Doktor zu verkaufen: Wie Titelschummler in die Online-Falle tappen

Abitur, Promotion, MBA - welches Prädikat soll es sein? Mit einer satirischen Web-Seite für den Kauf von Abschlüssen aller Art ködert Christian Bücherl Hunderte Titelschummler pro Monat. Im Interview erklärt der Online-Unternehmer, wie die Möchtegern-Doktoren ticken.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...756826,00.html
  1. #70

    Völlig richtig!

    Zitat von HSV-Andreas Beitrag anzeigen
    Ist ja schön, dass die Seite als Satire verkauft wird. In Wahrheit steckt nichts anderes als eine clevere Geschäftsidee dahinter.
    Die Seite ist mit Google-Werbung zu recht lukrativen Suchbegriffen überhäuft. Die Texte sind suchmaschinenoptimiert geschrieben (deshalb enthalten sie auch so viele Schlagwörter). Auch Links in Artikeln auf Internetportalen mit hohem PageRank (SpOn) verbessern die Sichtbarkeit bei Google.

    Der Grundgedanke des Geschäfts ist folgender: Geneigte Titelkäufer googlen nach Begriffen wie "Titel kaufen", "Abitur fälschen", etc.. Sie klicken auf eines der ersten drei (!) Suchergebnisse, lesen ein bisschen im Text und verlassen die Seite mit einem Klick auf eines der vielen Werbebanner.
    Eine deutlichere Kennzeichnung als Satire würde der Geschäftsidee schaden: Wenn die Seite auf den ersten Blick als Satire erkennbar wäre, würden die potentiellen Titelkäufer sie sofort wieder schließen und nicht lange genug bleiben, um auf die Werbung aufmerksam zu werden. Außerdem wäre ein richtig satirisch-überzogener Text nicht optimal für das Google-Ranking.

    Wer es nicht glaubt: Obwohl der Zweck der Seite ja angeblich "Satire" ist, taucht "Satire" als Meta-Tag (das sind Angaben für Suchmaschinen zum Inhalt der Seite) nicht auf. Jemand der "Titelkauf Satire" googelt, gehört nicht zur Kern-Zielgruppe der Seitenbetreiber. Die Zielgruppe googelt nach folgenden Begriffen:
    "Titel kaufen Diplom Bachelor MBA Abitur Gesellenbrief Uni Abschluss ohne Studium Doktor Titel kaufen Professor Titel kaufen Adelstitel kaufen Abitur fälschen"

    Mit der gleichen Geschäftsidee betreiben die Besitzer von titel-kaufen.de übrigens auch eine Internetseite zum Thema "Braindrugs".
    Die Sache haben Sie völlig richtig erkannt! Und jetzt wollen diese Affen mit Hilfe des Spiegels noch mehr Kohle scheffeln. Auf den Index gehört der Mist und nicht in den Spiegel. Wie wär's mal mit einem Artikel über Abzockereien im Internet, liebe SPON-Autoren?
    Was mich aber wundert ist, dass manche immer noch Wert auf irgendwelche (mittelalterlichen) Adelstitel legen. Ich kenne auch einige arroganten Affen mit Adelstitel...
  2. #71

    Zielgruppen

    Zitat von olleolaf Beitrag anzeigen
    Weil die Linken nicht so prahlen wie SchwatzGeld.
    Auch die Dissertationen linker Politiker werden untersucht.
    Es wäre auch idiotisch als Linken-Politiker im linken Wählermilieu mit Bildung punkten zu wollen.
  3. #72

    Hallo

    Zitat von Einbauschrank Beitrag anzeigen
    Es wäre auch idiotisch als Linken-Politiker im linken Wählermilieu mit Bildung punkten zu wollen.
    mit Bildung will man punkten, aber nicht mehr der Ein(Bildung) sie haben da was missverstanden.
  4. #73

    Katastrophales - Alles-Mobbing

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Abitur, Promotion, MBA - welches Prädikat soll es sein? Mit einer satirischen Web-Seite für den Kauf von Abschlüssen aller Art ködert Christian Bücherl Hunderte Titelschummler pro Monat. Im Interview erklärt der Online-Unternehmer, wie die Möchtegern-Doktoren ticken.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...756826,00.html
    Ein fürchterlicher Beitrag:
    Was hält Menschen, wie diese 'Unternehmer' denn dazu an, solche Tests zu machen. Hier geht es um ein Leute-Bashing zweiter digitaler Ordnung.

    Die Internetseite entspricht nicht den Anforderungen nach dem TMG - also unseriös in deren eigener Auffassung.