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Döner-Morde: Verdächtiger Verfassungsschützer

Der Verfassungsschutz steht weiter im Kreuzfeuer der Kritik: Neben Schlampereien sorgt nun der Fall eines Mitarbeiters für Aufregung, der bei einem der Döner-Morde zur Tatzeit am Tatort war. Beschuldigt wird der Mann nicht, doch seine offenbar stramm rechte Gesinnung wirft neue Fragen auf.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...798035,00.html
  1. #10

    Sie erkennen die Tragweite nicht!

    Literatur über das Zielgebiet gibt alleine noch keinen Anlass, an einem Mitarbeiter zu zweifeln. Es ist seine Aufgabe, sich auszukennen. Wenn - wie angedeutet - andere Verdachtsmomente bestehen, muss man wohl reagieren.
    Allein die ungeheure Unwahrscheinlichkeit dieses "Zufalls", dass nämlich der Verfassungsschützer ausgerechnet zur Tatzeit in genau dem Internet-Cafe aufkreuzt wo einer der Morde geschieht, lässt mit allergrößter Sicherheit die Schlußfolgerung zu, dass der VS entweder aktiv mitgemordet hat, oder zumindest die Morde gedeckt hat. Interessant ja auch, dass die Mordserie nach der Verhörung dieser Person plötzlich endete.

    Wundern würde es nicht, denn seit dem Verbotsprozess ist doch bekannt in welch enger Symbiose VS und Neonazi-Szene leben - so eng dass die Richter damals feststellten, VS und NPD gar nicht mehr auseinander halten zu können! Da scheint eine Hand die andere zu waschen, und man teilt sich quasi das Steuergeld was der naive Bürger für den "Kampf gegen Rechts" hergibt. Bestimmt eine lukrative Sache für beide Seiten, allerdings auch eine die den letzten Rest Vertrauen in diesen Staat untergräbt.
  2. #11

    spricht mir aus der Seele!

    Zitat von HariboHunter Beitrag anzeigen
    Koennt Ihr bitte damit aufhoeren den Fall "Doener Morde".
    Zu nennen? Es sind Menschen ermordet worden, keine Doener.
  3. #12

    Zitat von thomue73 Beitrag anzeigen
    Nein, mal im ganz Ernst: Die dunkelbraune Weltverschwörung lässt sich aus den bisher bekannten Fakten schlichtweg nicht ableiten.

    Folglich sollte unsere Nationalmannschaft auch im kommenden Jahr den Adler und die Farben unserer Fahne auf dem trikot tragen dürfen.
    Gehe ich recht in der Annahme, dass der Spiegel Ihrer Meinung nach die These aufgestellt hat, es gäbe eine rechtsextreme Verschwörung, die einerseits global agiert, andererseits aber in erster Linie zum Ziel hat, dass die deutsche Nationalmannschaft ein neues, mit anderen/weniger Motiven besticktes Trikot erhält?

    Wenn Sie finden, dass ich Ihren Beitrag falsch verstanden habe, dann machen Sie sich mal Gedanken wieso.
  4. #13

    Würg

    Neben dem Würgreflex bei dieser Affäre, stimmt mich zutiefst bedenklich, das so ein Rechtsaußen mittlerweile 'in der Bezirksregierung' arbeitet.

    Hätte er linke Schriften gehabt, oder hieße Ümüglü, wäre er jetzt Türsteher.
  5. #14

    Mehr als merkwürdige "Zufälle"!

    Das alles nur mit "zufällen" erklären zu wollen wäre schon mehr als blauäugig und nur die bloße Vermutung, ein Beamter des Verfassungsschutzes habe die Finger in oder an der über 10 Jahre andauernden Mordserie aus rechtsradikalen Motiven drin oder dran sollte zu erheblicher Aufmerksamkeit führen. Man sollte die unselige Kumpanei vieler staatlicher Stellen Anfang der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts dabei durchaus auch als schlimmes Beispiel sehen, denn dadurch wurde Vieles des nachfolgenden Unfassbaren erst möglich! Und jetzt geflissentlich wegzuschauen oder "Zufälle" zu propagieren würde bei Vielen tatsächlich das letzte Vertrauen in diesen Staat und seine bekanntlich in Richtung rechts ohnehin nicht sehr vertrauenswürdige Justiz beeinträchtigen! Ich hoffe nur, dass in der Sache nicht noch mehr "Zufälle" oder auch Absichten in dieser Richtung auftauchen!
  6. #15

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Monate später, genauer gesagt im Januar 2007, stellte die Staatsanwaltschaft Kassel das Verfahren gegen den Mann ein. "Es hat trotz umfangreicher Ermittlungen keine Hinweise gegeben, dass er bei anderen Morden der Serie am Tatort oder auch nur in der Nähe der Tatorte war", sagt Staatsanwalt Görz Wied. Mit viel Mühe hatten die Behörden tatsächlich ein Bewegungsprofil des Geheimen erstellt. Anhand eines Tagebuchs, Daten des Arbeitgebers und andere Beweise stellte sich in vier Fällen ein sicheres Alibi heraus, bei vier weiteren Fällen fand man keine Hinweise, dass er in den Nähe des Tatorts war.

    Spricht man mit Sicherheitsbeamten, ist von einer neuen Entwicklung des Falls nichts zu hören. Teilweise harsch im Ton wird das angeblich neue Bewegungsprofil als "Quatsch" abgetan.
    D.h. BILD hat Mist berichtet und SPON hat den BILD-Mist weiter unters Volk gebracht.

    So wurden in seiner Wohnung Abschriften von Propaganda-Schriften aus dem Dritten Reich und aus Adolf Hitlers "Mein Kampf" entdeckt.

    Ob der Mitarbeiter der Extremismusabteilung diese privat oder dienstlich lagerte, wurde nie endgültig geklärt.
    Huch, hat sich da einer etwa Arbeit mit nach Hause genommen oder gar Literatur privat beschafft, die er für die Arbeit braucht? Welch ungewöhnlicher Vorfall.

    Die angeblichen Waffen, die er laut "FAZ" lagerte, seien aber Sportwaffen. Für sie hatte das Mitglied eines Schützenvereins eine gültige Erlaubniskarte.
    Was bitte ist daran anrüchig, wenn jemand seine legal besessenen Waffen zuhause aufbewahrt.

    Fazit: Die Medien schreiben hier einen Skandal herbei, was der wirkliche Skandal ist.
  7. #16

    Mehr als 1o%

    Zitat von dresscode Beitrag anzeigen
    Der eigentliche Skandal ist doch, dass man die Opfer damals als kriminelle abgestempelt hat.Angebliche Spielschulden; Schutzgeld; Nagelbombe von der Konkurrenz des Restaurantbetreibers in Köln...
    Hätte man das auch vermutet, wenn die Opfer Namen wie Klaus, Martin und Willi gehabt hätten?
    Gehe ich nicht von aus, ich sage es nochmals die heimlichen Befuerwoerter oder stillen Sympathisanten sind das grosse Problem, und wie ich es den Medien oefter feststelle gibt es davon doch noch einige
  8. #17

    politischer Zweck

    Ein rechtsradikaler Terrorismus ist das nun wirklich nicht.
    Und bei mehreren tausend Morden in all diesen Jahren sind diese paar bisher gar nicht aufgefallen.

    Erst als die CDU festgestellt hat, dass man vor allem auch extreme rechte Wähler gewinnen muss um seine Mehrheit zu sichern, weil es links der Mitte nicht mehr klappt, und dass die FDP nicht mehr taugt, da entdeckt man - welch ein Zufall - eine Verschwörung und will die wichtigste Konkurrenz rechts der Mitte, die NPD, am liebsten verbieten, und diese Wähler für sich selbst einzukassieren.

    Noch besser wäre es natürlich alle anderen Parteien zu verbieten. Eine Ein-Parteien-Diktatur sichert die Mehrheit noch besser und Frau Merkel kann da auch viel gute Erfahrung mit einbringen.
  9. #18

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Verfassungsschutz steht weiter im Kreuzfeuer der Kritik: Neben Schlampereien sorgt nun der Fall eines Mitarbeiters für Aufregung, der bei einem der Döner-Morde zur Tatzeit am Tatort war. Beschuldigt wird der Mann nicht, doch seine offenbar stramm rechte Gesinnung wirft neue Fragen auf.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...798035,00.html
    Mich würde mal interessieren woraus der Verfassungsschutz in den neuen Bundesländern nach der Wende überhaupt sein Personal rekrutiert hat??
  10. #19

    Verfassungsschützer

    Zitat von JDR Beitrag anzeigen
    ... es ist sicher richtig, dass mangelnde Aufsicht in Organisationen dazu beiträgt, Mitarbeiter hervorzubringen, welche glauben, für sie gälten keine Regeln.

    Ob dies in der einen oder anderen Verfassungsschutzbehörde auch der Fall war, bleibt abzuwarten.

    Der Verfassungsschutz erfüllt eine sehr wichtige Aufgabe im Geflecht der Sicherheitsorgane der Bundesrepulik Deutschland. V-Leute gehören zu seinem Geschäft und sind unbedingt notwendig, wenn man verfassungsfeindliche Strukturen aufklären, einschätzen und notfalls bekämpfen will.
    Welche wichtige Aufgabe der VS spielt, entzieht sich meiner Kenntnis. Beim Schutz der Verfassung ist er in den letzten Jahrzehnten nicht aufgefallen, zumal er ein Instrument der Regierung ist, um unliebsame Konkurrenz ins Zwielicht zu rücken. Erstaunlich oft dagegen taucht der VS aber bei der Beteiligung an Straftaten auf. Angefangen beim Celler Loch, bis ... zum Mord?

    Da ist wohl die Org. Gehlen weiter am Werk? Natürlich ist ein Verfassungsfeind, der diese Organisation hinterfragt (Briefe austragen und ähnliche hoheitliche Aufgaben verbieten sich für solche Verfassungsfeinde natürlich von selbst?).








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