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Doktorschwindel bei Juristen: Nassgekämmte Jungdynamiker auf Titeljagd

Auffällig viele windige Dissertationen schrieben Plagiatoren in und über Juristerei. SPIEGEL-Autor Dr. jur. Thomas Darnstädt nimmt darum sein eigenes Fach aufs Korn und sagt: In den Rechtswissenschaften herrscht eine Kultur der Kumpanei.

http://www.spiegel.de/unispiegel/hef...773856,00.html
  1. #1

    .

    Mal die blöde Gegenfrage. Stört das jemand außerhalb dieses inzestuösen Kreises, ob sich die Juristen nun auch noch gegenseitig den Dr. jur. zuschieben? Ist das für irgendwen anderen von Belang?
  2. #2

    Es nicht alles Gold...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auffällig viele windige Dissertationen schrieben Plagiatoren in und über Juristerei. SPIEGEL-Autor Dr. jur. Thomas Darnstädt nimmt darum sein eigenes Fach aufs Korn und sagt: In den Rechtswissenschaften herrscht eine Kultur der Kumpanei.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/hef...773856,00.html
    ...was glänzt.
    Ein Bekannter schloss vor einiger Zeit seine jur. Dissertation mit scl ab. Die Bewertung seiner Arbeit musste er selbst (!) schreiben, der Doktorvater hatte keine Lust dazu. Wer weiß, vielleicht hat der Doktorvater die Arbeit wenigstens mal gelesen oder überflogen...

    Zu den zahlreichen Preisen für Dissertationen meinte der Bekannte: Dies sei oft ein Geschachere nach dem Motto: Jetzt muss auch mal wieder der und der Lehrstuhl oder der und der Doktorvater für eine von ihm betreute Arbeit ausgezeichnet werden...
  3. #3

    Nein!

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Mal die blöde Gegenfrage. Stört das jemand außerhalb dieses inzestuösen Kreises, ob sich die Juristen nun auch noch gegenseitig den Dr. jur. zuschieben? Ist das für irgendwen anderen von Belang?
    Warum sollte es? Mich interessiert nicht mal der Doktortitel bei meinem Hausarzt.
  4. #4

    Überhaupt Promotion in diesen Fächern

    Vielleicht sollte man sich überlegen, ob man Promotionen außerhalb der "harten" Wissenschaften (wie Naturwissenschaften und Ingenierwissenschaften, eben alles was rechnen, wiegen oder messen kann...) überhaupt noch zuläßt.
    Und ob man das, was in den Geisteswissenschaften, Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften forschenderweise für diese Unmengen an Promotionen als Arbeiten abgeliefert wird nicht endlich in den Bereich der Scharlatanierie einordnet (und ja, ich komme aus einem dieser drei Bereiche, darf das also sagen...).
    So viel weltbewegend neues das es ständig zu erforschen gilt hat man hier auch nicht. Und wenn es dann etwas neues gibt reicht dies m.E. aus um die paar Habilitationen und die Diplomarbeiten/ Masterarbeiten sinnvoll zu bestücken.

    Der Rest ist doch in vielen Fällen nur reines Abschreiben (natürlich mit Fußnoten) und neu Zusammenfügen von Aussagen die bereits andere getroffen haben. Und überprüfbar und bewertbar ist da - im Gegensatz z.B. zu einer Meßreihe oder mathematischer Herleitung bei einem Naturwissenschaftler in vielen Fällen überhaupt nichts.
    Wenn ich da an das Thema der Diss. aus dem erweiterten Familienkreis denke. Da gib es sinngemäß um die Bedeutung der Katze in der englischen Literatur des 19. Jahrhunderts... Wie will man das sinnvoll beurteilen?
  5. #5

    !

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Mal die blöde Gegenfrage. Stört das jemand außerhalb dieses inzestuösen Kreises, ob sich die Juristen nun auch noch gegenseitig den Dr. jur. zuschieben? Ist das für irgendwen anderen von Belang?
    Akademikerinnen auf Jagd nach Ehepartnern.
    Ohne Dr. nix los.
  6. #6

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Mal die blöde Gegenfrage. Stört das jemand außerhalb dieses inzestuösen Kreises, ob sich die Juristen nun auch noch gegenseitig den Dr. jur. zuschieben? Ist das für irgendwen anderen von Belang?
    Für selbsternannte Hexenjäger scheinbar schon.
  7. #7

    Netze

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auffällig viele windige Dissertationen schrieben Plagiatoren in und über Juristerei. ... In den Rechtswissenschaften herrscht eine Kultur der Kumpanei.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/hef...773856,00.html
    Und auffällig viele BT-Abgeordnete/Regierungsmitglieder sind Juristen.
    Wirtschaft, Recht, Politik
    Kultur der Kumpanei
    Hört sich alles wie "Suppe" an
  8. #8

    y

    Zitat von walter_e._kurtz Beitrag anzeigen
    Und auffällig viele BT-Abgeordnete/Regierungsmitglieder sind Juristen.
    Wirtschaft, Recht, Politik
    Kultur der Kumpanei...
    Zitat aus dem Artikel
    ...Der Doktor als Glitzerding hat sich von seiner ursprünglichen Verwendung, dem Ausweis akademischer Qualifikation, weitgehend gelöst...
    So lange Firmen, Personaler, Politiker, Sie und ich uns von einem Doktortitel beeindrucken lassen., wird das wohl auch so bleiben.

    Sollte man ändern, zusammen mit den unsäglich Adelstiteln oder Bestandteilen des Namens...
    Das passt alles heute nicht mehr und kommt eher altbacken und rückwärts gewandt daher.
  9. #9

    Als Dr. rer. nat.

    Zitat von DJ Doena Beitrag anzeigen
    Mal die blöde Gegenfrage. Stört das jemand außerhalb dieses inzestuösen Kreises, ob sich die Juristen nun auch noch gegenseitig den Dr. jur. zuschieben? Ist das für irgendwen anderen von Belang?
    stört es mich mehr für einen Arzt gehalten zu werden.








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