dapdDer Blitz-Marathon in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden läuft - jetzt präsentiert die Polizei erste Raser-Rekorde. Mit viel Aufwand wollen die Behörden Temposünder zum Umdenken bewegen. Doch Politiker und Verkehrspsychologen halten die Aktion für sinnlos.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/b...-a-863108.html
Sie verstehen nicht, das würde genau dem eigentlichen Zweck der Aktion, nämlich der Einnahme von Bußgeldern, entgegenwirken. Darum werden auch so wenig Fahrverbote wie möglich verhängt bei gleichzeitiger Ahndung möglichst vieler geringfügiger Geschwindigkeitsübertretungen.
Denn wer seinen Führerschein verliert, kann nicht mehr geblitzt werden.
Ihre Auffassung teile ich vollkommen. Allerdings wird auch der überzeugteste Schnellfahrer (trifft auf mich auch zu) nicht um die Erkenntnis herumkommen, dass die Minimierung der Geschwindigkeitsunterschiede die Situation entschärfen würde.
Zieht Ihnen ein mit 120 km/h Fahrender in die Spur, dann macht es schon einen Unterschied, ob Sie 130 km/h draufhaben oder 210. Die Schuldfrage ist dabei nachrangig, es geht um Unfallvermeidung.
Ich würde es begrüßen, wenn es mehr Transparenz hinsichtlich der erlaubten Geschwindigkeit geben würde, und diese auch für den Fahrzeuglenker erkennbar würde. Meines Erachtens wäre es ein Beitrag für mehr Verkehssicherheit, den Schilderwald zu entrümplen.
Pendler kennen Ihre Strecken und wissen, wo man (und die Postings haben das oft gezeigt) willkürliche Begrenzungen eingefügt hat. Ortsfremde wissen das nicht, und wenn ich mich auf Verkehr konzentriere, dann sind das in erster Linie vorausfahrender/nachfolgender Verkehr sowie Gegenverkehr. Und manchmal muss ich dann auch dem Navi mehr Aufmerksamkeit schenken, um ans Ziel zu gelangen.
Die Beschränkungen in Wohngebieten und oft auch auf Landstraßen/Bundesstraßen machen meist Sinn. Hier, insbesondere an neuraligischen Punkten (Schule, Kita, Einmündungen, ...) führen Kontrollen zu einem Plus an Sicherheit für alle, auch für mich.
Aber es passiert immer wieder, dass ich mir gerade auf Fernstraßen irgendwann nicht mehr sicher bin, wie schnell ich jetzt fahren darf. Und wenn ich auf einer gut ausgebauten Autobahn mit geringem Verkehr 125 fahre und dabei ein 100 Schild übersehen habe, dann wehre ich mich gegen die Pauschalverurteilung "Raser". OK, ich war nicht aufmerksam genug.
All denen die hier immer auf die so genannten Raser einschlagen: Bitte das eigene Verhalten reflektieren. Wie sieht es denn aus mit Blinken, mit Einfahren in den Sicherheitsabstand, mit Ausbremsen, mit Mittelspurfahren, mit Nichtbeachten des Rechtsfahrgebotes, mit dichtem Auffahren auf vorausfahrende Fahrzeuge und damit Verhindern von Überholmanövern auf Bundesstrassen, mit...
Wir alle können für mehr Sicherheit auf unseren Straßen sorgen. Durch rigoroses Vorgehen gegen Verkehrs-Rowdies, aber auch durch mehr gegenseitige Rücksichtnahme. Es würde uns allen gut tun. Leider werden hier permanent Diskussionen angezettelt, die für tiefere Gräben sorgen, anstatt zu verständigen und um Gemeinsinn zu werben. Genau wegen der permanenten Feindbild-Konstruktion in unterschiedlichsten Lebensbereichen mache ich mir Sorgen. Denn diese hindert uns, gemeinsam an Dingen zu arbeiten, die für uns wichtig sind. Und es gibt Nutznießer dieser Entwicklung.
Lärm ist Lärm. Kann unangenehm sein. Ich habe lange zwischen einer Stadtautobahn und einer Kreuzung gewohnt. Wenn die BVG-Busse an der Ampel anfuhren, zitterten die Fensterscheiben im Schlafzimmer.
Weniger Verkehrslärm erzielt ma durch weniger Verkehr. Nicht durch geringeres Tempo. 30 statt 50 bringt bei gleicher Verkehrsdichte gar nichts. Das gilt auch für 60 statt 80.