Abitur, Promotion, MBA - welches Prädikat soll es sein? Mit einer satirischen Web-Seite für den Kauf von Abschlüssen aller Art ködert Christian Bücherl Hunderte Titelschummler pro Monat. Im Interview erklärt der Online-Unternehmer, wie die Möchtegern-Doktoren ticken.
http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...756826,00.html
Fuer die Richtigstellung, hier muss allen auch alles noch vorgekaut werden, damit er es auch dann irgendwann begreift.
passend dazu:
„ O dereito a pasmonear „ es erlaubt eine Aus-Zeit nehmen zu dürfen, als Ausgleich zum Jahrmarkt des Lebens in dem wir uns täglich befinden, der uns einfach keine Ruhe lässt. Der Deutsche ist abgerichtet wie ein Hund auf ein rein maschinelles abarbeiten von Prozessabläufen, also deswegen absolut unfähig einer menschlichen Reflexion. Es wird uns schon in der Schule wegerzogen das “Hans guck in die Luft“ als was schlechtes, unpatriotisches der Leistungsgesellschaft als unwürdig betrachtet.
Dabei ist es unsere letzte Chance die uns noch bleibt; um der Matrix zu entfliehen.
noch besser aber .
http://www.sprache-werner.info/Ich-denke.1587.html
"Ich denke"
Sprechblase, Warnung oder Täuschung?
Die Denk-Welle
Eine neue Welle breitet sich in Deutschland aus. Die Würde-ritis (ich würde sagen, glauben, meinen, hoffen) hat Konkurrenz bekommen. Schneller als jede Seuche überschwemmt die Denkwelle mit der Verbreitungsmacht der Medien Land und Leute.
Die falschen Doktoren fallen nur auf, weil sie am falschen Ende sparen wollen. Ein guter Ghostwriter kostet auch gutes Geld http://tinyurl.com/5ur6k9h , sonst wird das nichts mit dem Doktor.
Ist ja schön, dass die Seite als Satire verkauft wird. In Wahrheit steckt nichts anderes als eine clevere Geschäftsidee dahinter.
Die Seite ist mit Google-Werbung zu recht lukrativen Suchbegriffen überhäuft. Die Texte sind suchmaschinenoptimiert geschrieben (deshalb enthalten sie auch so viele Schlagwörter). Auch Links in Artikeln auf Internetportalen mit hohem PageRank (SpOn) verbessern die Sichtbarkeit bei Google.
Der Grundgedanke des Geschäfts ist folgender: Geneigte Titelkäufer googlen nach Begriffen wie "Titel kaufen", "Abitur fälschen", etc.. Sie klicken auf eines der ersten drei (!) Suchergebnisse, lesen ein bisschen im Text und verlassen die Seite mit einem Klick auf eines der vielen Werbebanner.
Eine deutlichere Kennzeichnung als Satire würde der Geschäftsidee schaden: Wenn die Seite auf den ersten Blick als Satire erkennbar wäre, würden die potentiellen Titelkäufer sie sofort wieder schließen und nicht lange genug bleiben, um auf die Werbung aufmerksam zu werden. Außerdem wäre ein richtig satirisch-überzogener Text nicht optimal für das Google-Ranking.
Wer es nicht glaubt: Obwohl der Zweck der Seite ja angeblich "Satire" ist, taucht "Satire" als Meta-Tag (das sind Angaben für Suchmaschinen zum Inhalt der Seite) nicht auf. Jemand der "Titelkauf Satire" googelt, gehört nicht zur Kern-Zielgruppe der Seitenbetreiber. Die Zielgruppe googelt nach folgenden Begriffen:
"Titel kaufen Diplom Bachelor MBA Abitur Gesellenbrief Uni Abschluss ohne Studium Doktor Titel kaufen Professor Titel kaufen Adelstitel kaufen Abitur fälschen"
Mit der gleichen Geschäftsidee betreiben die Besitzer von titel-kaufen.de übrigens auch eine Internetseite zum Thema "Braindrugs".
Gut, das ist völlig richtig. Abees geht ja nicht nur darum, sich mit dem Titel ansprechen zu lassen ("Herr Doktor Müller" statt "Herr Müller"), sondern auch seine eigene Karriere voranzutreiben. Der Dr. oder PhD im Lebenslauf ist eben immer noch ein netter Zusatz, und manche glauben halt, dass man sich sowas auch kaufen kann. Wobei ich vermute, dass bei dieser Satire-Seite auch viele Leute einfach mal ausprobieren, was passiert, wenn sie die Anfragen schicken. Die tatsächliche Anzahl der verärgerten Nachfrager (oder auch derer, die mehrfach nachfragen) wäre da sicher wesentlich aufschlussreicher.
- mouve ;o) -
Abitur, Master etc. sind zwangsläufige Abschlüsse einer schulischen oder universitären Ausbildung, eine Promotion ist das nicht. Im ärztlichen Bereich verliert sie zum Glück zunehmend an Bedeutung, gut so, hat doch die für die Promotion aufgebrachte Arbeit meist nichts mit der fachlichen Qualifikation für die tgl. ärztliche Arbeit zu tun. Die wenigstens Ärzte werden wissenschaftliche Arbeitsbereiche anstreben.
Man sollte in allen Bereichen die Promotion nur Leuten zugänglich machen die tatsächlich wissenschaftlich arbeiten, also nicht nebenberuflich und ab und zu, sondern hauptberuflich, wenigstens für die Dauer der Arbeit. Auch sollte die Grundvoraussetzung für den Beginn der Arbeit ein abgeschlossenes Hochschulstudium sein. Die Promotion als solche, die Qualität der Arbeiten würde dadurch aufgewertet und Scharlatane eher auffliegen.