Dopingaffäre: Armstrong verliert weitere Sponsoren

REUTERSEs wird einsam um Lance Armstrong: Der des systematischen Dopings beschuldigte frühere Radprofi verliert nach und nach seine Unterstützer. Nach Nike und einer US-Brauerei haben nun auch der Fahrradbauer Trek und eine Fitnesskette ihre Sponsorenverträge mit Armstrong beendet.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/ar...-a-861926.html
  1. #1

    Naiv

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es wird einsam um Lance Armstrong: Der des systematischen Dopings beschuldigte frühere Radprofi verliert nach und nach seine Unterstützer. Nach Nike und einer US-Brauerei haben nun auch der Fahrradbauer Trek und eine Fitnesskette ihre Sponsorenverträge mit Armstrong beendet.

    Armstrong verliert weitere Sponsoren - SPIEGEL ONLINE
    Die Ratten verlassen das sinkende Schiff!
    Auch hier die naive Argumentation "man sei enttäuscht"! Damit geben diese Unternehmen zu das sie entweder keine der erbrachten Leistungen hinterfragt haben, was schon traurig genug wäre, oder sie heucheln ganz einfach der Welt was vor, damit ihr Image nicht beschädigt wird. Widerlich!
  2. #2

    Es ist alles völlig verlogen und hinterhältig. Jeder Sponsor wird gewusst haben, was da hinter den Kulissen läuft. Es ist ja nicht so, als ob erst in den letzten Tagen überraschend bekannt wurde, dass Armstrong im großen Stil gedopt hat. Sie waren alle im Bilde. Und den Sponsoren wird es recht gewesen sein, das ihm jedes Mittel für den maximalen Erfolg recht ist.

    Ich habe vor ein paar Jahren mit einem Freund aus den USA drüber gesprochen. Er meinte, es sei doch egal - Lance sei der Beste, weil er es so clever macht, dass niemand ihm was beweisen kann. Nicht anders werden Sponsoren auch gedacht haben.

    TREK müsste sich ganz aus dem Radsport zurück ziehen, wenn Doping nicht mit den Markenwerten übereinstimmt. Nur ist das für einen Fahrradhersteller ziemlich blöd.
  3. #3

    Sehr schön

    Wahrscheinlich sah er das kommen und hat u.a. auch deshalb auf weitere juristische Schritte verzichtet - wer sollte seine Anwälte bezahlen? Er nun sicher nicht mehr...

    Späte Gerechtigkeit. Fehlen nur noch ein paar Schadenersatzklagen.
  4. #4

    Wann kommt die Nachricht

    das ihn sein Friseur aufgefordert hat nicht mehr den Laden zu betreten von wegen geschäftsschädigend und so.
    Das der Mann im Arsch ist,weiß jetzt jeder,regelmäßige Nachtretereien bringen uns nirgendwohin.
  5. #5

    Alles einziehen.

    Sollte sich das alles bestätigen sollte auch Armstrongs Vermögen eingezogen werden.
  6. #6

    Heuchelei schlimmsten Ausmasses

    Jeder, absolut jeder der auch nur einigermassen klar denken kann, weiss dass die Leistungen die Radfahrer speziell bei der Tour de France bringen nicht möglich sind.
    Vielleicht einmal an einem Tag, aber nicht tagelang hintereinander. Dafür ist der Mensch nicht gebaut. Aber den Helden der Landstrasse zu zujubeln, ihre Produkte kaufen, sie für die unmenschlichen Leistungen zu bewundern um sie dann, wenn bewiesen ist was jeder wusste, zu verdammen ist nicht besser als Doping selber.

    Besonders heuchlerisch sind die Firmen die jetzt mit Millionenklagen Armstrong ruinieren wollen. Auch sie haben es geahnt, wenn nicht gewusst. Solange nichts bewiesen war haben sie es wohlwollend in Kauf genommen. Denn nur Sieger verkaufen Produkte. Ein 2. Platz oder gar ein 5., 6. Platz sind indiskutabel.
    Die Firmen haben ihr Geschäft längst gemacht. Die Produkte für die Armstrong stand sind längst verkauft, die Gewinne verbucht. Jetzt den Einsatz, sprich die Sponsorgelder wiederhaben zu wollen bedeutet nur im Nachhinein nicht mal dafür zahlen zu wollen dass man so sehr profitiert hat von der glorreichen Gestalt Armstrong.

    Wenn die Firmen ihr Geld wiederhaben wollen, dann sollten sie auch den zusätzlichen Gewinn den Armstrong ihnen beschert hat abführen. Dann sollten sie nicht nur die Kosten erstattet bekommen sondern auch den Gewinn gegenrechnen. Mal sehen welche Firma unter diesen Umständen dann noch klagen will.
  7. #7

    Peanuts..

    da wird sich doch binnen kürzester Zeit der ein oder andere Sponsor finden, ich denke da an: Bayer, Roche, BASF, evtl. Ratiopharm, Pfizer usw.
    Das Ganze war dann eine Langzeitstudie, um die Ungefährlichkeit leistungsstärkender Substanzen zu beweisen. Lance ist dann der Held der Pharmaindustrie!
    Solche Männer braucht die Welt! //Ironie aus//
  8. #8

    ...

    Zitat von das_schwampel Beitrag anzeigen
    Es ist alles völlig verlogen und hinterhältig. Jeder Sponsor wird gewusst haben, was da hinter den Kulissen läuft. Es ist ja nicht so, als ob erst in den letzten Tagen überraschend bekannt wurde, dass Armstrong im großen Stil gedopt hat. Sie waren alle im Bilde. Und den Sponsoren wird es recht gewesen sein, das ihm jedes Mittel für den maximalen Erfolg recht ist.

    Ich habe vor ein paar Jahren mit einem Freund aus den USA drüber gesprochen. Er meinte, es sei doch egal - Lance sei der Beste, weil er es so clever macht, dass niemand ihm was beweisen kann. Nicht anders werden Sponsoren auch gedacht haben.

    TREK müsste sich ganz aus dem Radsport zurück ziehen, wenn Doping nicht mit den Markenwerten übereinstimmt. Nur ist das für einen Fahrradhersteller ziemlich blöd.
    Sorry, aber was glaubt ihr, was Unternehmen sind? Gemeinnützige Organisationen?

    Natürlich konnten sich die Marketingleute auch denken, dass dies wohl alles nicht mit rechten Dingen zugeht. Aber so lange nichts bewiesen ist, profitieren sie vom Image des Siegers. Und wenn dann doch etwas herauskommt, haben sie Austritts- und vielleicht sogar Schadenersatzklauseln in den Verträgen, mit denen sie einseitig kündigen können. Das wird dann in der benannten Form öffentlichkeitswirksam getan, man distanziert sich von den Machenschaften des Sportlers und erhält daraus sogar noch einen kostenlosen positiven Marketingeffekt. Denn jetzt steht die Marke nicht nur für Sieger, sondern auch für sauberen Sport.

    Klassische Win-Win-Situation. Wobei das Win-Win nur auf einer Seite zu Buche schlägt.
  9. #9

    Die Schäfchen....

    ..sind längst im Trockenen. Auch Armstrong ist nicht blöd und konnte sich über Jahre hinweg an zwei Fingern ausrechnen, was da früher oder später auf ihn zukommen wird. Er wird genauso systematisch wie in seiner aktiven Zeit dafür gesorgt haben, dass jeder Cent, den er sich erschwindelt hat, für Schadensersatzklagen unerreichbar weit weg ist. Er wird nun zeitnah die Hosentaschen umkrempeln und sagen, dass er pleite ist, und von da an auf einer beschaulichen Südseeinsel Kokosnüsse auslöffeln. Das, so meine ich, ist der viel größere Betrug.