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Dreiste Datenmassage: Finanzminister rechnen Bildungsausgaben schön

Schwarz-Gelb preist Bildung als zentrales deutsches Zukunftsthema und will dafür mehr Geld ausgeben. In die Verhandlungen platzen die Länder-Finanzminister: Mit kühner Zahlenakrobatik definieren sie die Ausgaben neu - und mogeln sich so aus der Verantwortung. Bildungspolitiker sind fassungslos.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...656664,00.html
  1. #70

    Ach

    Zitat von pi.daun Beitrag anzeigen
    1) Lehrerpensionen sind tatsächlich Bildungsausgaben, weil sie nachträgliches Gehalt darstellen. Wären Lehrer Angestellte, wäre ihr Gehalt während der Dienstzeit viel höher (weil Rentenbeiträge etc. gezahlt werden würden).
    Ach, wäre das so?
  2. #71

    Kohl

    Zitat von MatthyK Beitrag anzeigen
    Das Rumtricksen an Statistiken, um sich vor unangenehmen Entscheidungen zu drücken, ist eine Sache, die man in der Politik bisher hauptsächlich mit der SPD in Verbindung gebracht hatte
    Haben Sie die Erinnerung an die Regierung Kohl schon verdrängt? ;-)
  3. #72

    Soso

    Zitat von pi.daun Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wo Sie Ihre Fakten herhaben. Unsere Abiturienten fangen - wenn sie wollen - nach dem Abi ein Studium an.
    Die Wehrpflicht unterschlagen sie mal eben nonchalant, genau wie das Warten aufgrund des dämlichen NC.
  4. #73

    it's economy, stupid

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwarz-Gelb preist Bildung als zentrales deutsches Zukunftsthema und will dafür mehr Geld ausgeben. In die Verhandlungen platzen die Länder-Finanzminister: Mit kühner Zahlenakrobatik definieren sie die Ausgaben neu - und mogeln sich so aus der Verantwortung. Bildungspolitiker sind fassungslos.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...656664,00.html
    wer von oekonomischen Kennziffern naturwissenschaftlichen Realitätsbezug erwartet, sollte mal einen Blick in Warenkörbe, Geschäftsberichte, Geschäftspläne, Werbung für Finanzprodukte werfen oder sich mit der Berechnung des Bruttosozialprodukts auseinandersetzen. Da wird er schnell eines besseren belehrt.
    Mathematisch mag das ja korrekt sein (mehr oder weniger), aber an entscheidenden Punkten herrscht reine Willkür: Da werden Werte geschätzt (ohne Fehlerabschätzung und Vertrauensintervall), unbegründet Multiplikatoren zur Korrektur oder Prognose eingesetzt oder einfach mal wünschenswerte Zahlen als realistische ausgegeben.

    Hinzu kommt, dass es der ausufernde Umgang mit diesem Zahlenmüll unmöglich macht, sich als berufstätiger Mensch über die Herkunft der Werte und Annahmen gründlich zu informieren. Dazu ist der Zeitaufwand einfach zu hoch.

    Aber Stichproben reichen auch, um das Gruseln zu lernen ...

    Da paßt dieser Bericht nur ins allgemeine Bild.

    Schön, dass die FTP ihre Wirtschaftskompetenz so augenfällig demonstriert.

    mfG


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