Mit zwei konnte er lesen, mit vier das Große Einmaleins, mit 13 war er Student - Marian Kogler ist hochbegabt. Als 18-Jähriger promoviert er jetzt in Halle und unterrichtet Studenten in theoretischer Informatik. Ein Leben im Zeitraffer - "ich konnte gut simulieren, älter zu sein".
http://www.spiegel.de/unispiegel/job...695952,00.html
Hat das Universum die Kausalität kausal hervorgebracht oder gab es sie schon, äh, ..., "davor" (was wiederum heissen würde, dass es Zeit schon vor dem Urknall gegeben haben müsste, wobei sich dann die Frage stellte, woher sie käme und ob es somit nicht ein Universum vor unserem Universum gegeben habe, was sofort die Frage nach sich ziehen würde, woher denn nun sämtliche Universen eigentlich kämen und wer oder was ihr Vorhandensein kausal hervorgebracht hätte)?
Jaja, als ob die "wissenschaftlich anerkannte" Erklärung, das Universum sei in einem Big Bang entstanden irgendwie mit weniger Fragezeichen auskäme als die Erklärung, Gott habe die Welt erschaffen. Immerhin existierte eine Zeitlang die scheinbar schlauere Ansicht, Gott habe die Welt nur initiiert, danach sei alles von alleine gemäss den Naturgesetzen abgelaufen.
Selbstverständlich hat heute kein einziger Wissenschaftler eine schlüssige Erklärung, was "Zeit" und "Raum" - die beiden Grundkonstanten wissenschaftlicher Denkweise - eigentlich sind, woher sie kommen, und ob sie letztlich nicht einfach nur leere Begrifflichkeiten ohne konkrete Bedeutung sind (und sich obendrein bloss wechselseitig definieren lassen).
Ich finde diese Ansicht nicht einleuchtender als die Idee des Schöpfungsaktes durch Gott. Oder durch ein Spaghetti-Monster.
Es ist halt bloss so, dass man sich schaurig aufgeklärt fühlen kann, wenn man auf den, zugegebenermassen etwas lächerlich wirkenden, Kreationisten herumhacken kann.
Warum denn erst warten bis er "zu groß" wird? So ziemlich jeder meiner Schulkameraden vom Gym hatte von neidgesteuerten ablehnenden Reaktionen von Normalbegabten zu berichten. Als "Streber" geächtet zu werden, weil man 1,0er-Durchschnitte anbringt obwohl man nichts dafür tut, ist mMn etwas was so ziemlich alle HB erfahren.
Und da frag ich mich doch warum? Wir können uns doch trotzdem in normalen Welten zurechtfinden, aber das sind dann eben in der Freizeit selbstgewählte Freunde, und man kann den Kontakt auch einfach abbrechen.
Wenn ich auf der Arbeit nicht von den Kollegen akzeptiert würde, geh ich doch auch einfach und beiß mich nicht durch. Was soll das bringen? Man hat doch nur das eine Leben und das sollte man doch so angenehm wie möglich verbringen.
Ausserdem ist die Atmossphäre auch einfach eine ganz andere gewesen. Du glaubst nicht was heutzutage auch auf üblichen Gym-Schulhöfen stattfindet an offener und subtiler Gewalt, verbal, nonverbal, oder offen aggressiv körperlich. Das gabs bei uns alles nicht. Deswegen waren wir aber keine Musterschüler, unser Schulhof galt zu meinen Zeiten als der größte Cannabis-Umschlagsplatz ^^. Ja, wir waren durchaus normale Jugendliche, als Punks und HipHopser in den Szenen der südlichen Stadtteile integriert.
An einer normalen Schule hätten sich aber mMn viele gar nicht zu einem normalen Jugendlichen, einem normalen Szenegänger, entwickeln können, weil sie von anfang an den "Streber"-Stempel gehabt hätten, und keinen Zugang zu den "coolen" Szenegänger-Grüppchen bekommen hätten.
Eine Fördergym für sportlich, sprachlich oder musisch begabte sorgt doch auch nicht dafür, dass diese Schüler nicht mehr mit anderen Menschen zusammenarbeiten können. Man ist ja nicht den ganzen Tag unter seinesgleichen.
Das erscheint mir - ich habe die "Laufbahn" eines Hochbegabten von Kleinkind bis jetzt zum mittleren Alter verfolgt - ein großes Problem zu sein.
Diese Regeln sind für sie (oder manche von ihnen) einfach nicht intuitiv verständlich. Sie müssen sie sozusagen "auswendig lernen" wie Grammatikregeln, sich das Verhalten danach bewusst einüben.
Das Problem ist doch nicht das Erkennen und Erlernen der Regeln, das Problem ist, sondern man findet keine wirklich guten Gründe für viele Umgangsweisen.
Warum z.B. viele Menschen denken, dass es sich nicht gehört Vorgesetzte zu berichtigen oder sachlich zu kritisieren, wird mir z.B. immer schleierhaft bleiben. Ich versteh die betroffenen Vorgesetzten nicht, die brüskiert wirken, und ich versteh Kollegen nicht die sagen:"du hast ja Recht, aber das kannste eben so nicht rüberbringen".
Wer den Sinn hinter solchen Regelungen nicht versteht, wird schwierigkeiten haben, sich daran zu halten, auch wenn er theoretisch weiss, was man von ihm erwartet.
Ich seh das aber nicht als mein Problem, sondern als das Problem der Menschen, die Umgangsformen erwarten, die keinen Sinn machen und wohl aus dem Ständedenken früherer Jahrhunderte stammen. Ich halte mich an Umgangsregeln wo ich den Sinn erkennen kann (ausreden lassen und sowas, was man sich als Besserwisser erstmal antrainieren muss ;) ), das restliche Zeugs entscheide ich aus der Situation heraus ob ich mich dran halte.
Die meisten Regeln sind auch nicht verständlich, weder intuitiv noch irgendwie anders, sie sind höchstens erklärbar aus den Ständegesellschaften der Vergangenheit heraus.
Man hat Schwierigkeiten, aber es ist machbar.
Ich verstehe auch z. B. den Sinn von Groß- und Kleinschreibung im Deutschen nicht, aber ich kann mich daran halten - musste mich daran halten als ich noch im Beruf war :-)
Ein Ausländer versteht auch nicht den Sinn der verschiedenen Artikel im Deutschen oder den Sinn darin, Vergangenheit noch einmal im Verb auszudrücken, wenn die Zeitform z. B.schon durch gestern ausgedrückt worden ist.
Wenn er korreckt deutsch sprechen will, muss er es einfach akzeptieren und lernen.
Ich verstehe auch nicht, warum man am Strand im Badeanzug rumlaufen darf, aber es in der Stadt, auf der Arbeit etc. nicht machen darf. Ich halte mich an diese für mich unsinnige Regel, aus offensichtlichen Gründen.
Etc.....
Bei einem Teil der HBs ist es wohl ähnlich - sie passen sich den Regeln an, die die überwiegende Mehrheit als selbstverständlich ansieht - aus welchen Gründen auch immer.
Wenn Sie damit in Kindergarten und Schule zurecht gekommen sind, ohne Leidensdruck für sich selbst oder andere und das auch jetzt noch so ist, dann ist das ja ok.
Ich schlage vor, einfach mal ein bisschen in einem Lexikon oder - wenn nicht vorhanden - in Wikipedia nachzuschauen, wer in der Vergangenheit solche Leistungen in so früher Jugend vollbracht hat.
Ob er sich sozial anpassen will/ muss, ist doch wohl seine persönliche Entscheidung. Wenn er daran scheitern sollte, ist das auch sein Ding! Aber was geht das Sie an? Wenn er Vorbild für andere ist oder ein Buch schreibt oder eine Vorlesung hält, tut er doch schon genug Soziales. Im Übrigen, was versteht denn so mancher hier unter "sozial"?