APDas Land hängt am Tropf der Euro-Partner, seine Zentralbank hat gewaltige Schulden bei anderen Notenbanken. Dennoch gönnt die Bank of Greece ihren Aktionären eine satte Dividende. Insgesamt schüttet sie fast 100 Millionen Euro aus.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...827142,00.html
Wenn man jedoch diese grundlegenden Überlegungen innerhalb einer Währungsunion anstellt, bei dem völlig unterschiedliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten der einzelenen Volkswirtschaften gegeben sind, entstehen zwangsläufig Ausgleichsmechanismen, die über Fonds und über zahlreiche Instrumentarien der EZB abgewickelt werden.
Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
Ein Unternehmen kann auch durchaus langfristig Kredite aufweisen und Gewinne erwirtschaften. Genau genommen waren es in der Vergangenheit immer die Unternehmen, die ihre Verbindlichkeiten gesteigert haben, was das Spiegelbild zu den gestiegenen Vermögen der privaten Haushalte darstellte.
Danke für die Info. :-)Denn die Bilanz beschäftigt sich immer nur mit einem Jahr.
:-) Und?Wenn man also die jährlichen Rückzahlungen und Zinsen beglichen hat - ist das was am ende übrig bleibt ein Plus. Aber langfristig gesehen ist das natürlich quatsch denn du hast ja immer noch Schulden bei der Bank.
Auch im nächsten Jahr mache ich ja normalerweise Gewinne - wenn nicht, wird es das Unternhmne bald nicht mehr geben.
Tja, dummerweise wollen alle in Krisenzeiten ihr EK erhöhen: Der Unternehmenssektor investiert weniger als er Gewinne macht, d.h. er baut Schulden ab, die privaten Haushalte erhöhen meist ihre Sparquote, bauen also weiter bzw. verstärkt Guthaben auf. Der private Sektor insgesamt erzielt also einen Zahlungsüberschuss. Nur gegenüber wem erzielt er den?Und gerade in KrisenZeiten sollte man doch darauf bauen langfristig sein Fremdkapital abzubauen und durch Eigenkapital zu ersetzen und das geht nur wenn man den vermeintlichen Gewinn zurückstellt, damit die "Firma" stabil bleibt.
Das ist hier jedoch gar nicht das Thema. Möglicherweise wäre es für die griechische Zentralbank sinnvoll, ihre EK-Basis zu erhöhen, möglicherweise auch nicht. Mit den griechischen Staatsschulden hat das Null zu tun.
Nicht nur das. Auch die chronischen Exportüberschüsse Deutschlands landen als Saldo am Ende im Target-System. Vor Euro-Einführung wurde das über die Wechselkurse ausgeglichen, d.h. die D-Mark gewann an Wert und wir konnten mehr Zeuch im Ausland einkaufen, durch die Wechselkurse billiger dort Urlaub machen usw., aber seit Euro-Einführung funktioniert das logischerweise nicht mehr. Um die deutschen Target-Überschüsse innerhalb des Euros abzubauen, müsste Deutschland aus den Euro-Staaten viel mehr importieren und mit Hilfe von Exportüberschüssen die Salden der Notenbanken ausgleichen.
Dazu müssten in Deutschland entweder die Löhne steigen, damit die Gewinne der deutschen Wirtschaft wieder besser und breiter verteilt sind und auch tatsächlich wieder ausgegeben werden (EU-Auslandsurlaube und Importe von dort), was aber das Problem mit sich bringt, dass Deutschland dann international an Wettbewerbsfähigkeit verliert. Alternativ müssten die Löhne und damit die Importe in den anderen Euro-Staaten sinken, damit diese wettbewerbsfähiger werden und es für mehr Deutsche erschwinglich wird, dort öfter Urlaub zu machen und Zeuch zu kaufen.
Beides halte ich für eher unwahrscheinlich, dass es irgendwie umgesetzt wird. Ergebnis wird sein, dass das System irgendwann platzt. Die deutschen Exportüberschüsse seit Euro-Einführung sind dann null und nichtig. Pech gehabt, Deutschland, haben wir unser Zeuch quasi kostenlos in die halbe Welt verteilt, da wir die Rechnung am Ende nicht bezahlt kriegen.
Rufen Sie einfach bei Ihrer Bank an und ordern Sie folgende ISIN:
GRS003013000
Kurs derzeit 1,86 Euro
Die Aktionäre, die Anfang 2008 noch über 30 Euro bezahlt haben, können sich vermutlich durchaus etwas besseres vorstellen.
Eine Zentralbank kann Liquidität schaffen, aber kein Eigenkapital produzieren.