gerade mal 2 minimale Kritikpunkte.
Ignorante Kommentare noch und noecher und wenig Ahnung, was Menschen in die Sucht treibt. Ich lebe seit 8 Jahren in Vancouver und mein Weg zur Arbeit fuehrt mich jeden Tag durch die Downtown Eastside.
Der Artikel beschreibt die Zustaende recht treffend, laesst allerdings bei den Zahlen und Erklaerungen zu wuenschen uebrig.
NEben des schon erwaehnten klimatischen Bedingungen, die die Obdachlosen und Gestrandeten Kanadas in die DTES treiben gibts auch noch einen anderen.
Ueber 30 % der einwohner der Downtown eastside sind indianischer Abstammung. Die Indianer in Kanada haben aehnlich wie in den USA unter den Folgen der Kolonisation, Landverlustes und der kulturellen Entwurzelung zu leiden.
Ein ganz spezielles kanadisches Problem aber sind die Folgen der Residential Schools, internatartige Schulen meist ausserhalb der Reservate in die von der kanadischen Regierung ausschliesslich indianische Kinder seit Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1990er Jahre hineingesteckt wurden, um quasi systematisch ihre Kulturen auszuloeschen. Sie wurden nicht nur ihren Familien entrissen, sondern wurden regelrecht kulturell umerzogen, a.ka. "zivilisiert" und durften ihre indianischen Muttersprachen nicht mehr sprechen. Diese wurden vor allem von Kirchen gefuehrt. Psychische, physische und sexuelle Uebergriffe waren hauefig und wurden nicht geahndet. Nicht nur ihre Kultur, sondern auch ihr Selbstwertgefuehl wurden zerstoert.
Die kanadischen Indianer haben sich bis heute von den Generationen andauernden Verbrechen nicht erholt. Die Spaetfolgen sind Alkoholismus, Drogensucht und Depressionen.
danke fuer ihren kommentar. mich hat es auch gewundert von welcher "super bezahlung" in vancouver der vorposter da schreibt.
soweit ich weiss sind hier in der e-commerce industrie / software industrie im grossraum seattle SEHR VIELE kanadier, vor allem deswegen weil Microsoft/Amazon und Co deutlich (!) besser als kanadische Niederlassungen in vancouver bezahlen - und weil das leben hier guenstiger ist als 3 stunden weiter noerdlich.
gehen sie mal zu einem walmart noerdlich von seattle (everett/bellingham) an einem wochenende... der ganze parkplatz voll mit autos mit dem "british columbia" nummernschild. kein wunder bei den lebensmittelpreisen und alkoholpreisen in kanada / vancouver.
Das ist zwar nicht falsch, aber halt sehr oberflächlich gedacht....
Was schlagen sie also vor, da es nun mal zigtausende von solchen fürchterlichen "Lebensversager" gibt, die sich ihrer Meinung nach anscheinend aus reiner Bosheit weigern, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben?