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Doktor-Affäre: Uni-Dekan widerspricht Koch-Mehrin

Der Vorwurf wiegt schwer: Silvana Koch-Mehrin behauptet, ihre Uni habe die Schwächen ihrer Doktorarbeit schon lange gekannt. Jetzt wehrt sich Dekan Manfred Berg im Interview: Formale und inhaltliche Defizite habe man früh entdeckt, die*Plagiate aber erst jetzt - die Technik war damals nicht so weit.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...768933,00.html
  1. #50

    !

    Zitat von sam clemens Beitrag anzeigen
    So blöd das auch klingen mag, ganz unrecht hat Koch-Mehrin nicht. Die Gutachter und die Fakultät tragen erhebliche Mitschuld.
    Welche denn? Dass die Gutachter kein fotografisches Gedächtnis haben? Dass sie zehntausende Seiten Fachliteratur nicht auswendig können?
  2. #51

    @firem

    Sehe ich auch so. Der deutsche Wissenschaftsbetrieb ist wie das mittelalterliche Lehnswesen - Lehnsherren, Vasallen, Aftervasallen, Lehnstreue, Gehorsam und Heeresfolge usw. Heutzutage nennt man das "Netzwerke". Das Problem ist, dass einerseits die Professoren kaum eine Alternative haben - ohne ihre Klientel sehen sie an der Fakultät und im Fach alt aus. Und die Vasallen müssen auch mitmachen, wenn sie ein paar Krümel abhaben bzs. in das Autorenverzeichnis reinwollen. Wissenschaftliche "Einzelkämpfer", Externe haben überhaupt keine Chance.
  3. #52

    Jorgo

    Zitat von DCWorld Beitrag anzeigen
    Es ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Erst betrogen, andere Menschen Arbeit zu eigen gemacht und nun auch noch prüfen wollen ob die Aberkennung rechtens ist.
    ...
    Schlimm ist ebenfalls, dass Parteifreunde trotz der offensichlichen Betrügerei noch Ihr den Rücken stärken. Mir fällt leider der Name nicht ein, irgendjemand aus der EU Fraktion der FDP.
    Das ist Jorgo Chatzimakakis, der sie ggf. im Amt beerben könnte - und noch viiiiel mehr abgeschrieben hat: nicht 34% (Seitenfundstellen) wie Ihre Dreisigkeit SKM oder 50% wie Matthias Pröfrock, sondern 72% (siehe vroniplag.wikia.org), der arrogante Schnösel. Dem hält wieder der nächste die Hand vor den A...: "der ist viel zu kreativ, um abzuschreiben" --- hahaha.

    Wenn man sich diese verlogene Bande so anhört, fragt man sich, warum die ihre Haustür schließen, wo sie doch Diebstahl gutheißen.
  4. #53

    Na, die ist lustig.

    Na, die ist aber lustig drauf. Problem verkannt, danke, setzen, sechs. Es geht ja wohl nicht darum, daß die Arbeit mies ist, sondern daß sie abgeschrieben hat.
    Und daß sie als Wissenschaftlerin nix taugt, hat sie ja jetzt wohl durch die schiefe Argumentation mehr als deutlich bewiesen.
  5. #54

    ...

    Zitat von Mardor Beitrag anzeigen
    Könnten Sie vielleicht mal lernen, wo man statt eines Kommas einen Bindestrich setzt, dass man nicht "aller Positionen" sondern "auf alle Positionen" verzichtet und dass "Gebell" nichts mit "Ball" zu tun hat? Danke!
    Bei Gebe(ä)lle gebe ich Ihnen absolut Recht!
    Wenn Sie jetzt noch produktiv an der eigentlichen Diskussion teilnehmen, verspreche ich Ihnen, mich das nächste mal ganz bestimmt daran zu halten.
  6. #55

    Sie, wie offenbar auch der/die "sysop", lesen halt zu wenig:

    Zitat von Mardor Beitrag anzeigen
    Selten eine dämlichere Frage gelesen.
    (ICH stelle MEINE Frage SO, wie es MIR paßt.)

    PS: Sollte meine Frage wirklich dämlich gewesen sein, ist m.E. noch immer die Frage, ob denn nun gerade Sie in der Lage sind, den Gehalt selbiger zu beurteilen.
  7. #56

    Mängel heilen

    Zitat von sam clemens Beitrag anzeigen
    Der Wissenschaftsbetrieb muss eben auch verhindern, dass jemand Fehler macht, die sein gesamtes Leben versauen.
    Die Lernenden müssen jedoch die Hilfe auch annehmen. Bei manchen ist die Gier nach einem "Dr." leider größer als die Vernunft.

    Zitat von sam clemens Beitrag anzeigen
    - Zum rechtlichen Aspekt - der Akt der Promotion heilt unter Umständen ältere Mängel.
    Allerdings nur Mängel, von denen der Promovierende zum Zeitpunkt des Erbringens der Leistung nichts wußte. Bei einer bewußten Täuschung mittels eines Plagiats ist davon nicht auszugehen.
  8. #57

    Re: KTG musste auch keine Erklärung an eides statt abgeben

    Zitat von hermanngaul Beitrag anzeigen
    Es ist tatsächlich von Uni zu Uni unterschiedlich. KTG musste auch keine Erklärung an eides statt abgeben. An anderen Unis (in Hamburg wohl z. B. auch für Magisterarbeiten) ist dies normal.
    Eine "Erklärung an Eides statt" hat überhaupt nichts zu sagen! Nur Aussagen vor Gericht oder einer zur Abnahme berechtigten Behörde unter Eid sind rechtlich belangbar. Also kann man an "Eides statt" erklären was man will, keiner könnte mich deswegen belangen!
  9. #58

    Erst lesen...

    Zitat von smasher42 Beitrag anzeigen
    Du liegst falsch.

    Natürlich gab es schon vor mehr als 10 Jahren Software, die gut Plagiate erkennen konnte. Ich erinnere mich noch gut daran, wie bei einigen Studenten die Kinnlade runtergeklappt ist, als ihre Eingaben für die ......
    ... dann nachdenken, was ich schrieb und dann darauf antworten.
    Ich habe mitnichten geschrieben, das dies zwingend in Google vorhanden sein musste!
    Schrieb ich doch etwas später, das man im Falle des Nichtvorhandenseins eben Studenten und andere zwecks Erstellung einer solchen Software - und damit auch des notwendigen Inhaltes - erstellen sollten.

    Also - bitte genauer lesen.

    Im übrigen: das "Du" ohne Erlaubnis zu verwenden, ist eine Art der Beleidigung. Sie sollten sich an solcherlei Formen schon halten.
  10. #59

    @ wer auch immer Sie wirklich sind

    Wenn man im Vollzeitwissenschaftsbetrieb arbeitet und sich mit genau bestimmten Themen beschäftigt, erkennt man Definitionen und Behauptungen - nicht so sehr nur am Wortlaut, sondern an Inhalt und Formulierung. In den Geschichtswissenschaften ist das jedenfalls so. - Abgesehen davon reden wir (auch ich) mMn zuviel darüber, wer Schuld hat und zu wenig darüber, wie man solche Sachen verhindern kann.








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