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Dreißigjähriger Krieg: Gut erhaltenes Massengrab fasziniert Archäologen

SPIEGEL ONLINEEs war eine der blutigsten Schlachten im Dreißigjährigen Krieg - doch bisher fehlte von den Opfern der Schlacht von Lützen jede Spur. Nun verspricht ein Massengrab neue Erkenntnisse: Kämpften damals hungrige Jungspunde oder gut genährte Veteranen? Und woher kamen sie?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...828552,00.html
  1. #10

    Nein, die Toten wurden zuerst von den siegreichen Truppen geplündert. Dabei spielte es keine Rolle, ob es Gegner oder Verbündete waren. Viele Verwundete wurden erschlagen, um ihnen "Leiden zu ersparen". Die medizinischen Kenntnisse der Täter dürften allerdings nicht besonders umfangreich gewesen sein. Für die "braven Bürger von Lützen" blieb dann immer noch genug übrig. Für Sattler, Schmiede und andere Handwerker war ein Schlachtfeld ein kostenloses Ersatzteillager.
  2. #11

    Welche Durchleuchtungsmethoden meinen Sie denn? Die Toten liegen in mehreren Lagen übereinander, da brächte Röntgen o.ä. gar nichts. Außerdem gibt es solche großen Geräte m.W. nicht, davon abgesehen.
    Bei den Untersuchungen auf dem Schlachtfeld ging es bei weitem nicht um eine reine Artefaktsuche, jedes Fundstück ist eingemessen und so lassen sich die Kampfhandlungen anhand der Verteilung von Bleikugeln (nach Kalibern aufgeteilt) im Raum nachvollziehen. Raubgräber haben leider schon viel zu viel von den Schlachtfeldern geklaut...
    Schlachtfeldforschung ist halt ein komplexes Thema..
  3. #12

    Wobei man fairerweise sagen muss, das die "Plünderer" oft so gut wie nichts besaßen. Und der da gerade lag. brauchte seine Stiefel nicht mehr. Jeder hätte in der Situation so gehandelt. Genausowenig sind die meisten aus überzeugung in den Krieg gezogen. Die meisten nur, um dem Elend zu entkommen (da muss man mal kuez drüber nachdenken, wie es jemanden geht, der freiwillig in den fast sicheren Tod geht). Und den braven Bürgern gings nach der bestzung/belagerung oder auch nur beherbergung der Truppen richtig mies. Also wenn die sich "ihren Teil" genommen haben ist das ebenfalls nur nachvollziehbar.
    Es war halt eine andere Zeit.
  4. #13

    :d

    Zitat von Grafsteiner Beitrag anzeigen
    Alle Fragen sind doch längst durch Dokumente aus dem Dreissigjährigen Krieg beantwortet. Die Menschen damals kannten schon die Schrift und Papier. Dafür braucht man keine Leichen zum Sprechen zu bringen. Weil auch Archäologen an Stellensicherung interessiert sind. Diese 175 Leichen geben wieder 10 Leuten für 2 Jahre ausreichend Brot. Ohne jeden weiterführenden Erkenntniswert als den, dass sie tot sind.
    Scherzkeks! Sie deuten ja an, daß nur das "sinnvoll" ist, was sich ins Ausland verkaufen läßt. Ich halte Sie aber für intelligent. Dieser Anti-Intellektualismus der stumpfsten Sorte steht Ihnen nicht.
  5. #14

    ...

    Zitat von dunnhaupt Beitrag anzeigen
    Offensichtlich waren es "die braven Bürger von Lützen", denen die Plünderung der Leichen zu verdanken ist.
    Nein. Das haben ihre überlebenden Kameraden vorher erledigt.
    Die waren, genau wie die, die Lützen nicht überlebten doch schon recht geübt... im Plündern, Rauben, Stehlen ... und Morden.
    Ein toter Soldaten braucht sien Stiefel nicht mehr., seine Jacke, Seine Hosen, seinen Helm usw. Das haben sich die genommen, die ihre Sachen in der Schlacht einbüßt haben, oder schon vorher nichts gleichwertiges hatten. Und wenn sie es von einem totewn Kameraden genommen haben, haben sie dem Bauern im nächsten Dorf seinen Mantel vielleicht ausnahmsweise mal nicht weggenommen.
  6. #15

    Finanzieren wir insgesamt nicht viel zu viel Geschichtsaufarbeitung (im weitesten Sinne) ?
  7. #16

    Die Behauptung im ersten Kommentar, alles stünde doch schon in den "Dokumenten" zeugt leider von historischer Unkenntnis. Berichte über das Schlachtgeschehen sind höchst widersprüchlich - wie sollten sie es bei einem solchen brutalen Chaos auch anders sein. Und bei der Untersuchung des Schlachftfeldes kam schon jetzt heraus, dass einige Angaben, über Verteidigungsanlagen, die man lange für verbürgt hielt, nicht stimmten. Vgl. dazu den Artikel in der SZ: http://www.sueddeutsche.de/wissen/neue-erkenntnisse-der-schlachtfeldforschung-wie-der-krieg-erfunden-wurde-1.1338223
  8. #17

    6000 bis 9000 Tote?
    Und bisher ein Grab mit 175 Soldaten? Hier scheint jemand echt zu übertreiben und nicht nachzudenken.
  9. #18

    Zitat von spon-facebook-10000037274 Beitrag anzeigen
    Die Behauptung im ersten Kommentar, alles stünde doch schon in den "Dokumenten" zeugt leider von historischer Unkenntnis. Berichte über das Schlachtgeschehen sind höchst widersprüchlich - wie sollten sie es bei einem solchen brutalen Chaos auch anders sein. Und bei der Untersuchung des Schlachftfeldes kam schon jetzt heraus, dass einige Angaben, über Verteidigungsanlagen, die man lange für verbürgt hielt, nicht stimmten. Vgl. dazu den Artikel in der SZ: Schlachtfeldforschung - Die Archäologie des Krieges - Wissen - sueddeutsche.de
    Schriftliche Quellen sind stets tendenziös. Beispiel: die Schlacht von Kadesch (1274 v. Chr.), die von ägyptischer Seite als großer Sieg verkauft wurde. Die Wahrheit sah anders aus.
  10. #19

    Hier erfahren Sie

    Zitat von zerberus und co. Beitrag anzeigen
    "Die blutige Schlacht von Lützen ist vor allem durch den Tod des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf bekannt geworden, nicht wegen ihrer militärischen Bedeutung - einen Sieger gab es nicht."

    Sollte man diese Tradition nicht wieder aufnehmen, dass die obersten Kriegstreiber ganz vorneweg marschieren oder jedenfalls nicht im sicheren Bunker sitzen?
    G.W. Bush z.B. und Saddam Hussein im Duell?
    Ein durchaus reizvoller Gedanke!

    Vielleicht würden wir als Spezies dann etwas friedlicher!
    ...Genaueres:

    http://www.amazon.de/Der-Mensch-Evol...5509615&sr=8-2


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