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Was die Wirtschaft will: Seid korrekt und nett, Azubis

DPADie Wirtschaft giert nach Fachkräften, doch gute Bewerber fehlen, klagen Unternehmen in einer Verbandsumfrage. Die Betrieben interessiert neben guten Noten vor allem deren Sozialverhalten. Deswegen sehnen sich die Arbeitgeber nach einem altmodischen Instrument: die Kopfnote.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...832091,00.html
  1. #20

    ...

    Zitat von Diskutierender Beitrag anzeigen
    Tolle Personalpolitik - nur sozial kompetente und kommunikationsstarke Dünnbrettbohrer suchen, um dann zu jammern, dass kompetente Fachkräfte fehlen, die etwas von ihrem Job auch wirklich verstehen.

    Gute Nacht, Deutsche Wirtschaft!
    Erstaunlicherweise können nur die wenigsten Lehrlinge vor Antritt der Ausbildung wirklich von sich behaupten, etwas von ihrem Job zu verstehen.
    Genau das ist doch das Problem - jemandem Fachkenntnisse zu vermitteln ist im Vergleich zur Vermittlung von Sozialkompetenz relativ einfach.

    Ausbildung kostet Geld... richtig viel sogar.
    Da kann das schon schmerzhaft sein, wenn man sich nach zwei Jahren eingestehen muss, dass man überdurchschnittlich viele Fehlgriffe dabeihat, die in der Berufsschule nicht mithalten können oder wollen (oder gar nicht erst hingehen), die grundsätzlich Montags nur mit Kater zur Arbeit kommen...

    Wer nichts kann und seine Ausbildung macht, hat eine gute Möglichkeit, sie als Fachkraft abzuschließen.
    Dummerweise gibts eben auch die anderen - die können vorher auch nichts.... aber dann kosten sie drei Jahre lang Geld und hinterher können sie IMMER NOCH NICHTS.
    Manche bestehen zwar davon trotzdem noch die Prüfung, aber das sind dann doch genau die Dünnbrettbohrer, die doch zu nichts zu gebrauchen sind.
  2. #21

    Zitat von MartinS. Beitrag anzeigen
    Erstaunlicherweise können nur die wenigsten Lehrlinge vor Antritt der Ausbildung wirklich von sich behaupten, etwas von ihrem Job zu verstehen.
    Genau das ist doch das Problem - jemandem Fachkenntnisse zu vermitteln ist im Vergleich zur Vermittlung von Sozialkompetenz relativ einfach.

    Ausbildung kostet Geld... richtig viel sogar.
    Da kann das schon schmerzhaft sein, wenn man sich nach zwei Jahren eingestehen muss, dass man überdurchschnittlich viele Fehlgriffe dabeihat, die in der Berufsschule nicht mithalten können oder wollen (oder gar nicht erst hingehen), die grundsätzlich Montags nur mit Kater zur Arbeit kommen...

    Wer nichts kann und seine Ausbildung macht, hat eine gute Möglichkeit, sie als Fachkraft abzuschließen.
    Dummerweise gibts eben auch die anderen - die können vorher auch nichts.... aber dann kosten sie drei Jahre lang Geld und hinterher können sie IMMER NOCH NICHTS.
    Manche bestehen zwar davon trotzdem noch die Prüfung, aber das sind dann doch genau die Dünnbrettbohrer, die doch zu nichts zu gebrauchen sind.
    Gerade bei den letzteren Extremfällen ist wohl der Fehler aber dann entweder bei den Chefs selber oder den Personlchefs zu suchen, die diese Leute engestellt haben. Klar kann man sich mal irren, aber wenn derart massenweise geklagt wird, ist das mit Ausrutschern nicht zu erklären. Wobei ich das ziemlich merkwürdig finde, da (ironie on) die die meisten Persochefs Frauen sind, die doch von natur aus total sozialkompetent und voller menschenkenntnis sind (ironie off).
    Andererseits heißt es nicht umsonst der Ton macht die Musik. Wie viele Chefs, Mitarbeiter und vor allem Kunden sind so sozialkompetent und freundlich wie sie es von den Azubis erwarten? Kein Mensch läßt sich gerne beschimpfen und gerade die Gastronomie ist ein Paradebsp für alles fordern aber nichts davon vermitteln.
    Zu guter letzt muss ich immer wieder an das ähnliche Gejammere mit den fehlenden Ingenieuren denken wo am Ende nur rauskam, es gibt durchaus genügend aber die Firmen wollen 25 Jährige mit 20 Jahren Beruserfahrung, die 24h/7d die Woche bereitstehen und nicht mehr als 20000 im Jahr verlangen. Veilleicht gbt es auch hier Parallelen
  3. #22

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    Zitat von delta058 Beitrag anzeigen
    Gerade bei den letzteren Extremfällen ist wohl der Fehler aber dann entweder bei den Chefs selber oder den Personlchefs zu suchen, die diese Leute engestellt haben. Klar kann man sich mal irren, aber wenn derart massenweise geklagt wird, ist das mit Ausrutschern nicht zu erklären.
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    Zu guter letzt muss ich immer wieder an das ähnliche Gejammere mit den fehlenden Ingenieuren denken wo am Ende nur rauskam, es gibt durchaus genügend aber die Firmen wollen 25 Jährige mit 20 Jahren Beruserfahrung, die 24h/7d die Woche bereitstehen und nicht mehr als 20000 im Jahr verlangen. Veilleicht gbt es auch hier Parallelen
    Ich selbst habe nur die Erfahrungen aus einem größeren Mittelstandsunternehmen - zu den Verhältnissen in der Gastronomiebranche kann ich also nicht wirklich etwas sagen.

    Und ich kann definitiv sagen, dass es schwieriger geworden ist, gute Jugendliche für die Ausbildung zu bekommen. Teilweise, weil Anforderungen sich geändert haben (weg vom stumpfen "machen was der Meister sagt" zu mehr Eigenverantwortlichkeit und Vielseitigkeit), teilweise auch einfach, weil sich Angebot und Nachfrage zugunsten der Jugendlichen gewandelt haben.

    Früher war in der Metallausbildung eigentlich nur handwerkliches Geschick und ein Mindestmaß an Engagement gefragt.
    Die ganze Ausbildung hat sich in den letzten 20 Jahren stark gewandelt - mehr Team- und Projektorganisiert. Da gehört Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit eben genauso rein wie viel mehr theoretische Bestandteile.
    Selbst der einfachste Arbeiter in der Produktion sitzt heute nicht mehr bloß an der Werkbank, sondern muss auch am Computer arbeiten, Zusammenhänge zwischen Aufträgen, Lieferterminen und Qualitätsanforderungen verstehen... und die Ausbildung HAT sich entsprechend angepasst.

    Nur kann damit nicht jeder Jugendliche umgehen. Die Ablenkungen im Alltag sind mehr geworden - aber die Selbstverständlichkeit, damit umzugehen mangelt oftmals noch. Dann wird eben mit dem iPhone gespielt, man macht alles mögliche, nur nicht das, was man soll (...da ja nicht mehr alle in einer Reihe stehen und arbeiten, sondern sich selbst organisieren) und hinten kommen die Probleme bei raus.
    Die Kripo steht vorm Werkstor und will nen Spind von Auszubildenden wegen Drogendelikten durchsuchen (sehr unangenehm für ein Unternehmen), auf Facebook tauchen unschöne Beiträge auf, die Schlägerei vom Wochenende ist nicht mehr nach drei Tagen vergessen, sondern auf youtube dokumentiert... Unpünktlichkeit, Unvermögen bei individuellen Unterschieden zusammenzuarbeiten...

    All das gabs früher auch schon - aber es ist doch spürbar schwieriger geworden.

    PS: zu den Anforderungen... wenn ich ein Auto kaufe, dann suche ich auch nach nem Wagen mit der Zuverlässigkeit eines Audis, dem Image von nem Benz, der Geschwindigkeit vom Porsche und dem Kofferraum eines LKWs... und das zum Preis vom Lada.
    Nehmen tu ich dann doch nen Opel - ist wohl der beste Kompromiss. Ich kann mirs ja nicht leisten, ewig zu suchen.
    Und bei Firmen ist das kein bisschen anders. Man sucht natürlich den optimalen Bewerber, auch wenn man von vornherein weiß, dass es ihn nicht gibt.
    Aber soll man in die Ausschreibung vielleicht reinschreiben, dass man jemanden sucht, der nur ein bisschen faul ist... Hauptsache, die Mathekenntnisse stimmen.
    Auch irgendwie unrealistisch, oder?
  4. #23

    Weltfremdheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirtschaft giert nach Fachkräften, doch gute Bewerber fehlen, klagen Unternehmen in einer Verbandsumfrage. Die Betrieben interessiert neben guten Noten vor allem deren Sozialverhalten. Deswegen sehnen sich die Arbeitgeber nach einem altmodischen Instrument: die Kopfnote.

    DIHK-Umfrage: Firmen senken Ansprüche an Auszubildende - SPIEGEL ONLINE
    gibt es bei vielen Berufsanfängern - siehe folgender Link:
    Rheinische Post: De Maizière: 8500 freiwillige Wehrdienstleistende im ersten Jahr
    Es ist ja heute schon so dass die Ausbildung/Berufstätigkeit (für Haupt- bzw. Realschüler) nicht mehr mit 14 Jahren beginnt, wie noch in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, sondern (auch aus rechtlichen Gründen) eher mit 18. Es ist aber nicht unbedingt so, dass in diesen vier Jahre die Qualifikationen proportional gewachsen sind.
    Die Idee, das eine Firma eine mehrheitsdemokratische Veranstaltung wäre, bringst uns nicht weiter. Wir machen eine Ausbildung damit wir in unserem (heutzutage meist selbstgewähltem) Arbeitsumfeld vorankommen. Früher mußte das sog. Lehrgeld vom Auszubildenden gezahlt werden. Inzwischen haben es Azubis ziemlich gut.
  5. #24

    Och Joh!

    Zitat von Diskutierender Beitrag anzeigen
    Schon wieder ein neues Gejammer der Deutschen Unternehmer. Erst fehlen die Fachkräfte, jetzt sind die Bewerber angeblich sozial inkompetent.

    Wenn ich da nur an fangfragende Personaler, die mit widerlichen Psychotricks arbeiten, denke, dann kann es nahezu keinen Bewerber geben, der so sozial inkompetent und charakterlich verkommen ist, wie ein derartiger Personaler.

    Übrigens, dauerndes Gejammer zeugt ebenfalls von mangelnder Sozialkompetenz. Dazu gehört auch, sich einzugestehen, dass der Fachkräftemangel durch eine kurzsichtige und asoziale Personalpolitik hausgemacht ist, wenn er nicht sowieso eine Lüge ist (Lügen zeugt übrigens auch von sozialer Inkompetenz).

    Noch etwas, auch Wettberwerb gehört zum Wirtschaftsleben. Bewerber, die klar denken könnnen, gehen in die Schweiz und nicht zu einem dieser Ausbeuter-Unternehmen - kann ich aus persönlicher Erfahrung nur empfehlen.
    Ich kann Ihre persönliche Schlußfolgerung durchaus nachvollziehen. Allerdings werden auch Sie in der Schweiz keinen "Blumentopf" gewinnen, wenn Sie keine Leistungsbereitschaft zeigen und genau da happert es hierzulande gewaltig, nicht nur bei den Unternehmen in Bezug auf Aus- und Fortbildung, sondern auch bei vielen jungen Menschen. Ich kann diese angesichts desaströser Abschlußzeugnisse, sofern es die überhaupt gibt, noch nicht mal ernsthaft als Arbeitssuchend bezeichnen.
  6. #25

    Och Joh!

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    ..... Chefs, die mit Tellern nach Gastro-Azubis schmeißen, die nach 6 Stunden Berufsschule noch Zehnstundenschichten verlangen oder die sich von Azubis den Rasen mähen lassen, sollten der Vergangenheit angehören.
    Natürlich gibt es sie gelegentlich, die Choleriker unter den "Chefs" aber Alltag sind die nicht! Während der Ausbildung und auch hinterher haben meine Kollegen und ich niemals ein ernsthaftes Problem mit solchen Cholerikern gehabt, aber heute wird aus dem normalen Leben immer wieder ein Drama gemacht. Es scheint modern zu sein, sich permanent persönlich angegriffen zu fühlen und daraufhin lauthals zu jammern, statt in so einem Fall einfach mal den Modus "da steh ich drüber" einzuschalten!

    Wer heute von Auszubildenden nach 6 Stunden Berufsschule, noch eine Zehnstundenschicht verlangt, landet übrigens schneller vor Gericht, als er denken kann!

    Was Sie hier blubbern, sind doch populistische Ammenmärchen!
  7. #26

    Hmm

    Die Angebot Nachfrage Kurve haben sich halt zugunsten der Auszubildene verschoben und die Arbeitgeber wollen trotzdem die Qualität bekommen die sie früher für ihr Angebot an Geld bekommen haben.Genau das funktioiert halt nicht mehr und daher finden sie entweder niemand oder müssen ihre Ansprüche senken.
    Das andere ist das die Arbeitgeber sagen die Qualität ist insgesamt zurück gegangen.Das halte ich zwar für leicht möglich oder wahrscheinlich aber das Problem ist halt auch das sie nicht mehr der schlechteste Teil der Jungendliche beim Arbeitsamt versteckt wurde ,da er von der Anzahl übehaupt nicht gebraucht wurden in den letzten 20 Jahren.

    Die Unternehmer haben halt 20 Jahre lang den shclechtesten Teil überhaupt nicht zu Gesicht bekommen und daher glauben sie das die Qualität so stark gesunken ist.
    Dazu müssen halt Arbeitgeber weg von der Standardsucher ihrer Personaler.
    Wenn z.b. alle nur Leute mit einer 2 in Mathe und Deutsch suchen,dann könnte es spannend sein mal eine 3 zu akzeptieren und den Schüler mal Probe arbeiten zu lasssen.Vielleicht überzeugt er ja trotzdem.Vielleicht stellt man dne Auszubildenen ein Mentro zur seite der gerade die Ausbildung frisch beendet hat.Man muss wenn es wenig angebot gibt halt schauen wie man von der Standardsuche wegkommt und in einer Neische passende Bewerber findet.

    Wer ständig 30 % einer Auszubildenen verliert im Laufe der Ausbildung sollte halt mal schauen was er den vielleicht falsch macht und nicht die Schuld nur bei den auszubildenen suchen.
    Gibt es eine feste Personalabteilung ist das eher ein Grund dort mal nach neuen Leuten zu suchen.

    Unternehmer müssen sich halt mehr ansträngen als früher brauchbre Auszubildene zu finden aber mir kann niemand erzählen das es sie überhaupt nicht mehr gibt.Also lieber erstmal vor seiner eigenen Haustür kehren.
  8. #27

    xxx

    Zitat von gibbonnobbig Beitrag anzeigen
    Sie sprechen über einen Handwerksmeister der seit Jahren anderen Arbeit gibt, Jugendlich ausbildet und ihnen so eine gute Zukunft ermöglicht! Was hat er bitte mit "werbung und Lügen" zu tun?

    Sie meinen wohl Ihnen und den Azubis müsste alles möglichst einfach gemacht werden. Keine Disziplin, kein Respekt, keine normalen Umgangsformen.. das soll wohl von den Betrieben akzeptiert und ausgebügelt werden.
    Das Hauptproblem in DE besteht darin, dass man der Meinung ist, ein Betrieb hat einen Erziehungsauftrag für Jugendliche /unter 18jährige!

    Der Irrtum liegt allein schon darin, dass nur noch 28% der Azubis unter 18 Jahren ist. Durchschnittsalter steigt weiter an auf mittlerweile 19,8 Jahren. Die Vorbildung vieler ist bereits eine abgeschlossene schulische Sekundarstufe 2 -- also ein Abitur/Fachhochschulreife.

    bei den anderen Jugendlichen besteht oft das Problem, dass sich Berufe verändern. Wir sind nicht mehr in den 1950er Jahren und heute wird nunmal teilweise bereits eine erweiterte Vorbildung vorausgesetzt, die ein 16jähriger noch nicht hat - daher die "fehlende Ausbildungsreife" ..

    z.B. einige Einstellungstests heute im Bereich Industrie: es wird Wissen verlangt Trigonometrie, was erst in der 10., 11. Klasse unterrichtet wird!

    Ein Hauptschüler kann diesen Test somit nicht können, weshalb das mehrgliedrige Schulsystem bereits vollkommen absurd und nicht mehr zeitgemäß ist.

    ich stelle generell in Frage, dass ein 16jähriger in der heutigen Arbeitswelt die nötige Reife hat/schon haben muss. Es ist immerhin noch die Pupertät -- ist das noch zeitgemäß? Heute sind viele Scheidungskinder, wir haben Privatfernsehen, Konsumzombietum, die sozialen Bedingungen haben sich auch geändert. Die Anforderungen haben sich auch im Beruf geändert, allein schon, was man als Landwirt heute alles können muss -- bis hin zum EU-Recht, Ökologie -- vielleicht ist es besser, wenn man dann bereits erwachsen ist.

    in DE passiert das andere extrem: alles wird auf nur 9 jahre Schulbildung fixiert.

    und Kopfnoten sind der totale Blödsinn: sowas gab es zu meiner Zeit noch - da wurde immer der Standardtext reingeschrieben:

    ist nett und freundlich, arbeitet sorgfältig und gut mit -bla- da steht fast immer das gleiche und es ist mal wieder absolut willkürlich und von Gesichtsfaktoren/Sympathie abhängig schlimmstenfalls

    so ein Schwachsinn kann wieder nur aus der BRD kommen. Anderswo gibt es so einen Blödsinn auch nicht. Kein Mensch muss jemand anderen in den Hintern kriechen, nur um eine Ausbildungsstelle zu kriegen. Da sollte man lieber parallele schulische Ausbildungsgänge vorhalten, damit die Kinder Wahlfreiheit bekommen.

    und das viele die Ausbildung abbrechnen liegt an den gräslichen Ausbildungsbedingungen dort. Selber Schuld.
  9. #28

    xxx

    Zitat von MartinS. Beitrag anzeigen
    Ausbildung kostet Geld... richtig viel sogar.
    Da kann das schon schmerzhaft sein, wenn man sich nach zwei Jahren eingestehen muss, dass man überdurchschnittlich viele Fehlgriffe dabeihat, die in der Berufsschule nicht mithalten können oder wollen (oder gar nicht erst hingehen), die grundsätzlich Montags nur mit Kater zur Arbeit kommen...

    .
    Das BIBB behauptet was anderes: in vielen Bereichen amortisiert sich eine Ausbildung weitgehend vollständig, weil Rekrutierungskosten entfallen. Leider führt das auch dazu, dass man in einigen Bereichen weit über Bedarf ausbildet und einen Überschuss produziert -- zu niedrigsten Azubi-Vergütungen.
    teilweise gibts dafür dann noch hohe Subventionen. Deshalb werden z.B. zu viele Friseure ausgebildet. KFZ-Gewerbe auch: auf einen fertigen kommen 4 Azubis.
    In Dänemark ist es umgekehrt: dort gibt es eine Ausbildungsabgabe, die für Bildung,Weiterbildung, Ausbildung zweckgebunden ist und womit dann Alternative Wege finanziert werden können.

    in DE bilden zur Zeit nur 22,5 % der Betriebe aus, gewerbliche Wirtschaft sind es nur 11%. Also kann der Mangel nicht so groß sein wie behauptet.
  10. #29

    Zitat von kielerin78@icqmail.com Beitrag anzeigen
    .....
    so ein Schwachsinn kann wieder nur aus der BRD kommen. Anderswo gibt es so einen Blödsinn auch nicht. Kein Mensch muss jemand anderen in den Hintern kriechen, nur um eine Ausbildungsstelle zu kriegen. Da sollte man lieber parallele schulische Ausbildungsgänge vorhalten, damit die Kinder Wahlfreiheit bekommen.

    und das viele die Ausbildung abbrechnen liegt an den gräslichen Ausbildungsbedingungen dort. Selber Schuld.
    Also - wenn ich eine Bewerbung in dem oben aufgeführten Stil sähe, wär's das mit dem Ausbildungsplatz. Und - Entschuldigung oder "sorry" - wenn ich einen Jugendlichen vor mir sitzen sähe, der sich mehr mit seinem Smart-Phone beschäftigt bzw. mit den womöglich noch rechtschreibfehlerbehafteten SMS als mit dem, was man ihm im Betrieb beibringen möchte, damit er die Prüfung - ob als Friseurin, Feinmechaniker, Kfz-Mechatroniker oder - ganz simpel - Werkzeugmacher besteht, dann wäre der die längste Zeit bei mir Auszubildender gewesen bzw. würde nach der Probezeit wieder auf der Suche sein.

    So ein ganz kleines bißchen Benehmen - das macht Eindruck auf Mädels wie Jungs. Immer noch.








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