AFPDer russische Staat will Homosexualität aus der Öffentlichkeit verbannen. In Sankt Petersburg wurden jetzt erstmals zwei schwule Männer festgenommen. Sie hatten ein Plakat mit der Aufschrift "Homosexualität ist normal" hochgehalten. Doch das verstößt gegen das neue Propaganda-Gesetz.
Diskriminierung in Russland: Erste Festnahmen wegen*Schwulen-Gesetz in St. Petersburg - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Amerikanische Evangelikale, die schwule Jugendliche in den Selbstmord treiben, Christen in Uganda, die die Todestrafe für Homosexuelle fordern,
Salafisten, die Homosexuelle von Türmen stossen möchten und die russisch-orthodoxe Kirche können sich die Hände reichen.Auch die katholische Kirche ist eifrig dabei, wenn es darum geht, in christlichen afrikanischen Staaten Homosexuelle für möglichst lange Zeit in den Knast zu sperren. Herr Ratzinger duldet das.
Sie glauben doch nicht im Ernst an dieses Märchen, dass irgendjemand
eine homosexuelle Vorschulerziehung in St. Petersburg beabsichtigt hat.
Für schwule Jugendliche allerdings wäre es sehr wichtig, zu lernen, dass sie ok sind, so wie sie sind.
Versuchen Sie sich nur einmal in die Situation eines schwulen Jugendlichen und seine Verzweiflung hieneinzuversetzen.
1. Das Gesetz verbietet nur die Propagierung von Homosexualität, Bisexualität, Transgendertum und Pädophilie vor M i n d e r j ä h r i g e n.
2. Die Gay-Community von Petersburg hat sich (deswegen?) mit ihrem Material gezielt vor K i n d e r g ä r t e n postiert, um dort "aufzuklären".
3. Im Falle einer Verurteilung der Verhafteten werden ihre Anwälte das russische Verfassungsgericht anrufen. Es gibt also einen korrekten Rechtsweg.[/QUOTE]
Ich geh mal ganz selbstverständlich davon aus, dass der Beitrag ironisch gemeint ist. Aber schön zu sehen, dass sie eher an der Existenz des Plakates zweifeln, als an Nazis die jede (!) Kreuzung Rostocks besetzen. Aber natürlich, der komplette Osten ist ja bis in den letzten Winkel völlig nationalschimmlig! Es gibt ernsthafte Probleme, die man nicht wegdiskutieren kann. Aber genauso im "Westen" ( Beispiel: Rechtsextremismus: Warum es Neonazis nach Dortmund zieht | Gesellschaft | ZEIT ONLINE ). Wer da jetzt mehr zu bieten hat ist irrelevant. Die Falle liegt im Klischeedenken. Egal, ob bei Homosexuellen, Ossis oder ... .
"Sexualpraktiken, die Menschen im gegenseitigen Einverständnis ausüben", "die Prostata anstupsen" ja, ja...
Es ist bezeichnend, daß sich die körperliche Sexualität, allen Verklärungen entgegen, so regelmäßig als der Kern der gleichgeschlechtlichen Interessen herausstellt, anders gesagt, daß es immer wieder auf das P... hinausläuft.
Was viele an der gleichgeschlechtlich orientierten Community stört, ist eben diese Fixierung auf exzessive und sehr häufig promiskuöse Aktivitäten. Zwar gibt es offenbar auch treue homosexuelle Paare, der Reiz liegt aber für viele, wenn nicht die meisten (jedenfalls für weit mehr als unter den Heterosexuellen) in der Möglichkeit, sich körperlich ungehemmt mit zahllosen Partnern auszuleben.
Eine gewisse Zurückhaltung hat nur Aids auferlegt; früher waren die sogenannten Darkrooms eine Selbstverständlichkeit. So sagte Freddie Mercury, der Nacht für Nacht durch die entsprechenden Etablissements zog, einem warnenden Bekannten: "Ich mache was ich will, wo ich will und mit wem ich will." Die Folgen sind bekannt.
Das soll man nun normal finden, um nicht "homophob" genannt zu werden!
Da war doch mal sowas mit dem Artikel 3 GG, fällt mir jedenfalls ganz spontan ein.
- Ist ja wohl immernoch so, dass die gleichgeschlechtlichen Paare nur verpartnern dürfen mit eventuellen Nachteilen im Steuerrecht.
- Wie ist das Adoptionsrecht mittlerweile geregel? Weiß das einer?
- Kirchliche Träger dürfen bei bekanntwerden der sexuellen Orientierung nach wie vor dem AN fristlos vor die Tür setzen.
Wie gesagt, ohne Recherche fällt mir das ganz spontan ein, es gibt aber sicherlich noch viel mehr.