Schwarz-Gelb preist Bildung als zentrales deutsches Zukunftsthema und will dafür mehr Geld ausgeben. In die Verhandlungen platzen die Länder-Finanzminister: Mit kühner Zahlenakrobatik definieren sie die Ausgaben neu - und mogeln sich so aus der Verantwortung. Bildungspolitiker sind fassungslos.
http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...656664,00.html
wer von oekonomischen Kennziffern naturwissenschaftlichen Realitätsbezug erwartet, sollte mal einen Blick in Warenkörbe, Geschäftsberichte, Geschäftspläne, Werbung für Finanzprodukte werfen oder sich mit der Berechnung des Bruttosozialprodukts auseinandersetzen. Da wird er schnell eines besseren belehrt.
Mathematisch mag das ja korrekt sein (mehr oder weniger), aber an entscheidenden Punkten herrscht reine Willkür: Da werden Werte geschätzt (ohne Fehlerabschätzung und Vertrauensintervall), unbegründet Multiplikatoren zur Korrektur oder Prognose eingesetzt oder einfach mal wünschenswerte Zahlen als realistische ausgegeben.
Hinzu kommt, dass es der ausufernde Umgang mit diesem Zahlenmüll unmöglich macht, sich als berufstätiger Mensch über die Herkunft der Werte und Annahmen gründlich zu informieren. Dazu ist der Zeitaufwand einfach zu hoch.
Aber Stichproben reichen auch, um das Gruseln zu lernen ...
Da paßt dieser Bericht nur ins allgemeine Bild.
Schön, dass die FTP ihre Wirtschaftskompetenz so augenfällig demonstriert.
mfG