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Doku "The Act of Killing": "Wir sind Gäste eines kannibalischen Gelages"
Berlinale / WOLFWie tötet man Menschen? In der Berlinale-Dokumentation "The Act of Killing", prahlen Ex-Paramilitärs aus Singapur mit Massenmorden in den sechziger Jahren. Regisseur Joshua Oppenheimer erklärt im Interview, warum wir alle den Mördern viel näher sind, als wir glauben.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/jo...-a-883335.html
- #1 16.02.2013 15:32 von
Das ist leider wahr, "der Mensch ist des Menschen Wolf", oft mit den allerbesten Absichten.
- #2 16.02.2013 16:19 von
- #3 16.02.2013 16:20 von
Wie wahr
Der Heldenmythos ist die Grundlage einer moralfreien Geschichtsschreibung, in der Massenmörder Privilegien genießen. Massenmord als etwas Heldenhaftes zu feiern, ist der Grundstein für Straffreiheit.Alle Gesellschaften sind auf Massengewalt aufgebaut. Amerika, Großbritannien, Holland, Russland, China. In der Regel werden die Täter nicht zur Verantwortung gezogen.Das sind ein paar bemerkenswerte Sätze.Wir sind alle sind Gäste eines kannibalischen Festgelages. Und wir wissen das und wir fühlen uns schlecht deswegen, aber wir funktionieren weiter, leben, kaufen ein, konsumieren. Sind wir damit nicht den Tätern viel näher als wir glauben? - #4 16.02.2013 16:23 von
- #5 16.02.2013 16:25 von
Aufgabe
Wenn wir die Starffreiheit für solche Menschenüberall abschaffen und wenn wir verstehen das es diese Gewalt überall gibt, dann werden wir das Grauen es 20 Jhd überwinden
- #6 16.02.2013 17:16 von
...
Dieses Interview ist für mich ein Highlight unter den Artikeln der letzten Jahre.
- #7 16.02.2013 17:19 von
Jean Rostand:
"Kill one man, and you are a murderer. Kill millions of men, and you are a conqueror. Kill them all, and you are a god." Oder auf gut Deutsch.. im Westen nichts neues, inklusive wie langweilig Deutscher Film ist.
- #8 16.02.2013 17:23 von
Es gibt zu wenige Menschen ...
.. die unsere strukturelle Verstrickung in die globale Realität von Unterdrückung und Ausbeutung so unverstellt anschauen, wie H. Oppenheimer. Es gibt praktisch niemanden, der bereit wäre, von den Privilgien und dem Wohlstand, den wir dadurch genießen, Abstand zu nehmen, ganz egel wieviel Grauen das andernorts in der Welt (vielleicht) verhindern würde. Mir geht es bei solchen Themen immer wieder so, dass ich erschrocken denke: Vielleicht sind nicht die Schlächter die widerlichsten Gestalten....
- #9 16.02.2013 17:49 von
...was die "Guten" nur denken....Immerhin, diese können sich kontrollieren...wenn es die Umstände zulassen. Wir sind nun mal immernoch "Steinzeitjäger" im Spätkapitalismus.
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