Diese Relativierung eines Problems halte ich für fahrlässig. Ich kann ihnen einige gegenteilige Beispiele nennen. Wobei man sich vor den Einzelbeispielen hüten sollte. Das ist wie zu sagen "Alkohol ist ungefährlich" mit der Begründung "ich kenne da ein paar Leute, die seit Jahren gemäßigt und kontrolliert trinken". es kommt halt auf die Umstände, das Maß und die individuelle Disposition an.
Das Problem ist in der Tat die Pubertät. Ich habe in der Familie das Problem selbst jahrelang verdrängt mit der Begründung " ist halt die Pubertät" und später "ist halt das Erwachsenwerden". Pustekuchen.
Im Gegensatz zu vielen Vätern kenne ich mich mit den digitalen Medien bestens aus, nutze sie und habe bis vor kurzen auch mal gerne ein Game gespielt. Da ich beruflich mit digitalen Medien zu tun habe, kenne ich aber auch die Untersuchungen, Studien, Nutzungsgewohnheiten etc.
Das ist nicht mit Fernsehen vergleichbar. Es ist nämlich INTERAKTIV. Und außerdem habe ich früher nie Menschen gesehen, die Ihren Fernseher permanent mit sich herum trugen ;-)
Nochmal: das permanente Reagieren auf die Reize erzeugt eine Abhängigkeit von denselben. Es führt zu einem Flow-Zustand, das ist was anderes als Medienkonsum!

Antworten / Zitieren

