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Digitale Lebenswelt: Am Tag nach der Arbeit

Was bedeutet die digitale Vernetzung für die Arbeitswelt? Das Angestelltendasein gilt in Deutschland noch immer als einzig wahre Form des Broterwerbs. Doch die Zeiten der lebenslangen Gleichförmigkeit sind vorbei. Jetzt heißt es: Aufwachen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...830734,00.html
  1. #80

    Da ist schon ein Unterschied

    Zitat von Kapuz Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das Gezeter mit dem Grundeinkommen nicht. Was ist ALGII (HartIV) anderes als ein Grundeinkommen? Niemand in Deutschland muss verhungern oder frieren und wir bei Krankheit behandelt. Das ist doch schon lange da.
    Nein. Hartz IV ist kein Grundeinkommen, das ist eine Mindest-Grundsicherung für Menschen in Notlagen.
    Nach dem Willen der BGE-Befürworter soll das BGE jedem hier lebenden Bürger zugestanden werden. Egal ob er arbeitert oder nicht. Eine der Überlegungen dabei: Arbeitskosten sinken, der Lohn stockt das BGE auf. Und weil es keine Sozialleistungen gibt, gibt es auch keine Bürokratie mehr - meinen die BGE-Freaks. Ich sage dazu: Humbug und Unfug und: es gibt kein Grundrecht auf bezahlte Freizeit und Freibier.
    Die Grundidee (Negativsteuer) stammt vom Chef aller Neoliberalen, Milton Friedman.
  2. #81

    Zitat von vulfolik Beitrag anzeigen
    Ja, die Anspruchsteigerungen sind sicher auch ein Grund.
    Vielmehr ein Grund für die 40 Mio abhängigen Werktätigen ist aber eher, dass die ganze Gesellschaft noch immer auf 'Hauptsache Arbeit' getrimmt ist. Hauptsache wir schaffen irgendwo Arbeit, egal wie unsinnig die ist. Maschinen, die Arbeit ersetzen, sind böse böse böse.

    Unsere Welt ist doch voll von unsinniger Arbeit. ....
    Sagen wir mal so: In unserer Gesellschaft unterwerfen sich viele Bürger der typisch deutscher Arbeitswut, damit sie Waren kaufen und konsumieren können, die sie zu einem Grossteil gar nicht wirklich brauchen. Falls beim einen oder anderen Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Ganzen aufkommen, werden sie durch Werbung auf Vordermann gebracht oder fliegen aus ihrem Job.
  3. #82

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Bei 82 Millionen Einwohnern macht ein BGE von 1000 Euro nach Adam Riese 820 Milliarden aus.
    1000 x 82.000.000 = 82.000.000.000 (= 82 Milliarden)
    Wenn sie die mal 12 nehmen (d.h. kein Weihnachtsgeld!!) kommen sie auf 984 Milliarden, also knapp 1 Billion pro Jahr.
    Damit ist ihr Vorposter näher an der Wahrheit als sie.

    Außerdem dürften die meisten lieber keine 50% Steuern (ohne Absetzungsmöglichkeiten) zahlen wollen. Ihre 1000€ machen das auch nur idioten schmackhaft.
    Zumal Krankenkasse und Pflegeversicherung ja immernoch gezahlt werden müssen.

    Ein BGE will die Mehrheit nicht, ist extrem teuer und völlig unsinnig, da völlig wider die Natur des Menschen.
  4. #83

    Zwiedenken

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Sagen wir mal so: In unserer Gesellschaft unterwerfen sich viele Bürger der typisch deutscher Arbeitswut, damit sie Waren kaufen und konsumieren können, die sie zu einem Grossteil gar nicht wirklich brauchen. Falls beim einen oder anderen Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Ganzen aufkommen, werden sie durch Werbung auf Vordermann gebracht oder fliegen aus ihrem Job.
    Es ist ja im Grunde noch schlimmer, als von Ihnen geschildert. Nicht nur, dass du arbeiten sollst um zu konsumieren, du sollst auch konsumieren, damit wir genügend Arbeit haben. Und es kommt ja noch besser: du sollst nicht nur konsumieren, nein, du sollst auch sparen.
    ___
    Und Wirtschaftswissenschaftler und Politiker schaffes es tatsächlich diesen Gedanken ("Konsumiere und spare!") in einen einzigen Kopf zu bringen. Orwell hat so etwas in 1984 mal Zwiedenken (oder Doppeldenk) genannt. Wenn man den Roman liest, denkt man immer: so irre können doch keine Menschen sein - doch, können sie, leider.
    ___
    Der deutsche Bürger glaubt allerdings, diesem Zwiedenk entkommen zu können, indem er ihn in 'Geiz ist geil!' übersetzt.
  5. #84

    Also bisher konnte ich Sie immer ernst nehmen und Ihre Meinung stets nachvollziehen können, aber jetzt, wo Sie ernsthaft das BGE fordern, haben Sie sich selbst in die Lächerlichkeit manövriert. Ich jedenfalls werde Sie in Zukunft nicht mehr für voll nehmen können, Herr Lobo.
  6. #85

    Und es kommt noch besser, Sascha...!

    Print me a Stradivari: www.economist.com/node/18114327 ... wenn binnen Kuerze die 3D-Drucker nicht mehr nur noch in den R&D Abteilungen der Grossunternehmen stehen werden, sondern auch in den Hinterhofklitschen, dann geht's mit den heutigen Organisationsformen von Unternehmen und Arbeitsverhaeltnissen definitiv den Bach runter... endlich!

    Uebrigens, fuer die Vielen, die es hier wieder mal besser wissen wollen als der Autor (wie ja "normale" Spiegelleser immer):

    - Die Cloud von der hier die Rede ist, basiert auf Netzwerk-Servern und Servernetzwerken, die soviel Speicherkapazitaet und Prozessorgeschwindigkeit haben, dass sie Millionen, ja Milliarden Anfragen auf einmal erledigen koennen (s. Google). Das "gab's" nich' "schon seit 30 Jahren"... und wenn's das schon solange gab, warum wendet dann IBM das erst heute an: www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,813388,00.html ???

    - Das bedingungslose Grundeinkommen ist kein Linksklassiker, sondern auch liberaler Klassiker (s. Ralf Dahrendorf und M. Friedman dazu), und ist eigentlich zeitlos, da keine einfache Option, sondern mittelfristig eine Notwendigkeit. Da hilft auch kein Winden und kein Wenden. S.Lobo hat's genau erfasst: wir wuerden die Chancen der "Maschine" verspielen, wenn wir nicht Arbeit und Einkommen endlich strukturell entkoppeln, und somit Freiraeume schaffen, die andere Arbeit, mehr Arbeit und bessere Arbeit ermoeglichen werden.

    - "Arbeiten wann's uns passt" wird mehr und nicht weniger Mehrwert im wahrsten Sinne des Wortes schaffen. Die Gemeinkasse fuer alles, inkl. des BGEs, soll hauptsaechlich aus Konsum- und nicht aus Einkommenssteuern finanziert werden. Und vielleicht auch aus Transaktionssteuern, das waere sehr angebracht.
  7. #86

    Geld wollen sie alle haben und ausgeben, aber neu erfinden, will es keiner. Dann habt ihr eben Pech gehabt. Das BGE und EURO und Steuern passen nicht zusammen, weil bei den Steuern/Abgaben davon ausgegangen wird, dass nie genug Geld da sein wird und deshalb per Abgaben eingezogen werden muss, sodass es immer Leute geben wird, die sich ums Geld kloppen und folglich Kriegsschlachten finanziert werden die niemals irgendetwas Gutes zurückgeben, sondern Menschenleben und Rohstoffe unwiderruflich schlucken. Die 25 wenn nicht mehr-prozentige Beteiligung Deutschlands gemeinsam mit Frankreich an der EADS ist ja unwichtig, weil jeder nicht nur an seinen Arsch denkt. Wir sind weit gekommen und bewegen uns doch nicht von der Stelle. Wer meint, dass Geld ein Geschenk ist, der hat sie nicht alle, also von wegen Bedingungsloses Grundeinkommen! Denn genau so wenig ist Geld dazu da ein besserer Diener zu sein und doch bloß ein Sklave zu bleiben. Jeder hat sein Kreuz selbst zu tragen. Der Euro ist dazu da Sklaven zu bezahlen, aber der Mensch nicht dafür geboren um dem Euro oder irgendeinem andern Mist gefallen zu müssen. Also: auf auf, in die Wälder und Holzhütten gebaut, Schluß mit der dämlichen Zivislisation, denn damit sind die sprechenden Äffchen ohne Fell von Natur aus überfordert, obwohl sie bloß ein bisschen Organisation und Verwaltung erfordert. Aber vielleicht ist das auch schon zu viel Verlangt, denn um alles muss sich das Äffchen selbst kümmern.


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