Drittligist Aachen: Alemannia steht offenbar kurz vor der Insolvenz
DPATraditionsverein Alemannia Aachen kämpft um die Existenz. Der Club benötigt laut einem Medienbericht bis Mittwoch zwei Millionen Euro, um eine drohende Insolvenz abzuwenden. Präsident Meino Heyen räumt "schwere Fehler" ein und spricht von einer "Katastrophe".
Die aktuelle "Finanzlücke" hat nichts mit der Stadionfinanzierung zu tun, sondern mit den "Prognosen für die 3. Liga", wie der OB der Stadt Aachen letzte Woche mitteilte. Auch dass der Spielerkader zu teuer ist, halte ich für ein vorgeschobenes Argument. Vor der Saison wurde der Spieleretat um 65% (von 7,7 Mio. auf 2,7 Mio.) reduziert, während die Personalkosten in der Verwaltung von Finanzgeschäftsführer Frithjof Kraemer nur im Schnitt um 15% reduziert wurden. Die für die 3. Liga viel zu hohen Ausgaben außerhalb des Kerngeschäfts Fußball wurden und werden weiterhin vom Verein verschwiegen. Statt dessen steht jetzt urplötzlich der neue Sportgeschäftsführer Uwe Scherr im Fokus, der sich bereits vorsorglich anwaltlich beraten lässt. Eins ist völlig klar, auch ohne umfassende Informationen zu haben: Herr Scherr hat mit den anstehenden Problemen nicht das Geringste zu tun!