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Diskussion um Radarfallen-Marathon: Abgeblitzt

dapdDer Blitz-Marathon in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden läuft - jetzt präsentiert die Polizei erste Raser-Rekorde. Mit viel Aufwand wollen die Behörden Temposünder zum Umdenken bewegen. Doch Politiker und Verkehrspsychologen halten die Aktion für sinnlos.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/b...-a-863108.html
  1. #350

    Zitat von ein-berliner Beitrag anzeigen
    Schlimmm diese Argumentation:
    Die kriminellen LKW-Fahrer benutzen die gleiche Ausrede - "Mein Disponent macht die engen Termine". Ich schaffe das nur durch meine "kleinen" Übertretungen, sonst verliere ich meinen Job. Schon krank so etwas gerade von Berufskraftfahrern zu hören. Diese Fahrer bringen dann unschuldige Verkehrteilnehmer auf den Autobahnen um.
    Toll...
    Hmm, aber was ist ein "unschuldiger Verkehrsteilnehmer"?
  2. #351

    Zitat von exterminate Beitrag anzeigen
    Solche Aktionen sind nur zu begrüßen. Man sollte das ständig machen und so viele Führerscheine einziehen, wie möglich. Ziel sollten nicht nur sicherere Straßen, sondern auch eine merkliche Ausdünnung des Verkehrs sein.
    Sie verstehen nicht, das würde genau dem eigentlichen Zweck der Aktion, nämlich der Einnahme von Bußgeldern, entgegenwirken. Darum werden auch so wenig Fahrverbote wie möglich verhängt bei gleichzeitiger Ahndung möglichst vieler geringfügiger Geschwindigkeitsübertretungen.
    Denn wer seinen Führerschein verliert, kann nicht mehr geblitzt werden.
  3. #352

    genauer

    Zitat von manni-two Beitrag anzeigen
    "Denken" voraus, das können viele Autofahrer nicht.
    ....genauer: Die meisten....
  4. #353

    Vollkommen

    Zitat von tarvos Beitrag anzeigen
    Hohe Geschwindigkeitsdifferenzen werden nur dann zur unmittelbaren Gefahr, wenn sie auf der selben Spur und innerhalb einer kurzen Distanz auftreten. Klassischerweise, wenn ein langsamer Autofahrer auf die Spur wechselt, auf der sich ein schnellerer Autofahrer nähert.
    Hier ist die Schuldfrage aber eindeutig, der schnellere Autofahrer fährt auf einem unbegrenzten Streckenabschnitt ganz legal sein Tempo und hat auf "seiner" Spur Vorrang, während der Spurwechsler eben keinen Überholvorgang einleiten darf, ohne (durch Rückspiegel und Schulterblick) sicherzustellen, dass niemand gefährdet wird - er ist wartepflichtig gegenüber deutlich schnelleren Fahrzeugen auf der Überholspur.

    Ich verstehe bis heute nicht, wieso man bei solchen brandgefährlichen Situationen trotzdem dem Schnellfahrer die Schuld in die Schuhe schieben will. Vorfahrt/Vorrang ist wohl so ziemlich die wichtigste Verkehrsregel überhaupt, ohne sie käme kein vernünftiger und unfallfreier Verkehrsfluss zustande. Es wäre an der Zeit, dies mal verstärkt zu kontrollieren, statt immer nur Symptombekämpfung durch Tempolimitierung zu betreiben.
    Ihre Auffassung teile ich vollkommen. Allerdings wird auch der überzeugteste Schnellfahrer (trifft auf mich auch zu) nicht um die Erkenntnis herumkommen, dass die Minimierung der Geschwindigkeitsunterschiede die Situation entschärfen würde.

    Zieht Ihnen ein mit 120 km/h Fahrender in die Spur, dann macht es schon einen Unterschied, ob Sie 130 km/h draufhaben oder 210. Die Schuldfrage ist dabei nachrangig, es geht um Unfallvermeidung.
  5. #354

    Einhundert

    Zitat von jueho47 Beitrag anzeigen
    Ich fahre ca: 25km zur Arbeit über Land und kleinere Dörfer.
    Von den Dörfern mal abgesehen (Tempo 50), sind nur wenige Kilometer auf der Landstraße ohne Geschwindigkeitsbeschränkung.
    Der Rest ist ein ständiger Wechsel von Tempo 60,70,80 und zurück. Wenn man wirklich permanent die zulässige Geschwindigkeit einhalten will,
    fährt man entweder immer nur 60, oder man muss hochkonzentriert fahren - und hochkonzentriert meine ich in Bezug auf die Schilder und den eigenen Tacho, und nicht den Verkehr.
    Entschuldigung, es gibt überhaupt keine Landstraßen ohne Tempolimit. Auf Bundesstraßen ist 100 km/h vorgeschrieben. Auf manchen vielleichtv auch 120 km/h.
  6. #355

    Der Punkt ist

    Zitat von jueho47 Beitrag anzeigen
    Ich fahre ca: 25km zur Arbeit über Land und kleinere Dörfer.
    Von den Dörfern mal abgesehen (Tempo 50), sind nur wenige Kilometer auf der Landstraße ohne Geschwindigkeitsbeschränkung.
    Der Rest ist ein ständiger Wechsel von Tempo 60,70,80 und zurück. Wenn man wirklich permanent die zulässige Geschwindigkeit einhalten will,
    fährt man entweder immer nur 60, oder man muss hochkonzentriert fahren - und hochkonzentriert meine ich in Bezug auf die Schilder und den eigenen Tacho, und nicht den Verkehr.
    Man sollte eigentlich immer hochkonzentriert fahren. Ich beobachte heute fast ständig, dass dem zu wenig Beachtung geschenkt wird.

    Dennoch sind die ständigen Wechsel in der Tat auch vom Gutwilligsten nur schwer auf den Punkt zu treffen.
  7. #356

    mehr Transparenz

    Ich würde es begrüßen, wenn es mehr Transparenz hinsichtlich der erlaubten Geschwindigkeit geben würde, und diese auch für den Fahrzeuglenker erkennbar würde. Meines Erachtens wäre es ein Beitrag für mehr Verkehssicherheit, den Schilderwald zu entrümplen.

    Pendler kennen Ihre Strecken und wissen, wo man (und die Postings haben das oft gezeigt) willkürliche Begrenzungen eingefügt hat. Ortsfremde wissen das nicht, und wenn ich mich auf Verkehr konzentriere, dann sind das in erster Linie vorausfahrender/nachfolgender Verkehr sowie Gegenverkehr. Und manchmal muss ich dann auch dem Navi mehr Aufmerksamkeit schenken, um ans Ziel zu gelangen.

    Die Beschränkungen in Wohngebieten und oft auch auf Landstraßen/Bundesstraßen machen meist Sinn. Hier, insbesondere an neuraligischen Punkten (Schule, Kita, Einmündungen, ...) führen Kontrollen zu einem Plus an Sicherheit für alle, auch für mich.

    Aber es passiert immer wieder, dass ich mir gerade auf Fernstraßen irgendwann nicht mehr sicher bin, wie schnell ich jetzt fahren darf. Und wenn ich auf einer gut ausgebauten Autobahn mit geringem Verkehr 125 fahre und dabei ein 100 Schild übersehen habe, dann wehre ich mich gegen die Pauschalverurteilung "Raser". OK, ich war nicht aufmerksam genug.

    All denen die hier immer auf die so genannten Raser einschlagen: Bitte das eigene Verhalten reflektieren. Wie sieht es denn aus mit Blinken, mit Einfahren in den Sicherheitsabstand, mit Ausbremsen, mit Mittelspurfahren, mit Nichtbeachten des Rechtsfahrgebotes, mit dichtem Auffahren auf vorausfahrende Fahrzeuge und damit Verhindern von Überholmanövern auf Bundesstrassen, mit...

    Wir alle können für mehr Sicherheit auf unseren Straßen sorgen. Durch rigoroses Vorgehen gegen Verkehrs-Rowdies, aber auch durch mehr gegenseitige Rücksichtnahme. Es würde uns allen gut tun. Leider werden hier permanent Diskussionen angezettelt, die für tiefere Gräben sorgen, anstatt zu verständigen und um Gemeinsinn zu werben. Genau wegen der permanenten Feindbild-Konstruktion in unterschiedlichsten Lebensbereichen mache ich mir Sorgen. Denn diese hindert uns, gemeinsam an Dingen zu arbeiten, die für uns wichtig sind. Und es gibt Nutznießer dieser Entwicklung.
  8. #357

    Lärm macht krank

    Zitat von 7eggert Beitrag anzeigen
    So wie ständiger Verkehrslärm keine Körperverletzung ist, ist auch in gebrochenes Bein ist nur ein Unwohlgefühl, das kann man ja schon mal hinnehmen.
    Lärm ist Lärm. Kann unangenehm sein. Ich habe lange zwischen einer Stadtautobahn und einer Kreuzung gewohnt. Wenn die BVG-Busse an der Ampel anfuhren, zitterten die Fensterscheiben im Schlafzimmer.

    Weniger Verkehrslärm erzielt ma durch weniger Verkehr. Nicht durch geringeres Tempo. 30 statt 50 bringt bei gleicher Verkehrsdichte gar nichts. Das gilt auch für 60 statt 80.
  9. #358

    Zitat von 7eggert Beitrag anzeigen
    Erstens glaube ich, daß man teilweise erkennen kann, daß jemand die Spur wechseln wird (und dabei nachträglich vielleicht noch blinkt). Es kommt aber auch vor, daß einige unerwartet die Spur wechseln. Ersteres ist die Einschränkung.

    Zweitens hat mich die uneingeschränkte Aburteilung dazu gebracht, diese Botschaft zu entnehmen.
    Sie gönnen sich aber einen großzügigen Interpretationsspielraum. :-)
  10. #359

    Super gefährlich

    Zitat von 7eggert Beitrag anzeigen
    Wenn es vor Ihnen blinkt ... ein Drittel der PKW-Fahrer hat offenbar defekte Blinker. Oder es blinkt hinter Ihnen, schießt an Ihnen vorbei und trifft Ihr Rad. Oder hinter der Reihe parkender Autos oder aus einer Ausfahrt kommt ein Auto gefahren und hält direkt auf dem Radweg, bevor es weiter auf die gefährliche Fahrbahn oder auf den Gehweg fährt.

    Daß die Ursache darin liegt, daß Greadeausspuren rechts von Rechtsabbiegerspuren eine bescheuerte Idee sind, verrät Ihnen keiner der Radwegapostel. Auch nicht, daß auf Radwegen die Gefahr ca. sechs mal so hoch ist, wie auf der Fahrbahn, und auf Radfahrstreifen immer noch ca. dreimal so hoch. Stattdessen wird die angebliche Gefährlichkeit der Fahrbahn besungen und ein Helm als Christopherusplakette beworben.
    Die angebliche Gefährlichkeit von Radwegen ist ein Ammenmärchen. Es gibt Probleme an Kreuzungen und Einmündungen, das ist wahr. Dennoch fühle ich mich auf einem Radweg wohler. Eine gute Lösung sind allerdings Radspuren auf der Fahrbahn. Vielleicht sogar die beste Lösung.








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