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Doppelrekord: Forscher entdecken zwei*Planeten-Winzlinge

Neuer Erfolg für Planetenjäger: Das Weltraumteleskop "Kepler" hat die beiden bislang kleinsten bekannten Planeten entdeckt, die einen fernen Stern umkreisen. Einer von ihnen ist kleiner als die Erde selbst.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...804967,00.html
  1. #1

    unglaublicher Weitblick

    In 1000 Lichtjahren Entfernung werden zwei Planeten "beobachtet". Deren Existenz und ihre Durchmesser werden lediglich aus Helligkeitsschwankungen des Zentralgestirns ermittelt. Dazu werden Abbildungen im Artikel geliefert, die Realität vorgaukeln. Eine direkte Beobachtung der vermuteten Planeten ist völlig unmöglich,

    Zum Vergleich: Der Pluto als äußerster Planet unseres Sonnensystems ist nur ca. 4,5Mrd.km entfernt. Die Exoplaneten sind rund 2,1 Millionen mal weiter entfernt. Vom Pluto ist bisher kaum mehr bekannt als von diesen Planeten vermutet wird.

    Die Astronomie und und Kosmologie sollte in Erwägung ziehen, dass die Strahlungsleistung eines Sterns durchaus Schwankungen aufweisen kann, ohne dass auf kreisende Planeten in derart geringem Abstand vom Zentralgestirn geschlossen werden muss.
  2. #2

    -

    Zitat von hg.hildebrandt Beitrag anzeigen
    In 1000 Lichtjahren Entfernung werden zwei Planeten "beobachtet". Deren Existenz und ihre Durchmesser werden lediglich aus Helligkeitsschwankungen des Zentralgestirns ermittelt....
    Die Astronomie und und Kosmologie sollte in Erwägung ziehen, dass die Strahlungsleistung eines Sterns durchaus Schwankungen aufweisen kann, ohne dass auf kreisende Planeten in derart geringem Abstand vom Zentralgestirn geschlossen werden muss.
    Dass passt schon. man misst nämlich eben nicht die Helligkeitsschwankungen sondern über den Dopplereffekt die Geschwindigkeit mit der der Stern sich von uns entfernt und wieder auf uns zu bewegt. Aufgrund seiner Planeten entfernt sich ein Stern nämlich mal langsamer und mal schneller von uns. Steht der Planet in einer Linie Erde-Planet-Stern. So bewegt sich der Stern quasi ein wenig auf uns zu. Steht der Planet in der Linie Erde-Stern-Planet bewegt der Stern sich ein wenig von uns weg.

    Diese Bewegung kann man ganz präzise anhand der Spektrallinien Messen. Die Masse des Sternes ist in etwa bekannt und so kann man zusammen mit der Umlaufgeschwindigkeit abschätzen wie groß der Planet ist und wo er sich befindet.
    Alles kein Hexenwerk und ziemlich fundierte Wissenschaft.
    Wer sich selbst mal einnorden möchte wo er sich im Universum befindet:

    Position der Erde im Universum

    Das Bild in dem Wiki mal Hochauflösend runterladen und sich ganz winzig vorkommen.
  3. #3

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

    Zitat von hg.hildebrandt Beitrag anzeigen
    In 1000 Lichtjahren Entfernung werden zwei Planeten "beobachtet". Deren Existenz und ihre Durchmesser werden lediglich aus Helligkeitsschwankungen des Zentralgestirns ermittelt. Dazu werden Abbildungen im Artikel geliefert, die Realität vorgaukeln. Eine direkte Beobachtung der vermuteten Planeten ist völlig unmöglich,
    Wo ist das Problem? Indirekte Messungen sind in der Wissenschaft absoluter Standard. Beispielsweise kann man die Masse eines Elektrons auch nicht direkt bestimmen. Sie wird halt indirekt bestimmt, und zwar auf mehrere Stellen hinterm dem Komma genau.

    Bei der Angabe der Oberflächentemperatur wüßte ich allerdings schon gern, ob diese Angabe in dieser Form wirklich von den Wissenschaftlern kommt oder dazugedichtet oder "stark vereinfacht" wurde. Ich könnte mir vorstellen, daß die Originalaussage ungefähr so lautete, daß bei der gemessenen Strahlungsintensität der Sonne und dem Abstand dr Plaeten unter gewissen Annahmen theoretisch 22 °C erreicht werden.
    Zitat von hg.hildebrandt Beitrag anzeigen
    Zum Vergleich: Der Pluto als äußerster Planet unseres Sonnensystems ist nur ca. 4,5Mrd.km entfernt. Die Exoplaneten sind rund 2,1 Millionen mal weiter entfernt. Vom Pluto ist bisher kaum mehr bekannt als von diesen Planeten vermutet wird.
    Wieso kommen Sie zu dieser Annahme?
    Zitat von hg.hildebrandt Beitrag anzeigen
    Die Astronomie und und Kosmologie sollte in Erwägung ziehen, dass die Strahlungsleistung eines Sterns durchaus Schwankungen aufweisen kann, ohne dass auf kreisende Planeten in derart geringem Abstand vom Zentralgestirn geschlossen werden muss.
    Ich glaube, Sie können davon ausgehen, daß die Astronomen ihr Handwerk durchaus verstehen.
  4. #4

    Zitat von hg.hildebrandt Beitrag anzeigen
    Dazu werden Abbildungen im Artikel geliefert, die Realität vorgaukeln.
    ...Journalisten... :-(

    Zitat von hg.hildebrandt Beitrag anzeigen
    Die Astronomie und und Kosmologie sollte in Erwägung ziehen, dass die Strahlungsleistung eines Sterns durchaus Schwankungen aufweisen kann, ohne dass auf kreisende Planeten in derart geringem Abstand vom Zentralgestirn geschlossen werden muss.
    Damit haben Sie sich als nicht "vom Fach" geouted. Die Herren Wissenschaftler sind sicher nicht so bloed wie Sie unterstellen. Die Plantenjagd ist anspruchsvoll aber in einem gewissen Rahmen technisch machbar. Die Kepler-Sonde zeigt dies eindrucksvoll.

    Grusss
  5. #5

    ...

    Zitat von hg.hildebrandt Beitrag anzeigen
    In 1000 Lichtjahren Entfernung werden zwei Planeten "beobachtet". Deren Existenz und ihre Durchmesser werden lediglich aus Helligkeitsschwankungen des Zentralgestirns ermittelt. Dazu werden Abbildungen im Artikel geliefert, die Realität vorgaukeln. Eine direkte Beobachtung der vermuteten Planeten ist völlig unmöglich,

    Zum Vergleich: Der Pluto als äußerster Planet unseres Sonnensystems ist nur ca. 4,5Mrd.km entfernt. Die Exoplaneten sind rund 2,1 Millionen mal weiter entfernt. Vom Pluto ist bisher kaum mehr bekannt als von diesen Planeten vermutet wird.

    Die Astronomie und und Kosmologie sollte in Erwägung ziehen, dass die Strahlungsleistung eines Sterns durchaus Schwankungen aufweisen kann, ohne dass auf kreisende Planeten in derart geringem Abstand vom Zentralgestirn geschlossen werden muss.
    Künstlerische Darstellungen von Himmelskörpern sind zur Visualisierung m.E. legitim, wenn sie als solche gekennzeichnet sind. Ist hier allerdings nicht der Fall. Allerdings lesen solche Artikel in der Regel sowieso nur an der Thematik interessierte und den dürfte bewusst sein, dass das keine "echten" Bilder sind.

    Pluto ist kein Planet (mehr). Wäre Pluto ein Planet, wäre er nicht der äußerste Planet unseres Sonnensystems. "Kaum mehr bekannt" stimmt wohl kaum, erst vor kurzem wurde ein weiterer Pluto-Mond entdeckt. Ist bei einem Exoplaneten schon ein Trabant entdeckt worden? Ist mir nicht bekannt.
  6. #6

    Astronomen und ihr Handwerk

    Zitat von ArnoNym Beitrag anzeigen
    ...
    Ich glaube, Sie können davon ausgehen, daß die Astronomen ihr Handwerk durchaus verstehen.
    Astronomie ist ein schönes Fach, aber das glaube ich nicht. Es ist auch kein Handwerk. Ich erinnere mich, letztes Jahr kamen neue Ergebnisse zu tage, die zeigen, dass sich unsere Galaxie mit fast doppelt so hoher Geschwindigkeit dreht, sprich man lag Jahrzehnte lang um fast 100% falsch.

    Solche Fehlerraten dürfen Sie in einem Handwerk nicht aufdecken, sonst isser weg der Meister.
  7. #7

    ---

    Zitat von hg.hildebrandt Beitrag anzeigen
    Eine direkte Beobachtung der vermuteten Planeten ist völlig unmöglich,
    [...] Die Astronomie und und Kosmologie sollte in Erwägung ziehen, dass
    Die Astronomie ist _die_ Wissenschaft fuer ausgefeilte indirekte Aussagen. Dagegen ist Forensik gelegentlich pillepalle. Das Sie das nicht wissen, ist sicher verzeihlich.
    Das sie den Leuten aber sofort wohlfeile Ratschlaege geben meinen zu muessen, iat eher ein auszeichnendes Merkmal des gemeinen SPON-Forenschreibers :-)
  8. #8

    Artikel falsch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neuer Erfolg für Planetenjäger: Das Weltraumteleskop "Kepler" hat die beiden bislang kleinsten bekannten Planeten entdeckt, die einen fernen Stern umkreisen. Einer von ihnen ist kleiner als die Erde selbst.
    Doppelrekord: Forscher finden Planeten von der Größe der Erde - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Es wurden bereits in den 90ern Planeten um ferne Sterne entdeckt, die kleiner sind als die Erde. Ja, auch Pulsare sind Sterne, nämlich Neutronensterne. Dank der im Vergleich zur optischen Astronomie deutlich empfindlicheren Radioastronomie ist es sogar möglich, auf diese Weise Kometen um ferne Sterne zu finden.

    Zum Vergleich:

    Kepler20:
    0,87 bzw. 1,03 Erdmassen in 1000 Lichtjahren Entfernung, 2011 entdeckt.
    PSR 1257+12
    Planeten: 0,022-, 4,13- 3,81 Erdmassen (Entdeckung 1992-94)
    Kometen: 0,2 Plutomassen (Entdeckung 2002)
    Nur weil sich Journalisten immer auf die Planeten sonnenähnlicher Sterne stürzen, heisst das noch lange nicht, dass man deshalb Unwahrheiten verbreiten darf.
  9. #9

    Astronomie kein Handwerk

    Zitat von ReneMeinhardt Beitrag anzeigen
    Ich erinnere mich, letztes Jahr kamen neue Ergebnisse zu tage, die zeigen, dass sich unsere Galaxie mit fast doppelt so hoher Geschwindigkeit dreht, sprich man lag Jahrzehnte lang um fast 100% falsch.

    Solche Fehlerraten dürfen Sie in einem Handwerk nicht aufdecken, sonst isser weg der Meister.
    Zugegeben, die Astronomie ist keine Schreinerwerkstatt. Sondern eine Naturwissenschaft. Und zum Wesen einer Naturwissenschaft gehört es u.a., dass neuere, exaktere Messergebnisse ältere Messungen oder Abschätzungen ersetzen können, wie in dem von Ihnen erwähnten Fall die Messungen des Very Long Baseline Arrays aus dem Jahr 2009, die die älteren *Abschätzungen* korrigiert haben.
    Dass die Naturwissenschaften ihren Wissensbestand ständig verbessern, ist aber doch kein Einwand gegen die Wissenschaften.
    Außerdem hat die Astronomie, ebenso wie die anderen Naturwissenschaften, jede Menge handwerkliche Aspekte. Auch Astronomen verstehen etwas von ihrem Fach.








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