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Dresdner Randale in Dortmund: "Ich schäme mich"

Die Polizei spricht von massiver Gewalt gegen Beamte, das DFB-Pokalspiel stand kurz vor dem Abbruch. Anhänger von Dynamo Dresden*haben in Dortmund schwer randaliert, mehrere Menschen wurden verletzt.*Die Dresdner Spieler verurteilen jetzt die eigenen Fans: "Das kann einfach nicht angehen."

http://www.spiegel.de/sport/fussball...794026,00.html
  1. #250

    Wir sind DYNAMO und hier gehört der Beitrag auch noch hin...

    Wir (6 Männer/2Frauen) waren in Dortmund – vor, während und nach dem Spiel hatten wir positive Erlebnisse, Gespräche mit DortmundFans. Verbale Entgleisungen unterhalb der Gürtellinie hört man auf der Wies`n wie beim Karneval und die haben meistens in 1,9 Promille ihren Ursprung.
    Wir saßen im Dortmunder Familienblock 68 und feuerten dort lautstark unsere Mannschaft an. Daran störte sich keiner ernsthaft!
    Fängt Gewalt mit Pyrotechnik an? Einklares NEIN!
    Aber die Dummheit fängt dort an wo die Gefährdung Anderer unbewusst in Kauf genommen oder beim Werfen bewusst provoziert wird.
    Aber „Gutmenschen“ wie W.D.Poschmann sollten da ganz leise sein, bewegen sie sich doch in einer Medienlandschaft welche Gewalt von früh bis spät im Programm hat, ja sogar offensiv damit wirbt.
    Als Beispiel stehen für mich die ausufernden „Boxabende und Fightnächte“ im ZDF und anderen Sendern – da geht es schließlich auch um nichts anderes als das dem Schwächeren
    „die Fresse poliert“ wird. Natürlich fließt dort das Blut vor Promis, mit Schlips und Prosecco und der Schläger darf sich Doktor nennen.
    Ausdrücklich wehre ich mich hier gegen die Darstellung einiger Medien + User unser Dresden sei rechtslastig!
    Jedes Jahr müssen wir uns gegen den Aufmarsch hirnloser Neunazis wehren, der Staat versteckt sich hinter der Demokratie wenn die Wahrung der Menschenrechte und ein klares Bekenntnis gegen Rassismus angemahnt werden.
    Wir sind etliche Kilometer gefahren um Dynamo anzufeuern, die Atmosphäre im Westfalenstadion zu erleben, den deutschen Meister und seinen tollen Trainer zu sehen.
    WIR sind DYNAMO! DYNAMO ist kein Synonym für Dummheit und Gewalt!
  2. #251

    Zitat von fussball11 Beitrag anzeigen
    Natürlich greift die Polizei bei Straftaten ein und natürlich muss Hausfriedensbruch vom Hausherren angezeigt werden.
    ...
    Aber dennoch: Fußball ist eine große Party, fragen Sie meine Freunde!
    Es geht da aber primär um Landfriedensbruch, mitunter natürlich auch Körperverletzung in allen Ausprägungen, und da muss selbstverständlich die Polizei ohne Anzeige tätig werden.

    Wegen der großen Party dürften sich die Erfahrungen aber vermutlich decken. ;-)
  3. #252

    Zitat von Tarja13 Beitrag anzeigen
    Man könnte außerdem zur Auflage machen, dass die einzelnen Blocks in den Stadien baulich verkleinert werden, so dass Randalierer, Freundes des Laserpointers und Pyromanen weniger Chancen haben, sich in einer großen Menschenmenge zu verstecken. Das und gleichzeitig mehr Kameras garantieren zwar noch lange nicht die Sicherheit der übrigen Besucher und der Spieler, aber sie erhöhen die Chance, die Übeltäter hinterher wenigstens zu erwischen.

    Daneben könnte ich mir vorstellen, sog. Ultragruppierungen, deren Mitglieder öfter als Randalierer auffallen, als kriminelle Vereinigungen zu verfolgen. Warum nicht, wenn ein Hauptzweck dieser Gruppen offenbar im Ausüben sinnloser Gewalt besteht?
    Meine Güte, da haben Sie sich viel Mühe gegeben Ihren Informationsrückstand an einem Tag auszugleichen und es hat nichts genützt.
    Die meisten Maßnahmen, bis auf die, für die man die Verfassung ändern müsste, wurden eigentlich schon probiert.

    Will man das Problem wirklich lösen hilft eigentlich nur Deeskalation und Eigenverantwortung in der Kurve. Ausgerechnet das wird im gleichen Maße verweigert wie die Ausschreitungen zunehmen - die Spirale beginnt sich zu drehen. Eben noch ereifern sich die Fernsehzuschauer die noch nie ein Stadion von innen gesehen haben angeheizt von Medien die die große Story wittern bis irgendwann sich schmierige Politiker einmischen um ihre Quote zu verbessern - und alles wegen ein paar Verrückter die unsere Gesellschaft hervorgebracht hat.
    Geben Sie ihnen weiter die große Bühne, zeigen Sie wie man mit wenig Aufwand groß ins Fernsehen kommt, ziehen Sie möglichst viele Unbeteiligte mit rein damit sich die Pest weiter ausbreitet - und dann: Harte Strafen, damit die Protagonisten auch nichts mehr zu verlieren haben und mal richtig hart zuschlagen .
    Sie werden dann dastehen und sagen: siehste ich habs doch gleich gesagt und Sie werden die Opfer bedauern die es ohne Sie wohl nie gegeben hätte.

    Wie in einer Petrischale züchten Sie Krawalltouristen die zu ausgewählten Ereignissen anreisen, weder mit dem Sport noch dem Verein was zu tun haben aber immer auf Krawall aus sind.
    Mit 5 Mann lassen diese Jungs jede Situation eskalieren.
    Was rede ich, vor der Glotze hört man Poschmann labern und der weiß schon was Sie hören wollen - Hauptsache Quote.
    Die Medien sind doch heute noch abgefuckter als die Banker.
    Sensationen brauchen wir - keine Informationen.
  4. #253

    Übertreibungen

    Zitat von Tarja13 Beitrag anzeigen
    dass Sie damit schon so gut wie akzeptieren, dass sich "die Mobs" ihr Prügelvergnügen auf Kosten des großen Rests und nicht zuletzt des Sports verschaffen?

    Ach so: Der Staat soll also weiterhin dem Stadionbesucher ein Minimum an Überlebenschance garantieren

    endlich dafür zu sorgen, dass zumindest die ertappten Randalierer dauerhaft von den Stadien ferngehalten würden, notfalls mit Jahre langer Meldepflicht auf der Polizeiwache jeden Samstag pünktlich zum Anpfiff?

    ... indem man deren Strafen drastisch erhöht.

    Das und gleichzeitig mehr Kameras ...

    sog. Ultragruppierungen, deren Mitglieder öfter als Randalierer auffallen, als kriminelle Vereinigungen zu verfolgen.

    Ich wäre auch dafür, dass Vereinen, deren Fans mehr als einmal durch Randale auffallen, für mindestens 1 Jahr keine Gästeticketkontingente
    Da haben wir ja den ganzen Katalog.

    (1) haltlose bis absurde Übertreibungen ("Prügelvergnügen auf Kosten des großen Rests", "Minimum an Überlebenschance")

    (2) härtere Strafen

    (3) mehr Überwachung

    (4) Sippenhaft ("Vereinen, deren Fans mehr als einmal durch Randale auffallen, für mindestens 1 Jahr keine Gästeticketkontingente", "Ultragruppierungen, deren Mitglieder öfter als Randalierer auffallen, als kriminelle Vereinigungen zu verfolgen.")

    Ich argumentier jetzt gar nicht lange rum, warum ich das mehr oder weniger komplett ablehne. Ein Verweis auf den liberalen Ansatz unserer Gesellschaft, auf die Grundrechte des Einzelnen und eine Ablehnung des Überwachungsstaates muss reichen.

    Ihre Forderungen sind jedenfalls mit allen Möglichkeiten des Rechtsstaates zu bekämpfen.
  5. #254

    Loooool

    Zitat von Tarja13 Beitrag anzeigen
    Wäre es nicht besser, endlich dafür zu sorgen, dass zumindest die ertappten Randalierer dauerhaft von den Stadien ferngehalten würden, notfalls mit Jahre langer Meldepflicht auf der Polizeiwache jeden Samstag pünktlich zum Anpfiff?
    Und wieder ein Meer, besser Ozean an Unwissenheit. SV's (Stadionverbote), AV (Aufenthaltsverbote und Strafprozesse gibt es schon einige. Einige davon aber auch zu unrecht.
    Zitat von Tarja13 Beitrag anzeigen
    Außerdem könnte man auch auf Vereinsseite den Anreiz, Randalierer zu identifizieren, erhöhen, indem man deren Strafen drastisch erhöht.
    Ich hoffe das passiert dann auch für die lustigen Demoorganisatoren wie bspw. Grüne, Greenpeace, Attac usw. Schließlich kosten uns diese "Randalierer" auch immer zig Mio. im Jahr.
    [QUOTE=Tarja13;9010224]Man könnte außerdem zur Auflage machen, dass die einzelnen Blocks in den Stadien baulich verkleinert werden, so dass Randalierer, Freundes des Laserpointers und Pyromanen weniger Chancen haben, sich in einer großen Menschenmenge zu verstecken. Das und gleichzeitig mehr Kameras.............QUOTE]
    Und schon wieder viel Blabla, ohne sich vorher darüber zu informieren. Jeder Block in modernen Stadien wird mit mehr als einer Kamera überwacht, inkl. Innen- und Aussenbereiche. Sie können aber gerne noch mehr Bilder machen :D!!Kleinere Blöcke würden nur etwas bringen, wenn man diese voneinander abtrennen würde. Dies wird aber aus gutem Grund kaum gemacht. Dafür müßten Sie sich aber erstmal mit der Materie befassen (Stichwort: Massenpanik ;)).
    Zitat von Tarja13 Beitrag anzeigen
    Daneben könnte ich mir vorstellen, sog. Ultragruppierungen, deren Mitglieder öfter als Randalierer auffallen, als kriminelle Vereinigungen zu verfolgen. Warum nicht, wenn ein Hauptzweck dieser Gruppen offenbar im Ausüben sinnloser Gewalt besteht?
    Die katholische Kirche dann auch? Aber wieder kann ich nur darauf verweisen, sich erstmal mit der Thematik Fankultur zu beschäfftigen. Dazu gibt es auch gute akademische Schriften. Vieleicht fällt es ihnen dann leichter nicht alles durcheinander zu bringen.
    Zitat von Tarja13 Beitrag anzeigen
    Ich wäre auch dafür, dass Vereinen, deren Fans mehr als einmal durch Randale auffallen, für mindestens 1 Jahr keine Gästeticketkontingente mehr zur Verfügung gestellt werden. Das erschwert es Randalierern zumindest, als Gruppe in einem Block zu landen.......
    Nur erschwert es den "Randalierern" gar nichts. Dann sammelt man sich halt in anderen Blöcken und mit ein wenig "Glück" direkt neben dem Heimmob. Dann haben sie richtig Stress im Stadion. Desweiteren verlagert sich die Gewalt auf andere Orte, verschwindet aber nicht. Dazu empfehle ich auch mal ein kleines Studium der Szene.
    Zitat von Tarja13 Beitrag anzeigen
    Außerdem sollten ertappte Randalierern nicht nur für den angerichteten Schaden einschließlich etwaiger Strafen des Vereins sondern auch für die Kosten des Polizeieinsatzes als Gesamtschuldner haften müssen.
    Lustiges Rechtsverständnis, weit an der Realität vorbei. Auch hier sollte man das Wissen nachbessern. Wenn sie dies aber fordern, schließen sie bitte alle Demos mit ein, bei den ein Volkswirtschaftlicher Schaden angerichtet wird. Das wären i.d.R. alle. Auch Autofahrer, die einen Unfall verursachen, sollten für den Stau usw. eintreten.
    Zitat von Tarja13 Beitrag anzeigen
    Das alles wird zwar die Gewalt nicht komplett beseitigen.......
    Auch wieder falsch, die Gewalt würde sich einfach nur verlagern.
  6. #255

    Gewalt verlagern

    Zitat von schwarz-weiss-grün Beitrag anzeigen
    Auch wieder falsch, die Gewalt würde sich einfach nur verlagern.
    Eine Verlagerung aus dem Stadion heraus finde ich gut. Folgendes Szenario: Ich gehe ins Stadion. Auf dem Weg dahin sehe ich eine Prügelei. Dann gehe ich einen anderen Weg und gut ist. Ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, dass ein Großteil der Gewaltbereiten trotzdem Richtung Stadion geht oder Kilometer weit anreist bei einem Stadionverbot. Der Reiz zu Gewalt entsteht manchmal durch Ereignisse/Provokationen. Diese Ereignisse können dann nur außerhalb stattfinden und sind deshalb in der Anzahl geringer.








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