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Dieter Zetsche im Interview: "Jammern hilft nicht"

dapdDie Autoindustrie ist im Umbruch. Auch Daimler-Chef Dieter Zetsche muss Milliarden in Technologien investieren, die sich vielleicht nie durchsetzen. Im Interview spricht er über Chancen und Risiken der neuen Mobilität, das "verlorene Jahrzehnt" von Daimler - und sagt, warum die Herdprämie Unsinn ist.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...838097,00.html
  1. #1

    Im Süden nichts Neues

    Das war ja ein sehr artiges Interview! so konnte sich Herr Dr. Zetsche mal so richtig schön positionieren. Keine Fragen zu der lausigen Lackqualität der letzten Jahre, keine Frage zu dem Debakel mit Steuerketten, keine Frage zu den Gerichtsurteilen zum Thema Rost beim Vito und den unsäglichen Ausreden von der Daimler AG.
    Dafür schöne Prognosen für den Verkehr von 2032 und die Forderung nach Privilegien(Sonderparkplätze/sonderspuren usw.) für die E-motorisierten Dritt-Fahrzeuge von Kindern bzw. von Ehefrauen der super-verdienenden Manager.
    Bitte in Zukunft "härter" und "schärfer" hinterfragen! Bei dem Gehalt ist das Schmerzensgeld bereits enthalten!
    Kauri
  2. #2

    Also bitte:jammern hilft nicht !!!

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    Das war ja ein sehr artiges Interview! so konnte sich Herr Dr. Zetsche mal so richtig schön positionieren. Keine Fragen zu der lausigen Lackqualität der letzten Jahre, keine Frage zu dem Debakel mit Steuerketten, keine Frage zu den Gerichtsurteilen zum Thema Rost beim Vito und den unsäglichen Ausreden von der Daimler AG.
    Dafür schöne Prognosen für den Verkehr von 2032 und die Forderung nach Privilegien(Sonderparkplätze/sonderspuren usw.) für die E-motorisierten Dritt-Fahrzeuge von Kindern bzw. von Ehefrauen der super-verdienenden Manager.
    Bitte in Zukunft "härter" und "schärfer" hinterfragen! Bei dem Gehalt ist das Schmerzensgeld bereits enthalten!
    Kauri
    mit diesen kleinenMängel wollen wir nicht rumnörgeln.Das sind im Preis Premiumprodukte.Die Milliarden die Chrysler gekostet hatte,hätte man lieber in die Qulität stecken sollen!!Heute lebt man noch vom Nimbus vergangener Jahrzehnte.
  3. #3

    Personalkosten.

    Diese Frage ist nur hinterhältig. Was wollten die Reporter da hören? Das weiter Personal abgebaut wird, um den Gewinn weiter zu maximieren? Das ist schon fast ekelig, weil wir sprechen da über Menschen die Familie haben und deren Existens. Das hier der Spiegel nach der Pämisse: a bat new is a good new handelt, macht sie mit Sicherheit nicht sympatischer. Die frage hätte auch lauten können, wieviel arbeitsplätze Herr Zetsche gedenkt in naher Zukunft hier in Deutschland neu zu schaffen. Auch damit hätten sie ihr Ziel erreicht zu hören wohin der weg geht. Nur hat Herr Zetsche auf ihre heimtückische Frage ziemlich nichtssagend geantwortet und somit ihre Reporter dumm aussehen lassen.
  4. #4

    Schlecht!

    Das Problem ist, dass der Markenkern der technologischen Führerschaft, die wiederum den Motor des Fortschritts speist, durch die Produkte konterkarriert worden ist. Ein völliges Versagen zeigt die Kommunikation, welche bemüht ist, die Souveränität des Besten stets zu unterlaufen. Gerne auch durch misogyne Ausfälle oder Infantilitäten des Fahrers/ Besitzers. Besonders gerne auch in populistischer Kombination.

    Das Beste wird so gut wie nie erreicht. Nicht einmal im Ansatz. Ein Beispiel: Der aktuelle Spot mit der Nationalmannschaft. Vom Besten das Sounddesign, obwohl ein me-too, von Durchschnitt die Bildsprache, nicht erwähnenswert das Produkt und völlig falsch das insouveräne Gelaber vom Pulsschlag. Schlecht.
  5. #5

    Antrieb

    An Stelle der Autoentwickler würde ich eher auf Erdgasantriebe setzen, als auf Elektro. Erdgas ist momentan die einzige Möglichkeit, bei der eventuell in Zukunft langfristigere Speicherung elektrischer Energie möglich sein könnte (also Strom-Gas-Strom), aber Gas zu verstromen um es dann in Autos in extrem teuren Batterien zwischenzuspeichern kommt mir ziemlich seltsam vor.
  6. #6

    Schnautzer

    Sein Vor-Vorgänger Edzard wollte den Automobil-Weltraum-Konzern. Ein flop. Dann der Jürgen, der wollte, zusammen mit Chrysler, die Auto-Welt-AG. Ein flop. Hätte Dieter diese verbratenen Unsummen heute noch, so könnte er zusammen mit Kretsch die notwendige ÖkoMobil-Revolution besser finanzieren. Vielleicht können ja bald Zetsche und Kretsch, zusammen mit Fritz Kuhn als OB in Stuttgart, die 3 Schwaben der "grünen Mobilität" werden. Wir können alles, ausser Hochdeutsch!
  7. #7

    Also ich

    sitze praktisch immer alleine im Auto. Wo ist denn das Ein-Personen-Auto, das spritzig ist und eine entsprechende Reichweite hat?

    Das Design könnte man ja der Formel-1 entnehmen.

    Und wenn die Akkus mal schlappmachen? Was spricht dann gegen einen kleinen, effektiven Motor, der diese während der Fahrt wieder auflädt?
  8. #8

    War das ein Pseudointerview der Daimler Preseabteilung?

    Das Ganze liest sich so, als ob Herr Zetsche oder ein PR-Mann das Ganze als Gegenleistung für eine Anzeige selber formuliert hat. Ein Potpourri belangloser und harmloser Fragen als Steilvorlage für eine schöne Selbstpräsentation. So etwas kennt man in dieser Offensichtlichkeit eigentlich nur aus lokalen Wirtschaftsblättchen.
  9. #9

    Sackgasse motorisierter Individualverkehr

    Das Automobil ist ein rückwärtsgewandtes, Menschen und Natur zerstörendes, nicht beherrschbares und hochsubventioniertes Fortbewegungsmittel.

    Es wird nur durch Maßnahmen wie Abschreibungsmöglichkeiten für Dienstwagen künstlich am Leben gehalten. Und durch politische Schützenhilfe, indem ein hervorragend ausgebautes Schienennetz (man schaue sich mal das Schienennetz von 1920 an) zerstört wurde und stattdessen für den Autoverkehr Straßen, Parkhäuser und noch mehr Straßen gebaut wurden.

    Die Zeche zahlen die Tausenden Verkehrstoten, die Gesundheitsgeschädigten und die zum Krüppel gefahreren Opfer dieses "Wohlstandes". Sämtlichen externen Kosten, die durch das Automobil verursacht werden (Krankheitskosten, Umweltzerstörung, bis hin zu Beerdigungskosten), werden auf die Allgemeinheit abgewälzt.

    Wenn die Automobilunternehmen ernsthaft an zukunftsgewandter Technologie interessiert wären, würden sie z.B. anfangen, Straßenbahnen zu entwickeln.

    Opel hat damals, vor 100 Jahren, die richtigen Zeichen der Zeit erkannt, als sie angefangen haben, Autos statt Nähmaschinen und Fahrräder zu entwickeln. Jetzt haben sie gepennt und gehen vor die Hunde. Wenn Mercedes und Co. nicht künstlich am Leben gehalten werden, durch Firmenwagenvergünstigungen etc., wären sie schon längst den gleichen Weg gegangen.

    Oder sie machen sich an die Schwellenländer heran, damit jetzt diese ebenso zerstört werden.


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