Wieso ist im Artikel eigentlich ständig von "Lesern" die Rede, wo es sich doch auisschließlich um Leserinnen handelt. Wäre es etwa frauenfeindlich, wenn klar gesagt würde, dass nur Frauen den Coraschund wegkaufen wie geschnitten Brot?
Konrad LischkaIn den Werken geht es um lüsterne Millionäre und glutäugige Highlander. Wer Heftromane des Hamburger Cora Verlags kauft, bekommt Liebe, Romantik und manchmal Sex. Vor allem im E-Book-Segment erzielt das Unternehmen satte Wachstumsraten - das Resultat einer schlauen Strategie.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...840810,00.html
Wieso ist im Artikel eigentlich ständig von "Lesern" die Rede, wo es sich doch auisschließlich um Leserinnen handelt. Wäre es etwa frauenfeindlich, wenn klar gesagt würde, dass nur Frauen den Coraschund wegkaufen wie geschnitten Brot?
Ganz grandios, die Umklammerung des Artikels mit den Schmonzetten-Zitaten. Und beim Namen "Duncan" fällt mir natürlich sofort die Highlander-TV-Serie ein, die mit dem tiefgründig blickenden Wie-hiess-er-noch-gleich schön flache Unterhaltung bot. Da bekommt man gleich Lust, auch mal so eine Schmonzette zu schreiben. ;-) Schade nur, dass die Autoren dieser Massenware so schlecht bezahlt werden (wie ich mal in einer Abhandlung über einen Konkurrenz-Verlag gelesen habe).
*hihi*
Ich habe früher stapelweise Jerry Cotton und ein paar John Sinclair gelesen. Glaub mir, das ist alles Schund, nur auf einer anderen Ebene. Schund im Sinne von: Eine Ansammlung von Stereotypen, die auf 64 Seiten immer gleichen Erzählmustern folgen. Nur weil Du den anderen Schund nicht magst, heisst das nicht, dass Dein Schund eine höhere Qualität hat.
Wenn Du mal Lust auf SciFi ohne Schund hast, greif zu Stanislaw Lem.
Weil es ein Ammenmärchen ist, daß die Cora-Romane nur von Frauen gelesen werden. Die Leserschaft besteht zu einem guten Teil (1/4 - 1/3) aus Männern. Ich finde es auch keineswegs frauenfeindlich, wenn man neutral von "Lesern" spricht ... vielleicht wäre es eher männerfeindlich, von Leserinnen zu sprechen, den bei den Lesern sind die Frauen immer noch mit enthalten, bei den Leserinnen die Männer aber ganz bestimmt nicht.