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DIW-Studie: Experten entzaubern Mär vom Fachkräftemangel

Die deutsche Industrie klagt seit Jahren über den Mangel an Fachkräften und vermeintlich fatale Folgen für die Wirtschaft. Forscher haben sich die populäre These genauer angeguckt - und sind zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen: Sie ist falsch.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...729202,00.html
  1. #470

    Steuerungsfähigeit der Zuwanderung

    Zu einer begrenzten Steuerbarkeit der Zuwanderung trägt bei, dass es bei diesen Prozessen zahlreiche Akteure gibt:

    die Wanderungswilligen,
    die Herkunftsstaaten, Schleuserorganisationen, transnationale humanitäre Organisationen wie das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und der aufnehmende Staat.

    In Deutschland sind viele Institutionen und Organisationen direkt oder indirekt an den Entscheidungen beteiligt: die jeweilige Bundesregierung, der Deutsche Bundestag, die Länder, die Parteien, die Justiz sowie Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, Kirchen, Wohlfahrtsorganisationen, Flüchtlingsinitiativen und die Medien. Sie alle wirken mit unterschiedlichen Interessen und in verschiedenen Konstellationen auf die Zuwanderung ein.

    Wir werden also ein buntes Völkergemisch am Standort BRD gar nicht vermeiden können, weil es keinen einheitlichen Willen gibt und weil nationale Rechte an Brüssel delegiert worden sind. Die Bundesregierung ist also gar nicht mehr in der Lage, durch eine stringente Einwanderungspolitik die Wanderungsbewegungen zu beeinflussen.
  2. #471

    Ich will nicht ausbilden also jammere ich nach Ausländern

    Zitat von Marcbolan Beitrag anzeigen
    Ich bin sicher nicht der einzige dessen Firma händeringend nach Spezialisten im Facharbeiterbereich und Generalisten im Ingenieursbereich sucht. Wir sind momentan auf der Suche nach ca. 20 Positionen, davon etliche schon seit Monaten, weil sie einfach nicht adäquat besetzbar sind.
    Wenn Ihre Firma solche Spezialtalente braucht, dann bilden Sie welche aus.
    Wirklich für eine bestimmte Arbeit qualifizierte Mitarbeiter bildet man immer am besten selber aus.

    Wer die perfekten Mitarbeiter aus dem Arbeitsmarkt zupfen will, ohne selbst auszubilden, will sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern.
    Perfekte Mitarbeiter stehen nicht auf "Hire and Fire" und fallen eben auch nicht vom Himmel.
    Und wenn sie wissen das sie perfekte Mitarbeiter sind, arbeiten sie auch nicht für Tariflohn sondern wollen auch wie perfekte Mitarbeiter bezahlt werden.

    Organisieren Sie so Ihren Betrieb, haben Sie auch kein Problem Mitarbeiter zu finden.

    Schauen sie mal BMW, Daimler, SAP , Linde , BASF haben die Schwierigkeiten Mitarbeiter zu finden ?

    Vielleicht haben Sie auch eine falsche Vorstellung von "adäquat zu besetzen" eine innerbetriebliche Nachschulung von Mitarbeitern war früher fast durchweg üblich.

    Also ich kenne genug Ingenieure auf Stellensuche, aus Verschiedenen Bereichen zb. Maschinenbau, Straßenbau, Elektrotechnik und kann mir nicht vorstellen, das Ihre Besetzung nicht "adäquat" wäre.


    Zählen Sie doch mal Ihre Anforderungsprofile und Gehaltsangebote auf, damit man Ihren Notruf auch bewerten kann.

    Ohne das bleibt Ihre Aussage nur eine Sprechblase.


    Fricklerzzz
  3. #472

    Schicken Sie doch eine Bewerbung an mein Postfach...

    Zitat von Fricklerzzz Beitrag anzeigen
    Wenn Ihre Firma solche Spezialtalente braucht, dann bilden Sie welche aus.
    Wirklich für eine bestimmte Arbeit qualifizierte Mitarbeiter bildet man immer am besten selber aus.
    Wer die perfekten Mitarbeiter ....
    Zuerst einmal: Unsere Firma ist ein Mittelständler und bildet aus. Hinzu kommt: Ob eine Firma ausbildet oder nicht ändert nichts an dem Faktum, dass in Deutschland ein Fachkräftemangel herrscht. Ich bin nicht in Personalverantwortlichkeit und werde einen Teufel tun hier irgendwie geartete Stellenbeschreibungen zu veröffentlichen.

    Die Stellen sind teilweise befristet, teilweise unbefristet. Konkret werden bei uns Facharbeiter und spezialisierte Ingenieure mit Berufserfahrung gesucht, keine ausgebildeten Lehrlinge. Im internationalen Geschäft kann man sich nicht allein auf Berufseinsteiger verlassen. Aber auch diese erhalten bei uns Chancen. Nur kann man akuten Personalbedarf bspw. im Bereich Service oder Vertrieb nicht mit Frischlingen hinreichend abdecken.

    Wer sich einbildet jede Stelle mit Fachfremden und Neulingen besetzen zu können hat wohl noch nie ernsthaft in der freien Wirtschaft gearbeitet.

    Unsere schwazgelbe Regierung tut momentan alles um jungen Menschen das Studieren zu erschweren, um die Reputation unserer Abschlüsse zu reduzieren und um Fachkräfte aus dem Ausland abzuschrecken. Das ist nicht hilfreich wenn man die Deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähig halten will.
  4. #473

    QED: nur junge Mitarbeiter gewünscht

    Zitat von bvdlinde Beitrag anzeigen
    Was in dem Artikel steht und was sich mitte links Verschwoerungstheoretiker in dem Forum zusammenreimen ist totaler Bloedsinn. Es herrscht in der Tat ein eklatanter .....
    Ältere sollen doch die anderen nehmen, gelle?
  5. #474

    Tja...

    Solange Studenten nicht eingestellt werden weil sie keine Berufserfahrung haben und mit 40 schon zu alt sind, kann keine Rede vom Fachkräftemangel sein.
    Prall gefühlte und zahlreiche Zeitarbeitsfirmen sind auch nicht gerade ein Zeugnis für Fachkräftemangel.
    Die Gehälter wie vor 10 Jahren auch nicht.

    Es gibt höchstens einen Mangel nach billigen Zeitarbeitssklaven die jedes Jahr 500km weit umziehen und damit all ihr Geld ausgeben.
  6. #475

    ...

    Also in der Tat herrscht ein eklatanter Fachkräftemangel (Informatik+Ingenieure) und ich kann dieses "bloß dem letzten, der offensichtlich keinen Job findet, ein Alibi geben" überhaupt nicht leiden.

    Ich muss jedoch dazu sagen, dass Selbstständige einen großen Vorteil haben. Alle die ich kenne, scheffeln sich aktuell relativ locker einen sechsstelligen Betrag pro Jahr auf das Konto, denen kann das aktuell relativ egal sein, dass diese Tätigkeiten erstmal befristet sind.

    Generell ist auch nicht ganz geklärt, was denn jetzt eine Fachkraft ist? Ein Akademiker von der TU, ein eingearbeiteter "halber Akademiker" von einer BA oder ein Arbeiter?

    Bei den Angestelltenverhältnissen liegt der Betrag natürlich darunter. Doch sind hier fast nur unbefristete Beträge vorzufinden, insofern man durch die Kurzarbeit überhaupt den Job verlor. Da kann jemand allerdings nicht einfach mal so, noch wo anders mitarbeiten und genau dort sind aber viele Stellen offen.

    In ein Projekt kam zum Beispiel auch ein 18. jähriger Programmierer (Abiturient) für 3 Monate hinein. Allgemein gibt es wohl auch kaum einen Praktikanten in dem Bereich, der unter 1.000 € bzw. unter 15 € die Stunde arbeitet.


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