DPAErwischt! Wer zu spät kommt oder schwänzt, dessen Eltern sollen automatisch eine SMS bekommen. So will Berlin gegen Schulverweigerer vorgehen, drei Schulen testen die neue Software. Droht die digitale Gängelung der Jugend? Und was, wenn die Daten in falschen Händen landen?
http://www.spiegel.de/schulspiegel/s...-a-864584.html
Hallo,
komische logik! Also wenn weiter per post benachrichtigt wird ist alles OK oder was? Ja sorry die zeit geht nach vorne und eine SMS ist eine neue art der mitteilung wie es einst auch der brief war. Auch bei einem brief können die daten in falsche hände geraten. Also der artikel ist voll daneben und altmodisch.
Das Problem liegt nicht bei den Schülern, sondern bei den Eltern. Deshalb wird das in der Praxis deshalb nicht funktionieren, da die, die es betrifft entweder a) ständig wechselnde Handy Nummern haben oder b) ihre Handy-Nummer nicht angeben oder c) schlicht nicht erreichbar sein wollen.
Wenn Konsumenten sich von der Bank per SMS eine neue TAN für eine Überweisung senden lassen oder eine Airline per SMS über Verspätung am Gate informiert funktioniert das doch auch.
Ich könnte mir eher vorstellen, dass viele Eltern überhaupt keine Lust haben, sich ständig um das Gebaren ihres Nachwuchs kümmern zu müssen.
Ins Klassenbuch wird nur die Abwesenheit eines Schülers eingetragen. Ob er geschwänzt hat, geht daraus nicht hervor. Im übrigen: Auch Tadel wegen sonstigen Fehlverhaltens dürfen seit vielen Jahren nicht mehr ins Klassenbuch eingetragen werden - aus datenrechtlichen Gründen.
Eine Schule kann nicht feststellen, ob ein Schüler schwänzt. Sie kann nur feststellen, ob ein Schüler abwesend ist und ob dafür eine Entschuldigung vorliegt. Die Feststellung eines unentschuldigten Fernbleibens bedeutet nicht, dass der Schüler schwänzt. Es kann auch einfach nur bedeuten, dass die Erziehungsberechtigten keine Entschuldigung geschrieben haben. Daher kann es auch keine Datenbankeinträge über "Schwänzen" geben.
heute schon rufen (sollten sie zumindest) Lehrer bei Verdacht auf Schulschwänzerei das Elternhaus an. Ebenfalls werden SMS verschickt, obwohl das direkte Gespräch vorzuziehen ist. Kontakte zwischen Eltern und Lehrern sollten immer wieder auf persönlicher Ebene im Gespräch statt finden.
ist das schon Gang und Gäbe. Hier in Irland z.B. wird morgens die Anwesenheit kontrolliert. Fehlt jemand, gibt's ne SMS an die Eltern: "Your son / daughter was absent....etc."
Das ist zur Info an die Eltern, Namen werden in der SMS nicht erwähnt. Als Elternteil weiss ich dann recht schnell ob mein Kind in der Schule war oder nicht. Dann kann ich auch gleich fragen warum nicht und erfahre das nicht erst Wochen oder Monate später bei einem Blick auf die unentschuldigten Fehltage.
"Sehr geehrte Frau Mustermann, Ihr Sohn Max ist heute nicht
zum Unterricht erschienen..." Oh mein Gott, man stelle sich nur
vor, solch sensible Daten würden in falsche Hände, also z.B. auf
dem Handy von Onkel Herbert landen... das wäre eine nationale
Katastrophe. Ironie off!
Also, wenn das schlimm ist, dann müssen wir jegliche Form der Kommunikation
abschaffen. Dann muss wirklich der Lehrer nach der Schule persönlich
vorbei fahren und im abhörsicheren Lehrerauto die Mutter über
den Fehltag unterrichten.
Ich halte so ein Vorhaben für richtig. Jedoch würde ich es nicht sofort bei allen
Schülern anwenden. Auch im Beruf kommt jeder mal zu spät. Einsetzen würde ich
es bei Schülern, die häufig fehlen. Auch wenn Kommentar #1 das schon wieder als
Gängelung und Diktatur auffasst - Kronische Schulschwänzer werden nach dem sie
die Hauptschule nicht geschafft haben rummotzen, dass sie ja nie eine Chance hatten
und aufgrund ihrer bildungsschwachen Eltern diskriminiert wurden usw. Denn für
eigenes Versagen ist man ja mittlerweile nicht mehr selbst verantwortlich. Die
Schuld wird auf die Gesellschaft geschoben und diese kann sich durch solche
Maßnahmen wehren. Denn einen guten Schulabschluss ohne in die Schule zu gehen,
weil man halt mal keinen Bock hat, gibt es nicht.
Dass Eltern die Noten ihre Kinder einsehen können, halte ich jedoch für falsch.
Die Abwesenheit von Schülern zentral und langfristig digital zu speichern erscheint mir fragwürdig.
Das mit den SMS ist allerdings eine gute Idee, schon aus Gründen der Sicherheit, für den Fall das dem Schüler unterwegs etwas zugestossen ist oder er sich ohne Wissen der Eltern sonstwo herumtreibt. Ansosnten dauert es ja oft wesentlich länger bis die Eltern über die Abwesenheit benachrichtigt werden.