Doktor-Pfusch: Plagiatsvorwurf gegen Stoiber-Tochter

Die Uni Konstanz prüft*derzeit Vorwürfe gegen eine prominente ehemalige Doktorandin. Sie soll sich für ihre Dissertation sehr frei aus fremden Texten bedient haben. Die mutmaßliche Abschreiberin ist Juristin und die Tochter von Edmund Stoiber.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...754088,00.html
  1. #250

    Das Handbuch könne Sie gerne

    Zitat von Ridcully Beitrag anzeigen
    ... die Auswahlkriterien bei der Zielfindung der Plagiatsjäger zu kennen. Ob da nicht irgendwo ein altes "Handbuch zur Diskreditierung unsozialistischer Objekte" des verblichenen Ministeriums für Staatssicherheit im Umlauf ist ...?
    haben. Sie besteht aus jeder Studienordnung und Prüfungsordnung der jeweiligen Universitäten. Es gibt Zitierregeln (z.B. Harward-Referencing; Quelle:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Harvard_referencing)

    Mit Sozialismus hat das sehr wenig zu tun, nur mit einer Gruppe von Menschen die sich, besonders nach Merkels Spruch: 'Ich habe ja keinen Wissenschaftler eingestellt', dafür einsetzt dass genau diese Wissenschaft weiterhin sauber arbeitet und in der Öffentlichkeit nicht völlig unglaubwürdig erscheint.

    Wenn dafür ein paar Doktorgrade wieder aberkannt werden, von mir aus gerne. Ich habe kein Problem damit.

    \begin joke
    Treffen sich zwei wissenschaftliche Mitarbeiter einer Universität. Sagt der eine zum anderen: 'Sag mal was machst Du eigentlich in Deiner knapp bemessenen Freizeit?' antwortet der Gefragte:'Ich bin Plagiatejäger, zwei Böcke haben wir schon geschossen, mal schauen wer als nächstes kommt.'
    \end joke

    Dank Wiki-Plag ist das Plagiate-Auffinden auch nicht mehr so Ressourcenraubend wie sonst. Denn es arbeiten sehr viele daran.

    Bevor sie auf Menschen schimpfen und Ihnen Kommunismus unterstellen, sollte Sie sich fragen: Welche Beweggründe haben diese Menschen diese Arbeit aufzunehmen und dies noch dazu in ihrer Freizeit zu tun?

    E.
  2. #251

    Genau und um die zu trennen gibt es WikiPlag

    Zitat von Wertheo Beitrag anzeigen
    Ich habe genug wissenschaftliche Arbeiten geschrieben und auch ein paar korrigiert oder beratend durchgecheckt - es ist wirklich nicht einfach, den Überblick zu behalten und alles perfekt zu zitieren. Ich rechne mich zu den besonders Gewissenhaften, habe alles immer mehrfach kontrolliert, und doch vergisst man mal was. Und wer schlampig arbeitet, muss noch lange kein Plagiator sein!! Sondern ist eventuell einfach nur ein Schlamper.

    Promikinder haben es in Deutschland wohl besonders schwer, unperfekt sein zu dürfen!! Das wäre für mich nämlich die andere Frage: welchen Anspruch von 100 % Perfektion legen wir denn noch an die Menschen in diesem Lande!

    Meine durchaus hochqualifizierte Schwester ist gerade am Auswandern, weil ihr der deutsche Perfektionsfetischismus so sehr auf die Nerven gegangen ist, dass sie in ein angelsächsisches Land geht, wo man eines weit besser kann: Fehler machen zu dürfen. Selbst die katholische Kirche pflegt zu sagen, dass kein Heiliger ohne Vergangenheit und kein Sünder ohne Zukunft sei, oder so ähnlich. Ja, Religionen lehren die Weisheit der Fehlerhaftigkeit, gerade der Heiligen. Das ist menschlich. Die säkularisierte Heiligkeit ist - der unmenschliche Perfektionswahn.
    Ich würde mir anmaßen zu schreiben, dass eine bereits KOPIERTE Einleitung und die Übernahme diverser Zeitungsartikel, plus die Gutachten des wissenschaftliche Dienstes des BT mehr als eine Schlamperei ist. Auch scheint der Plagiatsvorwurf gegenüber der Stoiber-Tochter nicht nur im Raum zu stehen sondern bewiesen.

    Jeder Wissenschaftler, sei er aus England oder aus den USA würde die oben genannten Beispiele auch als Plagiat identifizieren. Wie gesagt es geht nicht um einmal vergessene Anführungszeichen aber gesetzte Schlußzeichen oder so, sondern das Vorgaukeln, man habe die Leistung anderer Menschen erbracht.- Seitenlang!-

    E.
  3. #252

    Re: Manche sind nur Schlamper - und der deutsche Perfektionswahn nervt

    Zitat von Wertheo Beitrag anzeigen
    [...] B]Das wäre für mich nämlich die andere Frage: welchen Anspruch von 100 % Perfektion legen wir denn noch an die Menschen in diesem Lande![/B]
    [...]
    Wenn Sie denn so wissenschaftlich gearbeitet haben oder es aber weiterhin tun, dann wissen Sie doch bestimmt genau, dass eben formale Kriterien eingehalten werden müssen, die sich aus Studienordnung und Prüfungsordnung eines/r Studienganges/ Universität ableiten lässt. Ja auch ich hab mal eine Arbeit wegen formaler Mängel verbockt und gleich eine 3.7 kassiert; das im 1. Semester. Seit dem schreibe ich alle (Haus)Arbeiten in Englisch, da ich da weniger drohe was zu verbocken. Dennoch sehe ich die beklagte deutsche Genauigkeit als gerechtfertigt. Ihre talentierte Schwester, wird sich umschauen, dass es in England oder in den USA, nach wiss. Standards genau so abläuft wie in DE. Ich lese englische Veröffentlichungen in meinem Fach auch lieber, da dort noch mehr auf die Struktur geachtet wird als in DE. Es geht bei den WikiPlags nicht um überzogene (deutsche) Perfektion sondern schlicht und ergreifend um das Einhalten wissenschaftlicher Standards, die einem Studenten allerspätestens nach dem 2. Semester geläufig sein sollten. Ansonsten besteht er sein Studium nicht.

    E.
  4. #253

    Können Sie da noch ein paar

    Zitat von panzeraufklärungstruppe Beitrag anzeigen
    Ich habe eingie Jahre auf einer der bedeutendsten Universität der Welt verbracht. Was schätzen wieviel Personal eine Weltfirma aus der Computerbranche z.B. nicht ersetzten kann? Antwort nicht mehr als 10 Personen.
    fehlende Wörter einbauen!
    Sie meinen? Ich verstehe Sie nicht.
  5. #254

    Dr bl und Dr med und Dr. med wiss

    Zitat von peteres Beitrag anzeigen
    [...]
    Eine Doktorarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit, wer das nicht kapiert und den Titel nur als Blendwerk braucht, sollte es bleiben lassen und auf einen Ehrendoktor warten. Wie soll man denn die ehrlichen von den "Fake"-Doktoren unterscheiden ? Dr. hc. oder künftig Dr. bl. für "Blender"
    *LOL*
    Gute Idee, oder der Dr hc wird auf Antrag verliehen. Dann bin ich aber auch für eine obligatorische Vergabe des Dr. med mit der Approbation und eines Dr. med wiss. für eine richtige, forschungsnahe Doktorarbeit eines Mediziners! Denn die momentan vergebenen Dr med, sorry, dass bearbeite ich in einem Semester in einer meiner Hausarbeiten. Ich bekomme dafür nur einen Schein, die anderen einen Doktorgrad! Finde ich ungerecht. Weniger bin ich dafür das Niveau dieser Arbeiten (Disserationen außerhalb von Jura,BWL und Medizin) zu senken.

    E.
  6. #255

    Wer sich nicht auskennt...

    Zitat von Sandygirl Beitrag anzeigen
    Lustig. Finden sich nicht auch ein paar CDU Hacker, die die Dissertationen der SPD Leute prüfen?
    Sandygirl
    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Hacker braucht es dafür nicht, dass kann jeder mit einer Grundbildung in puncto wissenschaftlichem Arbeiten.
    Genau
    und die Dissertationen stehen der Öffentlichkeit zugänglich in den Universitätsbibliotheken.
    Best E.
  7. #256

    Der sichtbare Vermögenssschaden

    Zitat von majik Beitrag anzeigen
    Betrug? Wo ist denn da der Vermögensschaden, Kollege(in)?
    liegt beim Arbeitgeber, der die Besoldung desjenigen Welchen, der mit einem Plagiat einen ersteinmal rechtmäßigen Doktorgrad verliehen bekommt. Diese Besoldung liegt höher als bei einem Menschen ohne Doktorgrad, schließlich kann man sich mit einer Dissertation oder Habilititation für z.B. den höheren Dienst (sprich höhere Laufbahn einschlagen) bewerben.

    Aber auch die Geschädigten, von denen abgeschrieben worden ist, können ggf. die Einkünfte die der Plagiator durch den Verkauf der "eigenen" Dissertation eingenommen hat als (anteiligen) Schaden beziffern.

    Best E.
  8. #257

    Doktor gibts nicht einfach so!

    Zitat von zimrob Beitrag anzeigen
    .....Ist es etwa ehrenrührig, wenn nicht um der wissenschaftlichen Lust willen promoviert, sondern schlicht um den Doktorgrad zu erwerben?

    .....Ich denke, da würde man schnell erkennen, dass es nur in zweiter Linie um die Integrität der Wissenschaft geht und ín erster Linie um das Schlechtmachen unliebsamer Personen. ....
    "Erwerben" da haben Sie völlig Recht mit dem Ausdruck. Man kann einen Doktortitel rechtlich aber nicht "schlicht erwerben", zum Glück.
    Betrüger ihren Betrug nachzuweisen ist nicht "schlechtmachen". Das hat der Betrüger selbst getan.
    Die Konsequenz aus Ihrer Ansicht wäre ja, dass man Betrüger in Ruhe zu lassen habe (sie könnten ja "schlechtgemacht" werden ??). Verkehrte Welt bei Ihnen.
  9. #258

    who cares...?!

    wayn interessierts?
    schockt es uns wirklich, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten
    den Weg des geringsten Widerstandes geht?
    - Vollblutwissenschaftler? alles abgeschrieben!
    - ehrlicher handwerker? eher inkompetenter Pfuscher!
    -Traditions-Bäcker? eher TK-Rohling-Aufbacker!
    - Politiker mit Idealen? eher Lobbygesteuerter-Heißluft-Produzent!

    die Liste läßt sich beliebig fortsetzen.
    Mini-Max nennt sich das. Mit geringstem Einsatz maximalen "Erfolg" erzielen.

    Das haben die meisten von uns schon in der Schule perfektioniert :-)

    Woher kommt die Illusion, dass dies bestimmte Schichten, Eliten, Alterstufen etc nicht betrifft?
  10. #259

    Erst machen, dann urteilen!

    Zitat von elcycinu Beitrag anzeigen
    *LOL*
    Gute Idee, oder der Dr hc wird auf Antrag verliehen. Dann bin ich aber auch für eine obligatorische Vergabe des Dr. med mit der Approbation und eines Dr. med wiss. für eine richtige, forschungsnahe Doktorarbeit......
    Ich weiss ja nicht was Sie tolles studieren! Aber wenn Sie sich mal fair und ernsthaft mit der Promotion eines Mediziners auseinandersetzen werden Sie merken, dass es bei weitem nicht mehr so ist wie früher. Ebenso ist der Zuwachs an Gehalt durch die Promotion gleich null. In anderen Ländern (auch den angloamerikanischen) gibt es gar keine Arbeit mehr in der Medizin. Ansonsten kann ich Ihnen versichern, dass ein Mediinstudium auch aufgrund seiner vielen Examina nicht so einfach, dass man Alles geshenkt bekommt.Also versuchen Sie ihre Überhenlichkeit und ihren Frust nicht auf dem Rücken anderer Fakultäten auszuleben!