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Digitale Demokratie: Was hat die Krise mit dem Netz zu tun?

Wo findet man Antworten auf alles? Loriot nutzte ein Konversationslexikon, heute gibt es das Internet. Nun kann das Netz die dringlichste Frage beantworten: Was kommt nach der Eurokrise? Eine bessere, digitale Demokratie.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...842246,00.html
  1. #20

    Ist doch nur...

    ...eine Anregung zum Nachdenken und Diskutieren.
    Sascha Lobo schlägt ja nicht ernsthaft vor das "isländische Modell" auf Deutschland zu übertragen. Auf Island liegen ja ganz andere Voraussetzungen vor.
    Die Frage ist doch, ob wir in Deutschland eine direkte Demokratie im Sinne des "Schweizer Modells" haben möchten. Ob die digitale Demokratie eine bessere ist als die direkte Demokratie mit Volksentscheide in allen Bereichen ist eine ganz andere Frage.
    Aber im Grunde hat Sascha Lobo natürlich Recht, jede fundamentale Krise ist ein Grund über die "parlamentarische, Digitale Demokratie" zu diskutieren.
    So wie er es unter "tl;dr" fromuliert liegt ja auch nahe, dass die die parlamentarische Demokratie inzwischen auch eine digitale ist, anderseits die "Digitale Demokratie" immernoch nicht wirklich parlamentarische Repräsentation erfährt.
    Geschickt formuliert Herr Lobo!
  2. #21

    schnipsel

    in [http://knol2.wordpress.com/a/sieben-sachen/wiki-mail/e-mail-kommunikation/] nach island suchen (bzw. nach island-saga) .

    ich hatte SL mal meine stimme angeboten, es kam aber keine reaktion . nun habe ich ich jemand weitaus besseres gefunden :
    [http://forum.spiegel.de/f22/s-p-o-n-fragen-sie-frau-sibylle-ab-sofort-regiert-frau-berg-64727-16.html#post10489808] .
    ich wäre aber bereit, mich bei ihm dranzuhängen, wenn er meinen platz in bezug auf alletoria übernimmt .
    im übrigen schließe ich mich #9 und anderen hier an: es kommt auf die personen an . und die habe ich gefunden .
    punkt .
  3. #22

    Euro-Unsinn

    Die unglaublichen Bemühungen die Kunstwährung Euro zu stützen - haben völlig den Blick verstellt auf das Wesen der EU: Zusammenführung der europäischen Nationen und Angleichung in Bildung und Arbeit und kulturelles Zusammenwirken. Der Euro-Währungsunsinn führt zum Gegenteil. Wir brauchen zunächst nicht eine gemeinsame Währung, sondern gemeinsame Berufsausbildung, gemeinsame Sozialstandards, intensiven Studenten- und Lehrlingsaustausch und und ...Aber: Stopp dem Euro-Mist,
    der Europa auseinanderreisst aufgrund der divergierenden Produktivitäten.
  4. #23

    Zitat von eine-Meinung-unter-Vielen Beitrag anzeigen
    ... mit anschließender "digitalen Demokratie"? Das klingt schon recht verträumt. Ich bin da pessimistisch.

    Warum ich meine, dass so etwas kaum passieren wird? Weil die Voraussetzungen dafür fehlen. Egal ob analoge oder digitale Medien - es sind und bleiben nur Werkzeuge. Was fehlt, ist der "Homo Sapiens Demokraticus". Die Spezies gibt es zwar, aber sie gehört zu den bedrohten Arten.
    Da muß ich ihnen zu meinem Bedauern zustimmen.
    Demokratie leidet zunehmend unter dem Mangel an Demokraten.

    Mitreden wollen sie alle, dümmliche Kommentare in ein Forum tippen, aber mitmachen ist das nicht.

    Immer wieder liest man die Kommentare von politikverdrossenen Mitforisten wie "Einheitsblock", "Parteienherrschaft", etc.
    Laberlaberrhabarber - ändern wird sich nur etwas durch mitmachen.

    Niemand dieser verdrossenen wird daran gehindert eine eigene Partei zu gründen (wir sind ja nichtin Rußland), niemand daran gehindert in eine bestehende Partei einzutreten und mitzuhelfen, sie von unten zu ändern.

    Beides sind leider Prozesse, die langwierig sind, deren Erfolge, wenn überhaupt, erst in Jahren und Jahrzehnten sichtbar werden. Die auch am Ende nie der eigenen Wunschvorstellung entsprechen, denn es gehört die Fähigkeit zum Kompromiß, zum Nachgeben dazu, ansonsten gäbe es 80 Mio Parteien für 80 Mio Menschen und 80 Mio Meinungen in D - und keine Entscheidungen.

    Gut zu beobachten ist das heute schon auf kommunaler Ebene.
    Gut, da wird "nur" über das Anlegen eines Radweges oder die Müllverbrennungsanlage vor ihrem Haus entschieden, aber grade hier, wo die direkten Einflußmöglichkeiten sehr viel größer sind als im nationalen oder globalen Rahmen, ist die Beteiligung oftmals Null.

    Wo, wenn nicht in einer Kommunal- oder Bezirksratswahl hat meine Stimme als Bürger mehr Gewicht? Und grade dort, liegt die Wahlbeteilugung - die erste und niederste Form der politischen Beteiligung am Niedrigsten.

    Erst wenn der Einzelne begreift, daß auch er kleines Licht etwas ändern kann und nicht in Fatalismus verharrt "die da Oben machen doch sowieso was sie wollen", ist Veränderung möglich - das Medium Internet würde solche Prozesse nur erleichtern. Aber ohne diese Einsicht nützt das Medium Internet auch nichts.
    Jeden Tag vier Kommentare ins SPON hacken ändert tatsächlich nichts, außer sich mal den Frust von der Seele getippt zu haben ;)

    Der Fatalismus "nichts ändern zu können" wird zur self-fulfilling-prophecy. Wer deswegen nichts tut, überläßt die Entscheidungen einer Minderheit, die dadurch erst "macht was sie will".
    Dabei gibt es durchaus Gegenbeispiele: Brent Spar, ACTA .. leider alles nur Verhinderungsbeispiele und keine Gestaltungsbeispiele.

    "Dagegen sein", gegen alles was eine Veränderung des eigenen Status quo bedeuten würde ist leider oft das Einzigste was Menschen demonstrieren oder eine politische Beteiligung anstreben läßt. Dabei ist das keine politische Haltung. Das wäre "für etwas anderes sein" - aber schon da findet sich oft kein gemeinsamer Nenner, man zerstreitet sich heillos.

    Politischer Gestaltungswille entsteht erst aus einer "dafür"-Haltung, aus dem Willen zur Veränderung. Denn nur aus Veränderung kann Verbesserung entszehen. Aus Bewahren eher selten.
    Die gängiste politische Haltung in Deutschland ist leider die Besitzstandswahrung.
  5. #24

    Zitat von teufelsküche Beitrag anzeigen
    sich zu informieren, eine Meinung zu bilden und etwas zu organisieren ist heutzutage ja theoretisch nicht das Problem. Vielmehr besteht die Crux darin, daß kaum noch jemand eine Text liest der länger als einen halben Bildschirm ist (und das bei durchschnittlich 500px Spaltenbreite in einem Blog).

    Mäh, zu lang, mag ich nicht lesen, lieber Zweizeiler und lustige Bilchen bei Facebook angucken gehen...
    Kann ihnen in der Einschätzung nur zustimmen. Eine Beobachtung die ich auch verstärkt gemacht habe, leider z.T.auch bei mir selbst. Die Ablenkung ist so nah...der nächste kürzere und evtl.prägnantere Kommentar/Eintrag auch. Ich arbeite daran!versprochen.
  6. #25

    2/3 Des Artikels sind sinnloser Ballast, dazu noch schwer lesbar. Nichts gegen Loriot aber komm mal zum Punkt, Mann.

    Zum spärlich vorhandenen Inhalt kann ich nur sagen: Europa ist nicht Island. Wir fahren gerade mit Volldampf in die Diktatur, da wird das Internet oder Facebook nichts dran ändern.
  7. #26

    was kommt nach der Krise?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wo findet man Antworten auf alles? Loriot nutzte ein Konversationslexikon, heute gibt es das Internet. Nun kann das Netz die dringlichste Frage beantworten: Was kommt nach der Eurokrise? Eine bessere, digitale Demokratie.

    Sascha Lobo: Loriot, die Euro-Krise und das Internet - SPIEGEL ONLINE
    der Mensch ist nicht dazu geschaffen irgendetwas gut oder besser zu machen. Nach der Krise werden sich neue oder andere Interessengruppen bilden und dem Bürger neue Lasten auferlegen von denen wir heute noch keine Ahnung haben! S.h. die Entwicklung Mensch "homo sapiens" hat ihren Zenit überschritten und nicht geschafft das angestrebte Niveau zu halten. Profane Gier hat Forschung und Wissenschaft auf den zweiten Rang verwiesen. Möglicherweise werden Viren und Bakterien die neuen Herrscher dieses Planeten - nach Dinosauriern und Menschen!
  8. #27

    Digital, na ich weiss nicht...

    ... sicherlich wird das Kommunikationsmittel Internet den Informationsaustausch bei demokratischen Prozessen beschleunigen.

    Die Lösung der Krise ist immer noch analog, bei den Regierungen, Opposition, den Parteienorganisationen und den Wählern zu finden.

    Die Frage ist doch, Währung hin- oder her, das ist nur eine, hilfreiche, Marginalie, ob wir ein gemeinsames Haus Europa wollen wo man sich gegenseitig hilft und achtet?

    So ein Haus braucht gewisse Regeln des miteinander Umgehens und wenn der Mieter nebenan den Flur nicht pünktlich oder ordentlich kehrt gibt eshalt Ärger. Und wenn der Blockwart zu sehr nervt, halt auch. Es wird immer ein paar schwarze Schafe geben und man muß sich Regularien geben wie mit solchen Strolchen umzugehen ist. Insofern ist die Krise eine Chance die Hausordnung krisensicherer zu machen.

    Oder wollen wir die Chance nutzen und die Hausgemeinschaft auflösen und kleinere Häuschchen, mit zusammen höheren Unterhaltskosten, selbsttätig zu führen. Wir bleiben Grundstücksnachbarn und wenn der eine seinen Garten zumüllt wird es auch bei uns zu stinken anfangen.

    Meiner Meinung ist die Chance auf Prosperität in der Option mit Hausgemeinschaft besser, weil man sich gegenseitig besser helfen kann und die Wege kürzer sind. Das Haus macht auch von Aussen mehr Eindruck, S-Klasse oder Reisebus halt.

    Mir der zweiten Option hat jeder seine eigene Verantwortung und stört nur am Rande. Tüchtige Häuslebauer mögen etwas besser dran sein aber auch sie könnten eines Tages krank und siech werden und was dann? Hier hat jeder seinen Smart und kann fahren wohin er will. Es macht halt weniger her.
  9. #28

    Digitale Demokratie ...

    Demokratie bis der Strom ausfällt!

    Herzliche Grüße
  10. #29

    Die Mär von der

    Es ist fast schon unerträglich, wie SPON es für angemessen hält, einem Hohepriester der Internetindustrie eine eigene Kolumne für sein Wirken zur Verfügung stellen. So erfahren wir Ausgabe um Ausgabe die neuesten „digitalen Wortschöpfungen“ des Herrn Lobo, die einzig den Sinn haben, die Leser in die sog. Sozialen Netzwerke zu locken, wo Lobpreiser und Türsteher in einer Person zum Begrüßungshandschlag parat steht. Den Einlass bezahlen die Angeheuerten teuer mit ihren persönlichen Daten und erhalten als Freundschaftsbeweis neuerdings sogar eine eigens dafür entworfene neue Digitalanschrift.

    Was haben wir nicht schon alles erfahren müssen: Von Menschen, die „digital“ leben, denken und handeln, von anderen, die sich in „digitaler Hilflosigkeit“ befinden, wenn sie solch queren Gedankengängen nicht folgen mögen. Einzig einem „Digitalen Gott“ hat Herr Lobo bisher die Anerkennung in einer vorherigen Kolumne verweigert, wohl weil er weiß, dass geschrieben steht, keine anderen Götter neben sich zu dulden.

    Und in dieser Kolumne geht es neuerdings um die digitale Vision einer ebenso genannten Demokratie. Sie geht davon aus, dass die Schöpfer und „Menschheitsbeglücker“ der Internetindustrie tatsächlich ihre eigenen Strategien der Markbeherrschung zu ihrem eigenen profitablen Nutzen außer Kraft gesetzt hätten. Was wir im Gegenteil täglich erleben, ist die zunehmende soziale Verarmung unserer Gesellschaft gerade durch eine aufgeblähte Social Media, die den Blick auf erstrebenswerte Visionen eher vernebelt und den Verdacht nährt, dass wahre Demokratie gar nicht gewollt ist.
    Es wäre an der Zeit für SPON, eine neue Kolumne zu öffnen, wo die teilweise gravierenden Veränderungen in unserer Gesellschaft, die mithilfe digitaler Informations- und Steuerungsmechanismen verursacht wurden, durch eine wirklich demokratische Diskussionsplattform zu erweitern. Dort sollten kompetente Autoren zu Wort kommen, die den „Wirtschaftszweig Internet“ kritisch nach allen Seiten beleuchten können, als uns nur ständig mit „digitalen Plattitüden“ zu ermüden. Das ist umso wichtiger, desto mehr den Internet-Konsumenten eingehämmert wird, dass sie dazu berufen sind, durch ihr „Online-Sein“ die Welt zu verändern.

    In diesen Tagen veröffentlichten zahlreiche Medien die von einer Agentur lancierte Statistik, die fast schon im Ton der Empörung darüber lamentierte, dass jeder vierte Deutsche „offline“ sei. Da ist die Frage sicher angebracht, ob das nicht in Wahrheit die glücklicheren Menschen sind im Vergleich zu den vielen „Onlinern“, die immer häufiger an „digitaler Demenz“ erkranken und sich früher oder später in einer Suchtklinik wiederfinden.








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