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Digitale Lebenswelt: Am Tag nach der Arbeit

Was bedeutet die digitale Vernetzung für die Arbeitswelt? Das Angestelltendasein gilt in Deutschland noch immer als einzig wahre Form des Broterwerbs. Doch die Zeiten der lebenslangen Gleichförmigkeit sind vorbei. Jetzt heißt es: Aufwachen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...830734,00.html
  1. #70

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was bedeutet die digitale Vernetzung für die Arbeitswelt? Das Angestelltendasein gilt in Deutschland noch immer als einzig wahre Form des Broterwerbs. Doch die Zeiten der lebenslangen Gleichförmigkeit sind vorbei. Jetzt heißt es: Aufwachen.

    Sascha Lobos Kolumne zum Tag der Arbeit am 1. Mai - SPIEGEL ONLINE
    Herr Lobo, ihre Schlussfolgerung ist falsch. Es wird nicht zur allgemeinen Glückseeligkeit kommen. Es wird kein Grundeinkommen geben - im Gegenteil.
    Der demographische Wandel, oder besser die demographische Bankroterklärung, wird zu mehr als nur zur Vollbeschäftigung führen. Es wird zum Absinken des Lebensstandarts kommen. Für soziale Träumereien wird kein Geld da sein (wer soll den dieses "Grundeinkommen zahlen??).

    Und wenn Arbeit wirklich dirket nachvollziehbar wird, dann werden noch einige arg aufheulen.
  2. #71

    Zitat von autocrator Beitrag anzeigen
    wenn es aber so ist, dass zur Grundversorgung der Bevölkerung immer weniger arbeitende Menschen benötigt werden,.
    Ist es aber nicht. Damit ist der ganze Rest ihres Textes irrelevant.
    Begründung: Was als "Grundversorgung" angesehen wird, steigt mit den theoretischen Möglichkeiten. Sonst würden 2000 kCal und ein Wohnheim reichen.
    Doch das will ja niemand. Es braucht Urlaube, Internet und sonstigen Luxus den vor 50 Jahren noch niemand hatte.
    Das ist auch der Grund, warum wir 40 Millionen Arbeitestätige haben, obwohl wir 1000 mal effizienter sind als vor 100 Jahren.
  3. #72

    Trommeln für das digitale Leben

    Wieder einmal hat sich Sascha Lobo selbst übertroffen. Zum Maifeiertag beklagt er den abhängigen Broterwerb der angestellten Kreatur und lädt sie zugleich in seine Cloudwelt ein, verheißt Glück und Befreiung. Zugleich tut er genau das, für das er anderen den Spiegel vorhält: Das gleichförmige und unerträgliche Trommeln für seine Werbekundschaft. Mehr Narzismus geht nicht! Das von ihm in seiner Befreiungsbotschaft verwendete Zitat über "Die Angestellten" könnte auch eine ganz andere Auslegung erfahren: Es kommt nicht darauf, dass die Menschen durch das Internet verändert werden, es kommt darauf an, dass die Menschen das Internet verändern.
  4. #73

    gläserne Mitarbeiter

    Interessanter Ansatz bezüglich des gläsernen Mitarbeiters, leider hängen die Gewerkschaften nach meiner Beobachtung den Veränderungen noch hinterher wärend die Netzparteien diese Entwicklung eher noch weiter (unbeabsichtigt?) fördern werden.
  5. #74

    Grundeinkommen

    Ich verstehe das Gezeter mit dem Grundeinkommen nicht. Was ist ALGII (HartIV) anderes als ein Grundeinkommen? Niemand in Deutschland muss verhungern oder frieren und wir bei Krankheit behandelt. Das ist doch schon lange da.

    Cloud und Vernetzung geht sicherlich bei vielen Berufen und wird dort auch parktieziert. Sicherlich ein Grund warum immer mehr kleine Läden zu machen müssen.
    Karriere oder Berufung muss jeder für sich entscheiden. Und das hat in erster Linie mit Ansprüchen zu tun, die man selbst an seinen Lebenswandel stellt. z.B. kann ich mit dem Fahrrad recht kostengünstig 200km zurücklegen oder dem Auto oder Bahn. Meiner Meinung nach sollte die Gemeinschaft nicht gezwungen sein, die 200km-Reise mit Auto/Bahn zu bezahlen. Das sollte das Individuum schon selber machen.
  6. #75

    Zitat von demarche Beitrag anzeigen
    .... Es kommt nicht darauf, dass die Menschen durch das Internet verändert werden, es kommt darauf an, dass die Menschen das Internet verändern.
    Das ist haargenau das Problem das hier nun, und schon davor, bei Sascha Lobo kurzgefasst festgestellt wird.

    Das ist so wie die Straße mit dem Verkehr zu verwechseln.
    Wobei die Starße faktisch analog dem Internet entspricht.
    Bei Lobo sieht es ganz nach Methode aus, und gefüttert werden die, die es ebenfalls so verwechselt wissen wollen, weil sie vielleicht meinen es dann, den eigentlichen Tatsachen entsrechend, besser verstehen zu können, und bekanntlich ja auch kontrollieren zu können.

    Was man aber verstehen sollte, das ist, das selbst die nicht verdrehte und somit passende Analogie, selber auch nur maximal zur Hälfte stimmt. (Musil, auch wenn's sehr frei nach dem ist.)
  7. #76

    richtig

    Zitat von Spiegelkritikus Beitrag anzeigen
    Viele namhafte Experten und Institute haben aufgezeigt, dass ein BGE von beispielsweise 1000 Euro je Bürger durchaus finanzierbar ist, entsprechende Änderungen im Steuerrecht vorausgesetzt.
    Das sehe ich auch so. Es wird nämlich eines vergessen: schon jetzt ist D eine einzige, große Umverteilungsmaschine. Und die Mächtigen verteilen nach Gusto - vorzugsweise an ihre Klientel. Mit einem BGE und einem vereinfachten Steuerrecht sowie einer Fördereralismusreform könnte man hunderte von Milliarden freisetzen, denn die ganzen Bürokraten und professionellen Umverteiler braucht kein Mensch mehr. Allein die ARGEs...!

    Man muss es nur wollen. Das ist alles.
  8. #77

    Fortschritt und Arbeit

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Ist es aber nicht. Damit ist der ganze Rest ihres Textes irrelevant.
    Begründung: Was als "Grundversorgung" angesehen wird, steigt mit den theoretischen Möglichkeiten. Sonst würden 2000 kCal und ein Wohnheim reichen.
    Doch das will ja niemand. Es braucht Urlaube, Internet und sonstigen Luxus den vor 50 Jahren noch niemand hatte.
    Das ist auch der Grund, warum wir 40 Millionen Arbeitestätige haben, obwohl wir 1000 mal effizienter sind als vor 100 Jahren.
    Ja, die Anspruchsteigerungen sind sicher auch ein Grund.
    Vielmehr ein Grund für die 40 Mio abhängigen Werktätigen ist aber eher, dass die ganze Gesellschaft noch immer auf 'Hauptsache Arbeit' getrimmt ist. Hauptsache wir schaffen irgendwo Arbeit, egal wie unsinnig die ist. Maschinen, die Arbeit ersetzen, sind böse böse böse.

    Unsere Welt ist doch voll von unsinniger Arbeit. Ich brauche keine Produktausräumer in Supermärkten - das können Roboter machen. Ich brauche auch keine Kassiererinnen - das kann über Chips auf den Produkten laufen. Ich brauche überhaupt keine Leute in Geschäften, die mir Dinge andrehen.

    Und auf die Automobilindustrie kommt ja auch noch einiges zu. Mittelfristig werden sich Elektroautos durchsetzen - gezwungenermaßen. Nur leider sind die Dinger so verdammt viel einfacher zu bauen und zu warten, als die Verbrennungsgeschosse. Elektromotoren laufen und laufen und laufen ...
    Fast die ganze heutige Zulieferindustrie kann dicht machen - inklusive Werkstätten und Tankstellen ...

    Und dann die ganze Menschenverschwendung in Banken und Telekommunikationsunternehmen. All die Mathematiker, die unsere tollen 'innovativen' Finanzprodukte kreieren - und die ganzen Fußnotenproduzenten könnte man für weitaus wohlstandsförderndere Projekte einsetzen. Wir brauchen unbedingt eine progressive Fußnotensteuer auf Verträge. Und dann die ganzen Call-Center, die anständige Menschen nur von der Arbeit abhalten und damit doppelt unproduktiv sind ...

    Vom Krankheitssystem will ich jetzt lieber erst gar nicht anfangen.

    Wenn ich durch die Welt gehe, sehe ich überall Arbeit, die nicht gemacht werden müsste, die oft sogar schädlich für die Umwelt und das Wohlbefinden anderer Menschen ist.

    Diese Knechtarbeit, in der wir nun seit Jahrhunderten leben, hat uns doch nur die Bibel mit ihrem 'im Schweiße deines Angesichts ...' eingebracht. 'Gibt dem Knecht Arbeit, dann hast du deine Ruhe' steht da auch irgendwo. Genau darum geht's der Obrigkeit.

    Arbeit ist toll - wenn sie für den Menschen einen Sinn macht und sie nicht für das pure Überleben erzwungen wird.

    Leider wird das sehr sehr schwer umzusteuern sein. Viele sind gerne Knecht anderer Leute, lassen sich gerne sagen, was sie zu tun haben. Das ist über viele Generationen erlernt und weiterverebt.
  9. #78

    Zitat von blowup Beitrag anzeigen
    ...Man muss es nur wollen. Das ist alles.
    Und wer will so eine Inflation genannte Situation ?
  10. #79

    die hier reflexartig behaupten, ein bedingungsloses Grundeinkommen sei unrealistisch, hab ich mal ein paar Links zusammengestellt, die als Einstieg in die Thematik hilfreich sein können:
    http://www.bge-interaktiv.de/alle.html
    http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/
    https://www.grundeinkommen.de/im-netz-links
    In der Schweiz wurde vor zwei Wochen eine Volksinitiative auf den Weg gebracht, die die Einführung eines BGE zum Ziel hat. Damit wurde schon ein gesamtgesellschaftlicher Kulturimpuls angestossen, der auch für Deutschland wünschenwert wäre. Der jeweils aktuelle Stand der Diskussion um das BGE in der Schweiz ist unter http://www.grundeinkommen.ch/category/news/ nachzulesen.


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