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Was die Wirtschaft will: Seid korrekt und nett, Azubis

DPADie Wirtschaft giert nach Fachkräften, doch gute Bewerber fehlen, klagen Unternehmen in einer Verbandsumfrage. Die Betrieben interessiert neben guten Noten vor allem deren Sozialverhalten. Deswegen sehnen sich die Arbeitgeber nach einem altmodischen Instrument: die Kopfnote.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...832091,00.html
  1. #1

    Wie ist es denn um den Charakter der Unternehmer bestellt?

    Schon wieder ein neues Gejammer der Deutschen Unternehmer. Erst fehlen die Fachkräfte, jetzt sind die Bewerber angeblich sozial inkompetent.

    Wenn ich da nur an fangfragende Personaler, die mit widerlichen Psychotricks arbeiten, denke, dann kann es nahezu keinen Bewerber geben, der so sozial inkompetent und charakterlich verkommen ist, wie ein derartiger Personaler.

    Übrigens, dauerndes Gejammer zeugt ebenfalls von mangelnder Sozialkompetenz. Dazu gehört auch, sich einzugestehen, dass der Fachkräftemangel durch eine kurzsichtige und asoziale Personalpolitik hausgemacht ist, wenn er nicht sowieso eine Lüge ist (Lügen zeugt übrigens auch von sozialer Inkompetenz).

    Noch etwas, auch Wettberwerb gehört zum Wirtschaftsleben. Bewerber, die klar denken könnnen, gehen in die Schweiz und nicht zu einem dieser Ausbeuter-Unternehmen - kann ich aus persönlicher Erfahrung nur empfehlen.
  2. #2

    Was Azubis wollen: Seid korrekt und nett, Chefs!

    Deutschlands Azubis wünschen sich Erkenntnissen der Gewerkschaften zufolge mehr Sozialkompetenz der Ausbildungsbetriebe, also Einhalten der Gesetze, Ausbildungspläne und Tarifverträge.

    Chefs, die mit Tellern nach Gastro-Azubis schmeißen, die nach 6 Stunden Berufsschule noch Zehnstundenschichten verlangen oder die sich von Azubis den Rasen mähen lassen, sollten der Vergangenheit angehören.
  3. #3

    Gastgewerbe

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Was Azubis wollen: Seid korrekt und nett, Chefs!

    Deutschlands Azubis wünschen sich Erkenntnissen der Gewerkschaften zufolge mehr Sozialkompetenz der Ausbildungsbetriebe, also Einhalten der Gesetze, Ausbildungspläne und Tarifverträge.

    Chefs, die mit Tellern nach Gastro-Azubis schmeißen, die nach 6 Stunden Berufsschule noch Zehnstundenschichten verlangen oder die sich von Azubis den Rasen mähen lassen, sollten der Vergangenheit angehören.
    Und dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, wird dann gejammert, dass das arme Gastgewerbe oder der arme Handel diejenigen Branchen sind, die sich am schwersten von allen Branchen tun, ihre Lehrstellen zu besetzen.

    Auf die Idee, mal vor der eigenen Türe in Sachen Sozialkompetenz zu kehren, kommt dagegen niemand. Wer will schon freiwillig zu Arbeitsbedingungen, wie sie im Gastgewerbe herrschen, arbeiten, um sich bei schlechter Bezahlung auch noch wie ein Stück Dreck behandeln zu lassen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirtschaft giert nach Fachkräften, doch gute Bewerber fehlen, klagen Unternehmen in einer Verbandsumfrage. Die Betrieben interessiert neben guten Noten vor allem deren Sozialverhalten. Deswegen sehnen sich die Arbeitgeber nach einem altmodischen Instrument: die Kopfnote.

    DIHK-Umfrage: Firmen senken Ansprüche an Auszubildende - SPIEGEL ONLINE
    Das Sozialverhalten vieler "Chefs" ist sehr bedenklich.
    Sensibilität ist unbekannt.
    Firmen wollen keine Leistungsgehälter zahlen. Personalabteilungen schmieden firmenübergreifend Kartelle.
    Dummes, haltloses Geschätzes der "Führung" soll möglichst angehimmelt
    werden. Letztlich werden Duckmäuser und Schleimer gesucht.
    Firmen und Behörden wollen in keinem Fall Vorbild sein.
    Personalabteilung und Personalfirmen sind sowas unterirdisch inkompetent, was mit Selbstgerechtigkeit kompensiert werden soll.
  5. #5

    Klasse

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirtschaft giert nach Fachkräften, doch gute Bewerber fehlen, klagen Unternehmen in einer Verbandsumfrage. Die Betrieben interessiert neben guten Noten vor allem deren Sozialverhalten. Deswegen sehnen sich die Arbeitgeber nach einem altmodischen Instrument: die Kopfnote.

    DIHK-Umfrage: Firmen senken Ansprüche an Auszubildende - SPIEGEL ONLINE
    Tolle Personalpolitik - nur sozial kompetente und kommunikationsstarke Dünnbrettbohrer suchen, um dann zu jammern, dass kompetente Fachkräfte fehlen, die etwas von ihrem Job auch wirklich verstehen.

    Gute Nacht, Deutsche Wirtschaft!
  6. #6

    O Gott, O Gott,

    Geht es nicht eine ein Nummer kleiner bei den Kommentaren?
    Solche pauschalen Sprüche über die inkompetente, hinterhältige Industrie sind doch Quark mit Soße! Das ist einfach nur Polemik!!!
    Was hier von der Industrie bemängelt wird, ist doch für jeden zu sehen, der heute mit Berufsschülern und Auszubildenden zu tun hat. Es gibt sie wirklich, die Jugendlichen, und zwar einen nicht unerheblichen Anteil, denen die "sozialen" Fähigkeiten abgehen, die man benötigt, wenn man erfolgreich sein will im Beruf. Und das hat nichts mit Duckmäusertum und Schleimen zu tun.
    Jeder Berufsschullehrer, der sich bemüht, den Jugendlichen, die noch keine Ausbildungsplatz haben, im Berufsvorbereitungsjahr eine Praktikumsplatz zu besorgen, hat schon mehrfach erfahren müssen, dass der Jugendlichen nach 2 Tagen einfach nicht mehr in der Firma erschienen ist, ohne sich irgendwie abzumelden oder sein Fernbleiben zu erklären. "Null Bock" ist dann meist der Kommentar.
  7. #7

    Endlich kapieren es die Unternehmen.

    Die Wahrheit ist doch, die Jugendlichen sind heute genauso dumm, klug, unzuverlässig und zuverlässig, unfreundlich und freundlich wie vor 50 Jahren auch - nur die Anforderungen der Wissensarbeit sind sukzessive gestiegen.

    Die logische Konsequenz: Die Unternehmen müssen ihre Ausbildung verbessern! ...was bisher nicht geschehen ist - Ausbildung ist schließlich ein Kostenfaktor. Stattdessen wurden vermehrt Abiturienten in die Ausbildung rekrutiert, die selbstständig lernen können.

    Nur seit Bologna entscheiden sich die Abiturienten vermehrt für ein Studium anstatt für eine Ausbildung - Mit der Folge, dass nun rumgejammert wird über die "nicht mehr ausbildungsfähige Jugend". So einfach lässt sich das wahrnehmungsproblem der Unternehmen erklären.
  8. #8

    Zitat von spon-12345 Beitrag anzeigen
    Endlich kapieren es die Unternehmen.

    Die Wahrheit ist doch, die Jugendlichen sind heute genauso dumm, klug, unzuverlässig und zuverlässig, unfreundlich und freundlich wie vor 50 Jahren auch - nur die Anforderungen der Wissensarbeit sind sukzessive gestiegen.
    Haben sie irgendeine verbriefte Ausbildereignung?

    Ich behaupte mal das sie ausser NULL AHNUNG gar nichts haben.

    Ich hab seit ca 20 Jahren einen Meisterbrief im Handwerk und aufgrund dessen die Ausbildereignung inklusive, ich bilde sogar Lehrlinge aus.

    Dummerweise waren die Jugendlich trotz höherer Schulbildung zu 85% nie dümmer, nie verweichlichter, nie unselbstständiger(die brauchen teilweise schon eine APP zum Hintern abwischen), nie unsozialer usw. wie Heute.

    Das behaupte ich nicht nur, das entspricht den Erfahrungen von 100% der mir bekannten Handwerksmeistern.
  9. #9

    ... es gibt Wichtigeres ...

    Zitat von dedie Beitrag anzeigen
    Haben sie irgendeine verbriefte Ausbildereignung?

    Ich behaupte mal das sie ausser NULL AHNUNG gar nichts haben.

    Ich hab seit ca 20 Jahren einen Meisterbrief im Handwerk und aufgrund dessen die Ausbildereignung inklusive, ich bilde sogar Lehrlinge aus.

    Dummerweise waren die Jugendlich trotz höherer Schulbildung zu 85% nie dümmer, nie verweichlichter, nie unselbstständiger(die brauchen teilweise schon eine APP zum Hintern abwischen), nie unsozialer usw. wie Heute.

    Das behaupte ich nicht nur, das entspricht den Erfahrungen von 100% der mir bekannten Handwerksmeistern.
    und damit werben Sie Ihre nächsten Auszubildenden?








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