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Digitale Nutzungsrechte: Amazon sperrt Kindle-Account

APDas Konto einer Nutzerin von Amazons Kindle wird gesperrt, weil sie angeblich gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hat. Auf ihre Nachfrage reagiert das Unternehmen schmallippig. Erst als breit über den Fall berichtet wird, reagiert Amazon - mit einem merkwürdigen Tipp.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/a...-a-862926.html
  1. #1

    Drm

    Wenn man sich durch das Angebot der E-Books auf Amazon klickt, dann gibt es zwar einen Button, auf dem "kaufen" steht, ein Blick in die Lizenzvereinbarungen von Amazon stellt aber ausdrücklich klar: "Digitale Inhalte werden durch den Anbieter von Inhalten lizensiert, nicht aber verkauft".
    Diese recht ungenierte Form der Abzocke ist leider nicht nur bei Büchern üblich, auch im Bereich der Software geht man so vor und zwar nicht nur im Digitalvertrieb. Wer beim Mediamarkt mit einem Computerspiel zur Kasse geht, hat wahrscheinlich schon erstmal den Eindruck etwas "gekauft" zu haben, dass ihm dann auch "gehört", und in diesem glauben möchte man ihn von Seiten des Anbieters auchgerne lassen, bis die Ware bezahlt ist. Anschließend wird man nicht müde das Gegenteil zu betonen.
  2. #2

    kein Ebook-Reader

    "Digitale Inhalte werden durch den Anbieter von Inhalten lizensiert, nicht aber verkauft". Das heißt: Der Käufer kann das Buch nutzen, aber nicht besitzen. Verstößt man gegen die Nutzungsbedingungen, heißt es weiter, kann Amazon den Zugang zu den E-Books "ohne Erstattung von Entgelten sofort sperren". Damit unterscheidet sich der Kauf eines digitalen Buches eklatant von dem Kauf eines gedruckten Buches.
    Genau deswegen habe ich kein Ebook-Reader wie Kindl sondern kaufe noch gedruckte Bücher aus echtem Papier. Abgesehen davon kosten durch die verrückte Buchpreisbindung E-Books hier fast genau so viel wie Gedruckte; jedenfalls die, die mich interessieren. Nur gedruckte Bücher kann ich verleihen, verschenken, verkaufen und wenn die mir jemand ohne Erstattung von Entgeld wegnimmt, gibt es richtig Ärger...
  3. #3

    optional

    Kein Mitleid mit Menschen die ohne zu überlegen DRM geschützte Software,Hardware,eBooks,Musik oder oder oder kaufen.
    Strafe muss sein wenn man sich schon freiwillig zum Rechteverzicht bewegen lässt.
  4. #4

    So wird datt nix !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Konto einer Nutzerin von Amazons Kindle wird gesperrt, weil sie angeblich gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hat. Auf ihre Nachfrage reagiert das Unternehmen schmallippig. Erst als breit über den Fall berichtet wird, reagiert Amazon - mit einem merkwürdigen Tipp.

    Amazon sperrt Account einer Kindle Nutzerin samt Bibliothek - SPIEGEL ONLINE
    So wird datt nix !
    Würde man bei uns - an der Küste - sagen, wenn man sich die verlinkten Beiträge
    Amazon wipes customer's Kindle and deletes account with no explanation | Money | guardian.co.uk
    und
    A healthy reminder from Amazon: You don’t buy ebooks, you rent them — Tech News and Analysis
    in Ruhe durchliest. Die sind im übrigen um einiges aussagekräftiger und detaillierter als der SpOn-Artikel.

    Wieso soll ich nur für das LESE-Recht fast den Preis eines gedruckten Buches bezahlen ?
    Und dann auch noch dieses dubiose Verhalten von Amazon.

    Nö, dann verzichte ich auch auf das neue Kindle, mit dessen Kauf ich ja schon geliebäugelt habe. Dann wird es eben ein andere PDF-/MOBI-/eBook-Reader.
    Und garantiert kein Kauf aus der Amazon-Bibliothek - ich lass mich doch nicht am Nasenring durch den Ring führen.
  5. #5

    Bei Amazon keine Ebücher

    Ich werde aufgrund dieser Nachricht jedenfalls keine EBücher bei Amazon kaufen. Da nehm ich doch lieber ein gedrucktes Buch. Amazon wird das merken, wenn sich viele Kunden zum Boykot entschließen. Oder ich "leihe" mir in einer offentlichen Bibliothek ein Buch, kosten bei uns einen kleinen Jahresbeitrag.
  6. #6

    optional

    das ist aber Betrug, es wäre schliesslich ein leichtes auf dem besgten Knopf "personengebundene Lizenz erwerben" o.ä zu schreiben....
  7. #7

    Interessant wäre es gewesen, wenn der Artikel näher auf die Hintergründe der Sperrung eingegangen worden wäre. Welche Verstöße gab es? Der Artikel bringt mir in dieser Form nämlich nicht wirklich was!
  8. #8

    Öffentliche Bücherei

    Die haben auch zunehmend E-Books die man erkennbar sichtbar ausleiht und auch auf DRM fähigen Readern lesen kann.
    Für mich war beim "Kauf" von Hörspielen oder Musik immer wichtig, dass man die Möglichkeit hat, die Musik dann ohne DRM auf CDs zu brennen.

    Bei E-Books und den Readern scheint das Ausdrucken der Texte wohl unwirtschaftlich zu sein, so dass die Option gar nicht erst vorgesehen ist.
  9. #9

    Digitale Bücherbrennung

    Man hätte meinen sollen, dass Amazon seit diesem Vorfall hier
    E-Reader Kindle: Amazon löscht digitale Exemplare von "1984" - SPIEGEL ONLINE ein wenig schlauer geworden wäre.

    Ich verstehe aber hier auch weder die Verlage noch die Filmindustrie - warum müssen die jeden Fehler der Musikindustrie nachmachen? Mit dem digitalen Verkauf von Musik geht es doch auch erst aufwärts, seit die MI der Gängelungstechnologie grösstenteils entsagt.

    Die Filmheinis haben diese Lektion noch nicht gelernt. Hier habe ich beim Einlegen einer DVD erstmal eine Zwangsbeglückung mit Kundenbeschimpfung à la "noch 4 mal singen" und Belehrungen darüber was so alles verboten ist.

    Und die Verlagshäuser sind genau so dumm. Ein Hörbuch bei Audible kaufen? Komplett unmöglich da DRM-verseucht und keine freie Software zum Abspielen verfügbar. Kann ich mein Hörbuch da noch in 30 Jahren hören? Fragen über Fragen. Und 30 Jahre sind hier wirklich optimistisch, siehe Microsoft schaltet DRM-Server in den USA ab | iRights.info

    E-Books sind sicherlich eine feine Sache - sofern die ohne DRM-Container und Inhaltskontrolle daherkommen. Und Amazon ist hier ja nicht der einzige Marktteilnehmer mit entsprechendem Lernpotzenzial. Wenn Barnes und Noble in seinem Ebook von Krieg und Frieden das Wort "kindled" durch Nooked ersetzt - dann hakt es wirklich ganz gewaltig.
    Vielleicht sollte die ganze Branche noch viermal singen Noch vier mal singen - YouTube und dann Angebote machen bei denen der Kunde nicht verarscht wird. Dann wird es auch was mit Ebooks.


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