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Digitale Erregungszyklen: Die Zeit des permanenten Skandals hat begonnen

CorbisDas digitale Zeitalter hat uns in eine Phase der ständigen Skandale geführt. Heute muss man nicht mehr berühmt sein, um zum Opfer zu werden, gleichzeitig kann jedermann einen Skandal auslösen. Neun Thesen zum Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...829638,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das digitale Zeitalter hat uns in eine Phase der ständigen Skandale geführt. Heute muss man nicht mehr berühmt sein, um zum Opfer zu werden, gleichzeitig kann jedermann einen Skandal auslösen. Neun Thesen zum Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter.

    Skandale als digitale Erregungszyklen: Der Kontrollverlust im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Vor dem digitalen Zeitalter konnte man durch üble Nachrede nur seinen Wohnblock oder Stadtteil verseuchen, heute die ganze Welt und das sogar anonym.
    Nun kann jeder Wicht sich groß machen, indem er andere anonym verunglimpft.
    Die Masse hat das Wort, sprich "Scheiße ist gut, denn Billionen von Fliegen können sich nicht irren."
    Wissen ist dumm, denn das anklicken von Google und Wikipedia reicht aus, um neunmalkluge Kommentare abgeben zu können.
    Arbeit um etwas zu erreichen wird durch Copy and Paste ersetzt.
    Das digitale Zeitalter muss noch gelernt werden. Wir sind noch in der Steinzeit der neuen digitalen Welt.
  2. #2

    optional

    wie gut, dass man den artikel auch gleich via facebook "liken" kann. Das ist der Skandal.
  3. #3

    Von den lieben Autoren werden immer diese sozialen Netzwerke und ihre "Kann"-Allmacht beschworen. Komischerweise interessiert sich keiner meiner sog. Friends auf Facebook wirklich, was ich da so mache... und die, die sich interessieren sind auch im echten Leben Freunde und wissen, dass ich bekloppt bin. Und auf twitter, was ich als Informationsneschaffungsmedium sehr zu schätzen gelernt habe, will mir einfach niemand folgen - und irgendwie glaube ich ja auch, dass sich daran nichts ändern würde, selbst wenn ich jetzt anfange Fotos von mir im Leoparden-Tanga zu posten.... das will ja auch eh keiner mehr sehn. Ich befürchte, dass diese allmächtigen sozialen Medien gar nicht so sozial sind, wie einige gerne erzählen wollen, sondern eher eine weitere und auch sehr gute Möglichkeit der Informationsverbreitung von den alten bekannten. Und ja es gibt diese Phänomene von Youtube-Stars und so weiter und das ist ja auch ganz gut so - aber da steckt doch ein bisschen mehr dahinter als die Verbreitung eines mit dem Handy gedrehten Videos auf einer Plattform. Was allerdings sicherlich richtig ist, ist die Tatsache, dass man Dinge veröffentlichen kann.... allerdings ist es fraglich, ob die auch jemand sehn will. Um das zu erreichen, befürchte ich, bedarf es mehr als nur eines Youtube-Accounts. Aber immerhin muss man die Dinge nicht mehr auf CD pressen und per Hand in Briefkästen werfen.
  4. #4

    Ist es wirklich skandalös ..

    .. oder ist es einfach nur die Angst, dass der Großteil der Menschen geistig nicht reif für die Möglichkeiten des Informationsflusses des Internet sind?

    Das der mögliche Skandal im digitalen Zeitalter wie ein Damokles Schwert über den Köpfen einiger weniger hängt, hat womöglich auch etwas mit dem Versuch der Kontrolle und Zensur des Internet zu tun ..

    Aber was mach ich mir nur immer für Gedanken, kein Mensch hat die Absicht die Menschen unter Generalverdacht zu stellen! ;)
  5. #5

    Inflation der Skandale (Skandälchen!?)

    Alles, was sog. "Ohnmächtige oder kleine Leute" fabrizieren, sind allenfalls Skandälchen, selbst wenn es noch so schlimm ist. Um einen richtigen Skandal zu fabrizieren, muss man Macht (Geld, Enfluss, Medienwirksamkeit) haben, sonst ist es nicht wichtig genug. Bei den "Mächtigen oder großen Leuten" reichen auch schon kleinere Verfehlungen u.U. für einen handfesten Skandal, da Fehler dieser Leute i.d.R. folgenschwer sind.
  6. #6

    Skandal?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das digitale Zeitalter hat uns in eine Phase der ständigen Skandale geführt. Heute muss man nicht mehr berühmt sein, um zum Opfer zu werden, gleichzeitig kann jedermann einen Skandal auslösen. Neun Thesen zum Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter.

    Skandale als digitale Erregungszyklen: Der Kontrollverlust im Netz - SPIEGEL ONLINE
    Die Daten an sich sind weder gut noch böse, es sind nur Nllen und Einsen.
    Erst der-oder diejenige(n),die Daten zusammenführen zu irgendeinem Zweck lassen eine Bewertung nach gut oder böse zu. Das ist genauso wie bei einem Hund. Nicht der Hund ist gut oder böse sondern der ihn an der Leine hat.
    Und seien wir ehrlich : Ohne die Möglichkeiten des Internets wäre mancher wirkliche Skandal gar nicht öffentlich geworden, sondern unter den berühmten Teppich gekehrt worden.
  7. #7

    Der kategorische Imperativ

    Zitat: Der kategorische Imperativ des digitalen Zeitalters lautet daher: "Handele stets so, dass Dir die öffentlichen Effekte Deines Handelns langfristig vertretbar erscheinen. Aber rechne damit, dass dies nichts nützt."

    Dem ist nichts hinzuzufügen. So, wie kriegen wir das nun hin, dass dieser Imperativ millionenfach verbreitet wird, damit möglichst viele ihn beherzigen mögen?
  8. #8

    Bürgernetz

    Wieso sprechen wir von RadioSENDERN und FernsehSENDERN?
    Die Informationsweitergabe braucht 3 Dinge.

    1. Einen Sender (Person)
    2. Eine Übermittlung (Brief, Zeitung, Telefon, TV, Internet,...)
    3. Einen Empfänger (Person)
    Das Telefon hat wie zuvor der Brief erlaubt, dass eine Person einer anderen Personen eine Information übermitteln kann.
    Hingegen sind Zeitungen, wie auch das Fernsehen, Massenmedien, weil ein Sender (Journalist, Moderator) gleichzeitig viele Empfänger (Leser, Zuschauer) hat.

    Das Internet bietet nun beide Möglichkeiten. Die E-Mails ergänzen die Individualkommunikation von Telefon und Brief. Blogs, Foren oder Homepages bieten die Möglichkeit wie bei Zeitungen und Fernsehen viele Menschen zu erreichen.

    Aus meiner Sicht sollten daher die neuen Kommunikationsmöglichkeiten durch eine öffentlich-rechtliche Internetanstalt jedem Bürger zu Verfügung stehen.

    Entwicklung eines Bürgernetzes | mister-ede.de
  9. #9

    Anstand

    Mir käme es nicht in den Sinn den Nachbarn aufzunehmen und in Youtube einzustellen, wenn er stolpert oder sich halb entblößt im Garten bewegt. Das ist normaler Anstand.

    Doch die Anstandsschwelle sinkt immer weiter. Die Privatssphäre ist schon längst sehr stark eingeschränkt.
    Man macht es uns schließlich vor. Ob Politiker, Unternehmen oder Gesetzgebung.

    Es gab (oder gibt) ein Gesetz das ungefähr lautet, dass man hinweisen muß, dass man Videoüberwacht wird. Die Umsetzung ist mangelhaft. Da werden die Straßenräume der Unternehmen gefilmt oder Überwachungskameras in Umkleidekabinen.

    Mangelhafte Staatstrojaner und heimliche Auswertung von Handyprofilen ist inzwischen selbstverständlich.

    Es wird kein halten mehr. Inzwischen von niemanden mehr. Wieso auch - es scheint salonfähig.








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