Zitat von
Tatsache
"Dann sollten sich die Eltern aber beeilen. Wenn sich die Kids erst mal an den Flow permanenter Reaktion gewöhnt haben, ist es meist zu spät. .... Wie öde und langweilig ist doch die reale Welt im Vergleich zur virtuellen, wo man auf jede Aktion SOFORT eine Reaktion erhält. Es ist eine Art Pest ...."
Stimmt leider genau. Ich stelle bei meinen Schülern (15 -19 Jahre) eine bisher nicht vorstellbare Tendenz zur Verblödung fest. Richtig schlimm ist es, seitdem die Streichelhandys den dauerhaften Kontakt zum Internet ermöglichen.
Aufgabenstellungen, die Konzentration und ein wenig Geduld erfordern, werden nach 60 Sekunden mit den Worten " Das versteh ich nicht" oder "Das ist viel zu kompliziert" abgebrochen. Es wird förmlich erwartet, dass die Aufgabe sich durch Anschauen sofort selbst bearbeitet.
Texte die mehr als drei (!) Sätze umfassen, oder Sätze mit mehr als 15 Wörtern werden nicht gelesen oder nicht verstanden. Die Frustrationstoleranz ist inzwischen bei Null! Die Fähigkeit sich mehr als einige Minuten auf irgendwas zu konzentrieren ebenfalls.
Die Auswirkungen dieser Medien für junge Menschen sind durchaus gleichzusetzen mit dem Konsum harter Drogen. Abhängigkeit bis zur Selbstaufgabe, geistiger Zerfall, oft kaum noch wirkliche soziale Kontakte, aber 1000 Freunde bei Facebook.
Eltern, die ihren Kindern (< 16) mehr als eine Stunde Medienkonsum am Tag erlauben, begehen schwere Kindesmißhandlung und fügen ihrem Nachwuchs irreparablen Schaden zu.
Übrigens, meine Schüler wollen Fachabitur machen !!!!! Abbruchquote 70%, Tendenz stark zunehmend. Der Zusammenhang "Je Smartphone, desto blöd" ist leider ziemlich eindeutig.