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Digitale Bibliotheken: Der Staat spart, Google digitalisiert

Google hat bisher 15 Millionen Bücher digitalisiert, EU-Mitglieder gerade mal 1,2 Millionen. Denn Staaten wie Deutschland zahlen wenig für die Digitalisierung. Google füllt die Lücke, hilft Bibliotheken, die nicht einmal genug Geld für die Rettung der Papierarchive vor Säurefraß haben.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...753229,00.html
  1. #1

    Warum mischt sich Merkel da ein?

    Es ist doch Sache von Google und den Autoren/Verlagen, was mit den Büchern passiert. Wenn Google gegen geltendes Recht verstößt, dann lässt sich das gerichtlich verbieten. Insofern sollte Merkel einfach mal innehalten, oder eben ein neues feines Gesetz machen.

    Ebenso ist es bei Google News. Wem das nicht gefällt, der braucht sich ja nicht indizieren lassen.
  2. #2

    Bin ich blind?

    Zitat von Progger Beitrag anzeigen
    Es ist doch Sache von Google und den Autoren/Verlagen, was mit den Büchern passiert. Wenn Google gegen geltendes Recht verstößt, dann lässt sich das gerichtlich verbieten. Insofern sollte Merkel einfach mal innehalten, oder eben ein neues feines Gesetz machen.

    Ebenso ist es bei Google News. Wem das nicht gefällt, der braucht sich ja nicht indizieren lassen.
    Wo lesen Sie denn den Namen Merkel?
  3. #3

    merkwürdige Lobbyarbeit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Google hat bisher 15 Millionen Bücher digitalisiert, EU-Mitglieder gerade mal 1,2 Millionen. Denn Staaten wie Deutschland zahlen wenig für die Digitalisierung. Google füllt die Lücke, hilft Bibliotheken, die nicht einmal genug Geld für die Rettung der Papierarchive vor Säurefraß haben.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...753229,00.html

    Wir der Auto dieses Beitrages eigentlich von SPIEGEL.Online bezahlt oder von Google?
  4. #4

    So ist es...

    Zitat von Progger Beitrag anzeigen
    Es ist doch Sache von Google und den Autoren/Verlagen, was mit den Büchern passiert. Wenn Google gegen geltendes Recht verstößt, dann lässt sich das gerichtlich verbieten. Insofern sollte Merkel einfach mal innehalten, oder eben ein neues feines Gesetz machen.

    Ebenso ist es bei Google News. Wem das nicht gefällt, der braucht sich ja nicht indizieren lassen.
    Sie haben natürlich recht.

    Sowohl Politik als auch deutsches Volk fangen immer an, refelxbehanfet "los zu schlagen", wenn der Name Google fällt.

    Das alles ist fern jeder Differenzierung und Realität.

    Wie häufig ich alleine google maps nutze, auch StreetView. Das ganze sogar beruflich, da ich mir vor der Fahrt zu einen Termin immer ein Bild über die Parkplatzsituation vor Ort machen kann, nach der ich meine Fahrtzeit plane...

    Google hat einen großen Beitrag zm digitalen Zeitalter geleistet.

    Ich habe keine Angst vor Google und der Privatwirtschaft im Allgemeinen. Diese Firma erhält nur die Daten, die ich bereit bin frei zu geben. Ich habe eher Angst vor den ganzen SWIFT-Abkommen, Fluggastdaten-Sammlungen, Bewegungsprofilen durch Vorratsdatenspeicherung usw. Der Staat, nicht ein Konzern könnte mir in irgendeiner Zukunft schaden!
  5. #5

    Thema verfehlt!

    Herr Lischka, ich habe selten so einen schlechten Artikel gelesen.

    Wenn man hier die Möglichkeit hätte, Artikel mit einer Note zu bewerten, würde der eine glatte 5 bekommen.

    Der rote Faden Ihres Artikels ist bashing. Sie verdrehen alle Fakten, damit alleine dies am Ende stehen bleibt.

    Nach Ihrer verqueren Logik sollte man ein Fachbuch, das 2010 erschienen ist und vielleicht € 80 kostet, einfach einscannen und allen Studenten per Internet kostenfrei zugänglich machen. Das ist Ihrem Artikel nach die einzige 'wahre' Aufgabe einer Bibliothek.

    Sie haben überhaupt nicht verstanden, dass das Urheberrecht den Unterschied macht. In München werden von google Bücher gescannt und online gestellt, deren Urheberrecht abgelaufen ist. (Haben Sie sich auch mal diese Digitalisate angesehen? Google kann natürlich viel besser angeben, wenn Sie sagen, wieviele Millionen Bücher sie schon gescannt haben. aber in welcher Qualität?)

    Sie haben offenbar auch nicht verstanden, was ein Buch ausmacht. Wenn es nach Ihnen geht, muß man ein altes Buch einfach nur einscannen und dann kann das vergammeln. (Haben Sie schon mal ein Buch vor 1800 in den Händen gehalten?)

    und das ist bei weitem nicht alles, das einen Sachverstand vermissen läßt ...
  6. #6

    Google digitalisiert

    Google erledigt Sachen (Maps, Books, Dokuments, Mail) die jedem zugänglich sind der ein Gerät und einen Internetzugang hat umsonst! Google ist meiner Meinung nach eine große Aufklärungsmaschine!
    Noch nie hatte ich einen größeren Zugriff auf Wissen und Meinung. Google schlecht zu machen ist m.E. doof und dumm. Deshalb ist der Artikel gut und notwendig, weiter so :-).
  7. #7

    Bücher sind kein Wahlkampfthema

    Von Merkel und Co erwartet niemand etwas anderes, als das Lied der jeweils lautesten Lobbygruppe zu singen. Das wird nur kurzzeitig unterbrochen in Wahlperioden, wenn die Wahlmanager meinen, mit Aktionismus und Populismus dem Wahlvolk Honig ums Maul schmieren zu müssen. Bücher sind dafür leider ungeeignet, Pech für die Bildungsrepublik.
    Im Falle der Digitalisierung sind es die Rechteverwerter, denen es über zehn Jahre nicht gelungen ist, geeignete Verwertungsmodelle zu finden, die den Gegebenheiten des digitalen Zeitalters standhalten. Mangels eigener Kompetenz lassen sie nun die Politik ihre Jammerleier vortragen.
    Von dieser Lobby und ihren politischen Sprachrohren ist nichts anderes zu erwarten als Verbieten, Untersagen und Blockieren. Keine Ideen, keine Visionen, keine Zukunft. Lieber Bücher einstampfen als die kleinste Ritze im Vertriebsmodell zuzulassen.

    Hoffen wir, daß Google ganze Arbeit macht. Für Kultur und Bildung und daß in Zukunft auch unsere Kinder wissen, daß es Geschichte gibt.
  8. #8

    genau

    Zitat von bärlinereiner Beitrag anzeigen
    Nach Ihrer verqueren Logik sollte man ein Fachbuch, das 2010 erschienen ist und vielleicht € 80 kostet, einfach einscannen und allen Studenten per Internet kostenfrei zugänglich machen.
    so ist es. dann wird natürlich kaum noch jemand bücher schreiben, jedenfalls keine die irgendeinen wert haben.
  9. #9

    leider aber

    Leider aber sind aber ein Grossteil der gescannten gemeinfreien Bücher NICHT in den google-books zu lesen.

    Das trifft auf viele Bücher aus dem vorletzten Jahrhundert zu.

    Das liegt wohl an dem deutschen Recht:
    Der Urheberrechtsschutz endet 70 Jahre (§ 64 UrhG) nach dem Tod des Urhebers (nicht etwa nach Erscheinen), abgekürzt p.m.a. (post mortem auctoris).

    Google ist da übervorsichtig und zeigt nur Bücher die vor 1860 erschienen sind.

    Offensichtlich ist das so: nach 80 Jahre müsste der Urheber "ziemlich sicher" gestorben sein, nach weiteren 70 Jahren werden die Bücher gemeinfrei.
    2010-140 = 1860.

    Ich würde mir wünschen, dass google die Sterbedaten der Autoren weniger restriktiv behandelt, oder mehr einzelfälle nachprüft.

    Denn die haben einen Schatz in Deutscher Sprache in eine tolle, durchsuchbare Bibliothek gestellt, wir können sie aber nicht lesen, selbst wenn die Werke von 1870 sind.

    Was wir (oder die) dafür bräuchten ist eine Sterbedatumliste von Autoren von Werken vor 1940.

    Ein Beispiel: http://books.google.de/books?id=epYw...fschaften&cd=3


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