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Digitale Pille: Funksignal aus dem Magen

Proteus Digital HealthTechnologie zum Schlucken: Die US-Arzneimittelbehörde hat eine digitale Pille zugelassen, die Funksignale aus dem Magen aufs Smartphone schickt. Ärzte können so besser kontrollieren, ob man seine Medikamente wirklich nimmt. Kritiker fürchten eine Entmündigung des Patienten.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...850402,00.html
  1. #1

    Vorteil fuer Krankenkassen?

    Nur dann bezahlen, wenn der Patient das Medikament wirklich nimmt, ansonsten muss der Patient das slbst bezahlen. Klingt verlockend und wuerde die Gesundheitskosten sicherlich signifikant senken. Nachteil: totale Kontrolle oder staatlicher Zwang, eine Pille nehmen zu muessen, um z.B. leistungen beziehen zu duerfen - schoene neue Welt 2.0
  2. #2

    vor allem wenn wir auf der Erde zu viele werden kann man uns schneller ausknipsen als mit AIDS oder Vogelgrippe
  3. #3

    Verhaften und einsperren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Technologie zum Schlucken: Die US-Arzneimittelbehörde hat eine digitale Pille zugelassen, die Funksignale aus dem Magen aufs Smartphone schickt. Ärzte können so besser kontrollieren, ob man seine Medikamente wirklich nimmt. Kritiker fürchten eine Entmündigung des Patienten.

    Digitale Pille: Pillen senden aus dem Magen ein Signal - SPIEGEL ONLINE
    ... der Wunschtraum jeder Diktatur.
    Jeder Mensch muss für sich selber entscheiden können, wofür oder wogegen er sich behandeln lassen will. Es ist nicht zu fassen.
    Vergleiche übrigens auch das Urteil vom Bundesgerichtshof am 20.06.12 - Verbot der Zwangsbehandlung
  4. #4

    Pharmakratie auf dem Vormarsch

    Man muss heute schon weit weg von der "Zivilisation" ziehen, um noch als über sich selbst bestimmender Mensch leben zu können. Schon heute werden ungezählte Menschen gezwungen, in der ambulanten Psychiatrie Psychopharmaka zu nehmen, die sie zu Zombies machen und deren regelmässige Einnahme per Blut- oder Urinprobe kontrolliert wird. Wenn der Messwert der Psychopharmakakonzentration unter der festgelegten Dosis liegt, droht dem Patienten Einweisung in die geschlossene Psychiatrie und dortselbst noch härtere Methoden der Unterwerfung und psychischen Vernichtung, z.B. Elektroschocks.
    Die Psychiatrie wird mit solchen Kontrollmöglichkeiten zu einem noch stärkeren bewaffneten Arm des Staates. Absolute Macht korrumpiert absolut und derlei Pillen bahnen den Weg dorthin. Prost Mahlzeit...
  5. #5

    Zitat von malanda Beitrag anzeigen
    ... der Wunschtraum jeder Diktatur.
    Jeder Mensch muss für sich selber entscheiden können, wofür oder wogegen er sich behandeln lassen will. Es ist nicht zu fassen.
    Vergleiche übrigens auch das Urteil vom Bundesgerichtshof am 20.06.12 - Verbot der Zwangsbehandlung
    Richtig. Jeder soll für sich entscheiden. Aber dann auch ganz oder gar nicht. Wenn ich zum Arzt gehe, damit Kosten im Gesundheitssystem verursache, dann aber die verordneten Medikamente nicht nehme, dann darf ich mich auch nicht beschweren, wenn ich die Zeche selber zahlen muss. Schlimm genug, dass es überhaupt soweit gekommen ist, über solche Erfindungen nachdenken zu müssen (aus medizinischer Sicht, politischer bzw. diktatorischer Mißbrauch steht auf einem ganz anderen Blatt).
  6. #6

    Zitat von mr.nicegay Beitrag anzeigen
    vor allem wenn wir auf der Erde zu viele werden kann man uns schneller ausknipsen als mit AIDS oder Vogelgrippe
    Werden? Wir sind schon zu viele. Aber die Natur wird's mal wieder regeln, früher oder später..
  7. #7

    Also mir wäre ein Verfahren lieber, das verlässlich sagt, welche Medikamente der Patient überhaupt nimmt. Die größten Intelligenzbolzen schreiben ihre Medikamente gar nicht auf und lassen dann Sprüche vom Stapel wie "Das müssen Sie doch wissen!" - "Haben Sie denn keinen Zugriff auf die Akte von meinem Hausarzt?" - "Das können Sie doch übers Blutbild rausfinden, oder?" oder der Klassiker "Welche Medikamente? Das weiß ich jetzt nicht, aber Sie wissen schon, die kleinen weißen runden mit der Rille in der Mitte!"
  8. #8

    Selbstschutz

    Dass manche Patienten ihre Medikamente nicht nehmen, kann auch ganz handfeste Gründe haben. Gerade dann, wenn der Arzt in halbgöttlicher Selbstsicherheit die Diagnose nicht hinreichend geprüft hat, oder die Nebenwirkungsproblematik respektive Kontraindikationen ihn in seinem Elfenbeintum nicht interessieren ("Patient jammert unbegründet"), entstehen solche Fälle. Ein Bekannter von mir wollte seine Blutdruckmedikamente nie nehmen, weil er danach praktisch kollabierte. Der Arzt hatte dazu nur ärgerliche Anekdoten zum Besten zu geben.
  9. #9

    Zitat von jockelano Beitrag anzeigen
    Dass manche Patienten ihre Medikamente nicht nehmen, kann auch ganz handfeste Gründe haben. Gerade dann, wenn der Arzt in halbgöttlicher Selbstsicherheit die Diagnose nicht hinreichend geprüft hat, oder die Nebenwirkungsproblematik respektive Kontraindikationen ihn in seinem Elfenbeintum nicht interessieren ("Patient jammert unbegründet"), entstehen solche Fälle. Ein Bekannter von mir wollte seine Blutdruckmedikamente nie nehmen, weil er danach praktisch kollabierte. Der Arzt hatte dazu nur ärgerliche Anekdoten zum Besten zu geben.
    Dann sollte der Bekannte evtl. den Arzt wechseln oder zumindest einen weiteren Arzt zu Rate ziehen (andere Dosierung, anderer Wirkstoff..). Wenn ein Patient kollabiert, weil er notwendige Medikamente gar nocht genommen hat, ist auch niemandem geholfen.


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