Forum


 

Was die Wirtschaft will: Seid korrekt und nett, Azubis

DPADie Wirtschaft giert nach Fachkräften, doch gute Bewerber fehlen, klagen Unternehmen in einer Verbandsumfrage. Die Betrieben interessiert neben guten Noten vor allem deren Sozialverhalten. Deswegen sehnen sich die Arbeitgeber nach einem altmodischen Instrument: die Kopfnote.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...832091,00.html
  1. #10

    .

    Zitat von dedie Beitrag anzeigen
    Haben sie irgendeine verbriefte Ausbildereignung?

    Ich behaupte mal das sie ausser NULL AHNUNG gar nichts haben.

    Ich hab seit ca 20 Jahren einen Meisterbrief im Handwerk und aufgrund dessen die Ausbildereignung inklusive, ich bilde sogar Lehrlinge aus.

    Dummerweise waren die Jugendlich trotz höherer Schulbildung zu 85% nie dümmer, nie verweichlichter, nie unselbstständiger(die brauchen teilweise schon eine APP zum Hintern abwischen), nie unsozialer usw. wie Heute.

    Das behaupte ich nicht nur, das entspricht den Erfahrungen von 100% der mir bekannten Handwerksmeistern.
    wissen sie wo die ironie dieser aussagte wirklich versteckt ist?
    ihre generation ist maßgebend dafür verantortlich, dass die jetzigen generationen in einer welt aufwachsen müssen in der depression zum alltag gehört, in der perspektiven fehlen und in der man von allen seiten mit werbung und lügen vollgepumpt wird.
  2. #11

    Die Arbeitgeber sehen sich nach vielem

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirtschaft giert nach Fachkräften, doch gute Bewerber fehlen, klagen Unternehmen in einer Verbandsumfrage. Die Betrieben interessiert neben guten Noten vor allem deren Sozialverhalten. Deswegen sehnen sich die Arbeitgeber nach einem altmodischen Instrument: die Kopfnote.

    DIHK-Umfrage: Firmen senken Ansprüche an Auszubildende - SPIEGEL ONLINE
    was allerdings in der Realität der Masse der Arbeitnehmer sehr schlecht bekommt. Erinnert sei an den stetig ausufernden Niedriglohnsektor, ständige Verfügbarkeit der Arbeitnehmer, geforderte Flexibilität bis zum Umfallen, möglichst viele unbezahlte Überstunden, erleichterten Zugang für ausländische Arbeitnehmer, Rentenkürzungen, die Rente mit 67, um nur einige Beispiele herauszugreifen. Da passt es natürlich, dass sich der so ausgepresste Durchschnittsarbeitnehmer noch mit Freundlichkeit und überbetonter Korrektness für all diese Schläge in sein Gesicht noch bedankt.
  3. #12

    Wird auch Zeit

    Es wird langsam Zeit, dass auch diese Aspekte angesprochen werden. In den letzten Jahren höre ich immer wieder von Unternehmern mit Kundenkontakt, dass gerade der Punkt Kundenkontakt sehr schwierig sei, d.h. es sehr schwer sei Auszubildende zu finden, die geeignet seien, gegenüber Kunden aufzutreten.
    Das macht mich doch sehr nachdenklich und lässt meines Erachtens auf Schwächen bei der Erzeihung schließen, denn Freundlichkeit, Verbindlichkeit etc. kann kein Lehrer in der Schule vermitteln
  4. #13

    Sie haben völlig Recht!

    Zitat von spon-12345 Beitrag anzeigen
    …Die Wahrheit ist doch, die Jugendlichen sind heute genauso dumm, klug, unzuverlässig und zuverlässig, unfreundlich und freundlich wie vor 50 Jahren auch - nur die Anforderungen der Wissensarbeit sind sukzessive gestiegen.

    Die logische Konsequenz: Die Unternehmen müssen ihre Ausbildung verbessern! ...was bisher nicht geschehen ist - Ausbildung ist schließlich ein Kostenfaktor. Stattdessen wurden vermehrt Abiturienten in die Ausbildung rekrutiert, die selbstständig lernen können.

    Nur seit Bologna entscheiden sich die Abiturienten vermehrt für ein Studium anstatt für eine Ausbildung - Mit der Folge, dass nun rumgejammert wird über die "nicht mehr ausbildungsfähige Jugend". So einfach lässt sich das wahrnehmungsproblem der Unternehmen erklären.
    Genau so siehts aus.

    Zudem sind die Anforderungen an die sog. Sozialkompetenz in nahezu allen Berufen erheblich gestiegen, meiner Meinung nach zu stark für menschenwürdige Arbeit. Die meisten Menschen sind nun mal nicht smart und freundlich, früher in der Fabrik wo sich alle angemuffelt haben aber trotzdem ihre Teile zusammengeschraubt, war das auch kein Problem aber heute?
  5. #14

    Oh Mann,

    Zitat von dedie Beitrag anzeigen
    Haben sie irgendeine verbriefte Ausbildereignung?

    Ich behaupte mal das sie ausser NULL AHNUNG gar nichts haben.

    Ich hab seit ca 20 Jahren einen Meisterbrief im Handwerk und aufgrund dessen die Ausbildereignung inklusive, ich bilde sogar Lehrlinge aus.

    Dummerweise waren die Jugendlich trotz höherer Schulbildung zu 85% nie dümmer, nie verweichlichter, nie unselbstständiger(die brauchen teilweise schon eine APP zum Hintern abwischen), nie unsozialer usw. wie Heute.

    Das behaupte ich nicht nur, das entspricht den Erfahrungen von 100% der mir bekannten Handwerksmeistern.
    Hahaha, euch Typen kenn ich auch zur Genüge und da weiß ich ziemlich genau warum kein Auszubildender "Bock" hat bei euch zu bleiben. Im deutschen Handwerk muss mal ein Umdenkprozess stattfinden der schon seit mindestens 200 Jahren hätte stattfinden sollen.

    Aber zum Teil kann ich das sogar verstehen, denn Ausbildung während der "Produktion" ist schwierig zu gewährleisten. Der Druck das der Auszubildende zügig Geld einspielen muss, ist recht groß. Da hat es ein großer Betrieb natürlich einfacher, da gibt es eine Ausbildungswerkstatt und einen abgestellten (deshalb meist entspannten) Ausbildungsmeister und dann flutscht es auch.
  6. #15

    Unterschlagen

    wird, was jeder im Leben schon erfahren hat: es kommt auf die Bereitschaft, den Willen und generell auf eine positive Einstellung gegenüber jeglicher Arbeit an. Speziell im Handwerk. Wurscht, was das kopfnotenlose Zeugnis hergibt. Erlernen kann man nahezu alles. Seid nett zueinander? Grosser Quatsch. Geht ehrlich und vorurteilslos miteinander um. Und, auch wem's nicht in seine Oberstube gehen will, Lehrjahre können keine Herrenjahre sein.
  7. #16

    optional

    "früher in der Fabrik wo sich alle angemuffelt haben aber trotzdem ihre Teile zusammengeschraubt, war das auch kein Problem aber heute?"

    Ja, aber das machen heute Maschinen und der Azubi hockt bei Edeka an der Kasse und schnauzt die Kundschaft an.
  8. #17

    Zitat von RosaHasi Beitrag anzeigen
    wissen sie wo die ironie dieser aussagte wirklich versteckt ist?
    ihre generation ist maßgebend dafür verantortlich, dass die jetzigen generationen in einer welt aufwachsen müssen in der depression zum alltag gehört, in der perspektiven fehlen und in der man von allen seiten mit werbung und lügen vollgepumpt wird.
    Sie sprechen über einen Handwerksmeister der seit Jahren anderen Arbeit gibt, Jugendlich ausbildet und ihnen so eine gute Zukunft ermöglicht! Was hat er bitte mit "werbung und Lügen" zu tun?

    Sie meinen wohl Ihnen und den Azubis müsste alles möglichst einfach gemacht werden. Keine Disziplin, kein Respekt, keine normalen Umgangsformen.. das soll wohl von den Betrieben akzeptiert und ausgebügelt werden.
  9. #18

    Wie man's macht...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirtschaft giert nach Fachkräften, doch gute Bewerber fehlen, klagen Unternehmen in einer Verbandsumfrage. Die Betrieben interessiert neben guten Noten vor allem deren Sozialverhalten. Deswegen sehnen sich die Arbeitgeber nach einem altmodischen Instrument: die Kopfnote.

    DIHK-Umfrage: Firmen senken Ansprüche an Auszubildende - SPIEGEL ONLINE
    Ich lese im Artikel und in anderen, was alles von angehenden Azubis gefordert wird. Was dafür angeboten wird, können Jugendliche auch anhand ihrer Eltern sehen: Ausweitung des Niedriglohnsektors, befristete Verträge, keine Planbarkeit, usw. Warum soll man sich dann noch für eine Ausbildung begeistern? Machen wir uns nichts vor, es wird seit Jahren weit über Bedarf ausgebildet. Kaum ein Azubi erhält nach erfolgreicher Ausbildung einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Der Fachkräftemangel ist nur reine Propaganda, um u. a. die Löhne weiter zu drücken.

    Die Gründe sind immer vielfältig, um auf junge Erwachsene zu schimpfen: entweder war die Schulbilgung suboptimal, die Flexibilität zu niedrig, die Einsatzbereitschaft nicht vorhanden oder das Betragen zu schlecht.

    Es wird Zeit, eine neue Schallplatte - pardon, Blu-Ray - aufzulegen. Als Ausbilder bzw. jemand, der Bewerber für einen Ausbildungsplatz auswählt, sollte genug Menschenkenntnis besitzen, um einen jungen Menschen einzuschätzen. Da braucht man keine Kopfnote. Wer sich beim Vorstellungsgespräch breitbeinig, kaugummikauend dahinsetzt und mit halbfertigen Sätzen argumentiert, der ist wohl nicht für Kundenkontakt geeignet.
  10. #19

    Pseudokosmopolitsches Imponiergehabe

    Plötzlich lässt sich alles, was mit Werten zu tun hat unter dem Kaugummibegriff "Soziale Kompetenz" subsumieren! Die Anforderungen im Beruf steigen, die Qualifikationen dagegen sinken. Zuerst waren es fachliche Kompetenzen, jetzt sind es die sozialen, die bemängelt werden.
    Wo aber sind die Vorbilder dafür zu finden?
    Wenn alles (fast alles) dem ökonomischen Prinzip untergeordnet wird, dann fehlt es allenthalben auch bei Führungskräften an sozialen Kompetenzen.
    Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit war selten so groß!
    Hört auf zu jammern, tut endlich etwas!
    Zeigt den Jugendlichen vorbildhaftes Verhalten!








TOP



TOP