Dorf-Double: China weiht nachgebautes Alpendorf ein

REUTERSKirche, See, pastellfarbene Häuschen: China hat sich ein Stück Alpenidylle in die subtropische Provinz Guangdong geholt. In der Stadt Boluo wurde innerhalb eines Jahres das österreichische Örtchen Hallstatt nachgebaut. Der Bürgermeister des Originals bekundet zur Einweihung seinen Stolz.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...836618,00.html
  1. #10

    ... und die ganze Schweiz in 10 Jahren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kirche, See, pastellfarbene Häuschen: China hat sich ein Stück Alpenidylle in die subtropische Provinz Guangdong geholt. In der Stadt Boluo wurde innerhalb eines Jahres das österreichische Örtchen Hallstatt nachgebaut. Der Bürgermeister des Originals bekundet zur Einweihung seinen Stolz.

    Hallstatt-Kopie: China eröffnet Nachbau eines österreichischen Dorfs - SPIEGEL ONLINE
    Nun, daß es sich um keine besonders gute Kopie handelt, ist auf den Fotos schon sehr deutlich zu sehen. Chinesisches Qualitätsbewußtsein eben: sehr, sehr schnell und ohne tiefe Substanz. Von historischem Kontext ganz zu schweigen.

    Im Gegensatz zu Kopien chin. Gärten, welche es in unseren Breiten gibt, und die zum großen Teil mindestens mit chinesicher Hilfe (z.B. importierte Bauelemente), wenn nicht sogar ganz von Chinesen gebaut wurden, sieht das Alpendorf so aus, als hätte man sich eher nicht ausländischer Hilfe bedient, sondern einfach nach einem Stapel Fotos gebaut.

    1 Jahr Bauzeit, darauf sind die Chinesen besonders stolz, und es entspricht dem Zeitgeist: schneller, noch schneller und dabei unglaublich billig, so richtig billig.
  2. #11

    Zitat von buchl Beitrag anzeigen
    Ein seitenverkehrter, pastellfarbener Nachbau mit Palmen, Goldfischen im Brunnen und knallroten Telefonzellen hat mit Wertschätzung des Originals ganz genau gar nichts zu tun. Es ist eine schlichte Kulisse, nicht mehr.
    Was ist denn ein Chinagarten hier in Deutschland? Könnten sie auseinanderhalten, welche Dekoelemente chinesisch, japanisch oder koreanisch ist? Eben.
  3. #12

    Mal wieder China Trugschlüsse

    Der Wohlstand kommt gerade auch bei den normalen Leuten an nur wird über sowas natürlich kaum berichtet weil damit müsste man den Chinesen ja eingestehen dass sie etwas richtig machen. Dass 1,3 Mrd. Menschen nicht von heute auf morgen auf unserem Standard leben können dürfte wohl klar sein. China ist ein Entwicklungsland

    In China ist Religion sehr wohl erlaubt gerade christliche Glaubensgemeinschaften erfreuen sich enormen Zulauf, fährt man in China über Land sieht man in sehr sehr vielen staedtchen Kirchen. Was die Chin. Regierung jedoch in diesem Zusammenhang gar nicht gerne sieht, ist die weisungsbefugniss und Unfehlbarkeit des Papstes, was naturlich die Arbeit der katholische Kirchen erschwert. Aber ich habe ohnehin meine ganz persönliche Meinung zu diesem Zeitgenossen.
  4. #13

    Genau, Investorenprojekt!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kirche, See, pastellfarbene Häuschen: China hat sich ein Stück Alpenidylle in die subtropische Provinz Guangdong geholt. In der Stadt Boluo wurde innerhalb eines Jahres das österreichische Örtchen Hallstatt nachgebaut. Der Bürgermeister des Originals bekundet zur Einweihung seinen Stolz.

    Hallstatt-Kopie: China eröffnet Nachbau eines österreichischen Dorfs - SPIEGEL ONLINE
    Die Hütten und Häuser sind alle aus Beton gegossen. Inclusive der Dachbalken etc. Ein wenig Farbe und schon sieht es aus wie Holz. Tropen und Beton bewirken in China meist, dass die Haltbarkeit und Ansehnlichkeit der Bausubstanz rapide schwindet.
  5. #14

    So lange die solche Sachen wie den Ort

    kopieren ist es doch egal was die machen, wenns Spass macht? Das Interessante liegt in einen anderen Satz und das ist >innerhalb eines Jahre gebaut< wenn man so etwas in Oesterreich oder Deutschland bauen wuerde dauert das mindesten 5 Jahre, die Dynamic ist umwerfend. Was ich wissen moechte ist wie lange die mit den Behoerden kaempften um die Baugenehmigungen zu erhalten denn in der Regel sind die Behoerden die Blockierer, Abwiegler und Verhinderer.




    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kirche, See, pastellfarbene Häuschen: China hat sich ein Stück Alpenidylle in die subtropische Provinz Guangdong geholt. In der Stadt Boluo wurde innerhalb eines Jahres das österreichische Örtchen Hallstatt nachgebaut. Der Bürgermeister des Originals bekundet zur Einweihung seinen Stolz.

    Hallstatt-Kopie: China eröffnet Nachbau eines österreichischen Dorfs - SPIEGEL ONLINE
  6. #15

    aua

    "Schon durchgeknalllt, die Chinesen. Und für so einen Kappes ist Geld da, an den normalen Leuten gehts wie immer vorbei."
    Das tut weh. Schon mal in einem der vielen chinesischen oder japanischen Gaerten in Deutschland spazieren gegangen? Oder im chinesischen Pavilion im Park gesessen?
    " Aber was regt man sich auf, ist natürlich auch ein Beweis dafür, daß Europa am Ende immer das Original ist."
    Das tut natuerlich noch mehr weh. Ich empfehle eine Reise nach Asien oder einen Blick auf die Komponenten Ihrer modernen Kommunikationsmittel...

    Ach ja, und ihr naechster Kaffee kommt hoffentlich nicht aus einem Plastikbecher sonder einer Porzellantasse (auf englisch mit gutem Grund "china" genannt
  7. #16

    kopiert wird in china

    seit jeher nur das, was des kopierens wert ist, also die werke großer meister. insofern könnte man an die sache vielleicht ein bissl relaxter rangehen.
    und die damen, die da mit babys auf dem schoß auf dem holzstamm sitzen sind 100 Prozent keine reichen chinesinen, auch keine touristinnen, sondern so wie sie aussehen ayis (kindermädchen) von reichen chinesen.
  8. #17

    bauzeit

    "1 Jahr Bauzeit, darauf sind die Chinesen besonders stolz"
    koennen die sein .. unabhaengig von Sinn oder Unsinn dieses Nachbaus muss man zugeben, dass es sehr hohe Oranisationsfaehigkeit bedarf, so etwas in einem Jahr duchzuziehen. Ach die buerokratischen Huerden duerften wohl etwas niedriger sein als in DE - hier wuerde wohl alleine das Genehmigungsverfahren mher als 10 jahre dauern .. und der Bau dann nochmal 10 Jahre due ueblichen Verzoegerungen. Von den sich vervielvaeltigenden Kosten nicht zu reden.

    Schoen, dass den Chinesen so ein Oertchen wie Hallstadt so gut gefaellt - ich bin auch gerne in Hallstadt ( dem Original ).
  9. #18

    Wünschenswerter ist ein echter Kulturimport

    Ganz nett aber der Makel ist, dass dort das österreichische Dorfleben nicht lebendig gelebt wird. Die Chinesen sollten das Dorfleben wenigstens noch mit Robotern simulieren - das wäre nicht nur ein Touristenmagnet, sondern auch ein Projekt zur Förderung von Wissenschaft und Fortschritt.

    Wünschenswerter ist ein echter Kulturimport, z.B. ein echter daoistischer Tempel (z.B. des Quanzhen-Daoismus) in den Alpen (inwieweit der längerfristig chinesisch- oder deutschsprachig ist, wird sich zeigen). (alles imho)
  10. #19

    Erst Venedig, nun Hallstadt

    Teile Venedigs wurden mehr oder weniger originalgetreu in "Venetian" Casinos nachgebaut, zunächst in Las Vegas, dann in Macao. Da gab es Stimmen, die das als "typisch amerikanischen Kitsch" bezeichnet haben. Nun wird eben woanders ein anderer europäischer Ort nachgebaut. Warum nicht?