DNA-Analyse auf Krankheitsrisiken: "Das ist ja kein Todesurteil"

CorbisDer Biologiestudent Bastian Greshake, 27, traute sich etwas, was vielen Angst macht: Er ließ sein Erbgut auf Krankheitsrisiken untersuchen. Jetzt weiß er, dass er Prostatakrebs bekommen könnte. Im Interview verrät er, warum er das nicht schlimm findet.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...830951,00.html
  1. #1

    optional

    *Lach* Wir werden hilflos und brüllend geboren, sterben früher oder später und verfaulen, und vorher wrid die überwiegende Mehrheit ziemlich blöde, und es gibt einen Haufen Rechnungen für Zahnersatz.
    Was soll mich da eine dämliche Genetikuntersuchung noch schrecken? Leben ist 365 x ca. 80 Jahre, Tod ist, einen Tag davon in Ärger oder Verzweiflung zu verschwenden.
  2. #2

    Einfach nur idiotisch!

    In den Aufnahmebedingungen der privaten Krankenversicherungen stehen Fragen, die eine Herausgabe solcher Erkenntnisse unabdingbar machen. Kommt es zu Komplikationen und findet die Versicherung heraus, dass er geschummelt hat, verliert er seinen Versicherungsschutz. Bevor die vielleicht Millionen an Pflegegeldern bezahlen, werden die jedem Gerücht nachgehen. Und stellen die etwas fest, zahlen die einfach nicht. Dann kann sich der Patient ja in einem Jahrelangen Rechtsstreit mit der Kasse anlegen. Selbst wenn die wissen, dass sie letztendlich verlieren, sie werden nicht zahlen. Dann kann der Patient sich ja in der Selbsthilfegruppe ausweinen.

    So einfach ist das.

    Darüber hinaus können Krankheiten festgestellt werden, die erstens zu 100 Prozent eintreten und zweitens zu einhundert Prozent tödlich verlaufen. Welcher Dummkopf will schon wissen, dass er in 15 Jahren im Rollstuhl sitzt, obwohl die nächsten 10 Jahre sehr wahrscheinlich beschwerdefrei sind?

    Der kleine Student hat aber ein wirtschaftliches Interesse an der Sache. Daher findet er jeden Blödsinn gut, der ihm mehr Geld einbringt.
  3. #3

    Mittlerweile ist doch

    Zitat von wadoe2 Beitrag anzeigen
    In den Aufnahmebedingungen der privaten Krankenversicherungen stehen Fragen, die eine Herausgabe solcher Erkenntnisse unabdingbar machen. Kommt es zu Komplikationen und findet die Versicherung heraus, dass er geschummelt hat, verliert er seinen Versicherungsschutz. Bevor die vielleicht Millionen an Pflegegeldern bezahlen, werden die jedem Gerücht nachgehen. Und stellen die etwas fest, zahlen die einfach nicht. Dann kann sich der Patient ja in einem Jahrelangen Rechtsstreit mit der Kasse anlegen. Selbst wenn die wissen, dass sie letztendlich verlieren, sie werden nicht zahlen. Dann kann der Patient sich ja in der Selbsthilfegruppe ausweinen.

    So einfach ist das.

    Darüber hinaus können Krankheiten festgestellt werden, die erstens zu 100 Prozent eintreten und zweitens zu einhundert Prozent tödlich verlaufen. Welcher Dummkopf will schon wissen, dass er in 15 Jahren im Rollstuhl sitzt, obwohl die nächsten 10 Jahre sehr wahrscheinlich beschwerdefrei sind?

    Der kleine Student hat aber ein wirtschaftliches Interesse an der Sache. Daher findet er jeden Blödsinn gut, der ihm mehr Geld einbringt.
    bekannt das jeder eine gewisse Anzahl Bugs in seinem Quellcode trägt.
    Wahrscheinlichkeiten hin oder her.
    Ich denke mal die Versicherung die sich auf solch windige Sachen einlässt
    sollte sich eine gute Rechtsabteilung zulegen.
    Ach ja und die Schreibtische am Boden fest dübeln.
    Sonst kommen irgendwann mal Kunden mit Jungs in schwarzen Rollkragenpullis.
  4. #4

    optional

    Wo kann ich einen solchen Test machen lassen? Ich will das auch!

    Quellen bitte SPON!
  5. #5

    @4
    Links steht als Quelle der Link zur Webseite der Programmierer. Dort finden Sie alle nötigen Hinweise für Ihre Genomsequenzierung.
  6. #6

    Man könnte den Eindruck bekommen, dass man Biologe/in eine "just for fun"-Wissenschaft betreibt und man sich wie Antoni van Leeuwenhoek noch seine eigenen Körpersekrete unter dem Mikroskop anschaut. Naja, manchmal muss man auch seine "Mundflora" im Praktikum mikrosopieren.

    Prostatakarzinome sind ja auch nichts ungewöhnliches. Man kann damit sterben, auch wenn die Todesursache meist eine andere sein wird. Todesfälle in der Familie, die in einem Zusammenhang mit Krebs stehen, spielen schließlich auch eine Rolle.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Biologiestudent Bastian Greshake, 27, traute sich etwas, was vielen Angst macht: Er ließ sein Erbgut auf Krankheitsrisiken untersuchen. Jetzt weiß er, dass er Prostatakrebs bekommen könnte. Im Interview verrät er, warum er das nicht schlimm findet.

    Erbgut-Analyse: Internetportal untersucht DNA auf Krankheitsrisiken - SPIEGEL ONLINE
    Ich finde die Untersuchungen sehr sinnvoll. Die meisten Kosten entstehen den krankenkassen durch unnötige Untersuchungen und zu spät erkannte Erkrankungen.
    Wenn man weiss, wo es gefährlich werden kann und richtig handelt ist mandeutlich billiger für die Kasse. Und mit der Ersparnis können auch locker die handvoll "high-risk" Personen mitgetragen werden - denn auch diese sind besser dran, wenn sie wissen was auf sie zu kommt erblicher Seits.
  8. #8

    Genetiker tappen im Dunkeln,

    wenn sie so denken wie im Artikel beschrieben. Die Wissenschaft ist da schon erheblich weiter. Sie kennt zum Beispiel zu einigen genetischen Polymorphismen den kausalen Zusammenhang zur Entstehung von Krankheiten. Das hängt dann meistens damit zusammen, dass wegen eines bestimmten Polymorphismus einzelne Enzyme gebildet werden oder nicht. Das wirkt sich dann aber erst zusammen mit anderen Kofaktoren, z.B. (neuro-)toxischen Substanzen, aus. Erst wenn dieses - bereits vorhandene - Wissen einbezogen wird, ist eine gezielte Prävention möglich.
    Es ist ziemlich sinnlos, zu jedem Gen die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung anzugeben ohne Hinweis, welche speziell für dieses Gen wirksamen Kofaktoren den Verlauf beeinflussen. Wenn ich das Schicksal nicht beeinflussen kann, dann will ich's lieber nicht wissen.
  9. #9

    Vorbildliche Gentests

    auch wenn man derzeit noch vorsichtig sein muss, das menschliche Genom ist noch nicht komplett verstanden.

    Wer eine Neigung zu einer Krankheit hat, kann vorbeugen - nicht nur mit Vorsorgeuntersuchungen, sondern vor allem auch mit einem gesunden Verhalten, z.B. mit Verzicht auf Drogen und andere Risikofaktoren.

    Wer sich gesund ernährt, schlank ist, genug schläft und sich ausreichend bewegt, kann letztendlich ein geringeres Krankheitsrisiko als genetisch besser gestellte aber riskanter lebende haben. (alles imho)