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Doku über "Landshut"-Entführung: Tod an Bord

ZDF/ SWRDer Entführer, dein Freund und Mörder: Vier Tage saßen die Geiseln 1977 in der Lufthansa-Maschine "Landshut" fest. Die aufwühlende 3sat-Doku "Im fliegenden Sarg" rekonstruiert das Geschehen aus Sicht der Opfer - und spiegelt dabei die paradoxen Gefühle der Gefangenen.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/3sat...-a-861471.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Entführer, dein Freund und Mörder: Vier Tage saßen die Geiseln 1977 in der Lufthansa-Maschine "Landshut" fest. Die aufwühlende 3sat-Doku "Im fliegenden Sarg" rekonstruiert das Geschehen aus Sicht der Opfer - und spiegelt dabei die paradoxen Gefühle der Gefangenen.

    3sat: Doku über die "Landshut"-Entführung "Im fliegenden Sarg" - SPIEGEL ONLINE
    Wieviele Dokus zu einem Thema brauchen wir denn nun noch? Immer dasselbe.
    Vorschlag: Die technische Seite der Landshut, wie abgefahren waren die Reifen tatsächlich nach der Entführungsodyssee, eine Profilanalyse von 1977?
    Oder: Die Blackbox der Landshut, neueste Erkenntnisse des Funkverkehrs!

    Essen: Unterbrechung der Kühlkette bzgl. der aufgenommenen Gerichte an Bord, als die Klimaanlage ausfiel! Wer bekam alles Bauchschmerzen.
    Nach 35 Jahren wissen wir, dass die RAF eine verstörte Gruppe von Pseudointellektuellen (teils mit und ohne Abschluss) war, die jedem Bundesbürger ein Flut von Gesetzen beschert haben, die es so vorher nicht gab (Verhandlung ohne Beisein des Angeklagten).
    Warum wird nicht permanent darüber berichtet?

    Das Thema langweilt und wirkt genauso ausgereizt und antiquiriert wie Guido Knopps Dokus.
  2. #2

    wenn sie...

    zu der doku: diese scheint sich ja wirklich vom bisher präsentierten zu unterscheiden, im übrigen bin ich der meinung, daß die aktionen der raf nach 35 jahren ein bißchen bagatellisiert werden: anders kann ich mir den heutigen umgang mit diesen verbrechern (wie oft bekam ein boock denn schon eine plattform im fernsehen?) in der öffentlichkeit nicht vorstellen. Es ist für mich eine verhöhnung der opfer (ja, es kamen auch "einfache leute" damals durch den terror ums leben...), wenn "ehemalige" terroristen (ja, hab ich denn so eine einstellung oder nicht....sich nach jahren geläutert geben und sich anpassen ist noch mehr als opportunistisch und zeigt, daß die raf-weltverbesserer doch nicht so besessen waren von Ihrer Ideologie) sich regelmässig im fernsehen produzieren können und von unserer gesetzgebung begnadigt werden. Die raf-mitglieder sind rehabilitiert, die angehörigen, die durch die anschläge ihre väter oder ehemänner verloren haben, müßen ihr leben lang mit dem erlittenen zurechtkommen.
    ich finde die 3sat filme zum 35. jahrestag dieser geschehnisse bisher sehr gelungen, nur das aufklären der folgenden generationen durch solche dokumentationen kann eine verharmlosung des terrors und der gewalt verhindern (und dies bezieht sich nicht nur auf den deutschen herbst)
  3. #3

    Falsche Bezeichnung

    Der Kapitän wurde nicht "hingerichtet", sondern ermordet. Wenn man die vierte Terroristin ebenfalls getötet hätte, wäre das eine Hinrichtung gewesen. Weshalb das nicht geschehen ist, ist für mich heute noch unbegreiflich!
  4. #4

    Sie haben sich umgebracht???

    Zitat von groller Beitrag anzeigen
    Der Text zu Bild 4 bedarf einer Korrektur: Helmut Schmidt war Bundeskanzler, nicht Bundespräsident.
    Wie kann der SPIEGEL das wissen? Helge Lehmann hat in seiner Dokumentation horrende Zweifel aufgedeckt und wird morgen in Berlin dazu eine Pressekonfrenz abhalten. Bei Raspe und Baader wurden keine Schmauchspuren an den Händen gefunden, auf den Waffen waren keine Fingerabdrücke und - die Pistole die neben Baader lag war gesichert. Bei Gudrun Ensslin wurde ein allgemein beim Tod durch Erhängen üblicher Histamin-Test nicht gemacht. Lehmann wird noch weitere höchst verdächtige details bekannt geben.
  5. #5

    Inhaftierte Terroristen=Geiseln des Staates ?

    "Statt der Geiseln, welche die Geiselnehmer freipressen wollten" - oder wie ist das zu verstehen?
  6. #6

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Entführer, dein Freund und Mörder: Vier Tage saßen die Geiseln 1977 in der Lufthansa-Maschine "Landshut" fest. Die aufwühlende 3sat-Doku "Im fliegenden Sarg" rekonstruiert das Geschehen aus Sicht der Opfer - und spiegelt dabei die paradoxen Gefühle der Gefangenen.

    3sat: Doku über die "Landshut"-Entführung "Im fliegenden Sarg" - SPIEGEL ONLINE
    Gerade gestern lief wieder "Mogadischu".
    Irgendwann wird es echt zuviel.
  7. #7

    Zitat von brusl189 Beitrag anzeigen
    Das nennt sich Zeitgeschichte und wenn es Sie langweilt, dann lesen Sie doch einfach etwas anderes.
    Seit 1997 wird man jährlich mit diesem Thema zugeschmissen.
    Ach ja, wenn Sie meinen Beitrag nicht mögen, lesen Sie ihn nicht.
  8. #8

    Zitat von tw1974 Beitrag anzeigen
    Das Gute ist ja: Niemand wird gezwungen, die Doku zu sehen, auch Sie nicht.
    Wenn Sie meinen ich schaue nur RTL II o. a. täuschen Sie sich.
    Die Beteiligten der damaligen Zeit üben sich in Geheimniskrämerei wie die Amis mit dem ihren nebulösen Andeutungen über den Kennedy Mord.

    Ich habe die Dokus dieser Woche bereits gesehen. Finden Sie es vielleicht aufschlußreich, wenn ein Ex - Gefängnisdirektor von Stammheim aussagt, dass er zwar zu diesem Thema etwas sagen könnte, es aber nicht tut. Was soll das? So eine Doku kann ich mir schenken. Da spricht ein H. Schmidt BK a. D. über einen Haufen Kerle (keine Terroristen!), aber ein Gefängnisdirektor mystifiziert alles, da er nicht zugeben will, dass die Stammheimer Insassen abgehört wurden.

    Außerdem langweilt mich Book, da er seit Jahrzehnten immer dasselbe erzählt. Lese Butz Peters Buch (nicht immer nur BM - Komplex), wie andere Terroristen sich über die Medienpräsenz von Book lustig machen.
    Aber ich soll mir das Leid von Mogadischu anschauen, dass soll ich dann verstehen und ertragen, während der damalige Rechtsstaat eigenes Recht unterlief und sich mit seiner GSG - 9 Truppe ins Rampenlicht stellt?
    Man kann stundenlang darüber diskutieren, aber nach 35 Jahren ist es überholt. Fragen Sie mal heute jungen Menschen nach der RAF, da bekommen Sie höchstens eine Gegenfrage, ob das eine neue RAP - Combo ist. Deswegen wird also so ein Aufsehen gemacht????
    Denken Sie mal darüber nach!
  9. #9

    Helmut Schmidt 2007 zum Deutschen Herbst

    Zitat von josseff Beitrag anzeigen
    Wie kann der SPIEGEL das wissen? Helge Lehmann hat in seiner Dokumentation horrende Zweifel aufgedeckt und wird morgen in Berlin dazu eine Pressekonfrenz abhalten. Bei Raspe und Baader wurden keine Schmauchspuren an den Händen gefunden, auf den Waffen waren keine Fingerabdrücke und - die Pistole die neben Baader lag war gesichert. Bei Gudrun Ensslin wurde ein allgemein beim Tod durch Erhängen üblicher Histamin-Test nicht gemacht. Lehmann wird noch weitere höchst verdächtige details bekannt geben.
    Im Zeit- Interview zu 30 Jahre Deutscher Herbst sagte der Altkanzler (ungefährer Wortlaut) "Schlimmer als diverse nationale Terrorismen wie Rote Brigaden, RAF ist staatlicher Terrorismus". Auf die Nachfrage: Wie meinen Sie das? antwortete Schmidt: "Lassen wir das, aber ich meine wirklich was ich sage".
    Meinte er GLADIO? Oder die seit den 50ger Jahren in Mitteleuropa operierende "Stay behind"-Organisation?
    Vielleicht sind sie ja um Mitternacht in Stammheim eingedrungen und haben kurzen Prozess gemacht.








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