Zitat von
Juro vom Koselbruch
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Im christlichen Mittelalter kam argumentativ begünstigend für Sklaverei und Sklavenhandel das Argument hinzu, dass damit die Christianisierung von Heiden gefördert würde. Die päpstlichen Bullen Dum Diversas (1452) und Romanus Pontifex (1455) erlaubten es Christen, Sarazenen, Heiden und andere Feinde des Christentums zu versklaven und ihren Besitz zu nehmen. 1510 wurden die Theorien von Aristoteles zum ersten Mal von dem schottischen Gelehrten John Major auf die amerikanischen Indianer angewendet. Erst 1537 stellte die Bulle Sublimus Dei fest, dass andere, nichteuropäische Ethnien, etwa Indianer, echte Menschen seien und befähigt, den katholischen Glauben zu verstehen. Jetzt wurde es verboten, ihnen die Freiheit und ihren Besitz zu nehmen. Doch noch im 19. Jahrhundert wurden entgegengesetzte Ansichten vertreten. George Fitzhugh publizierte z.B. 1854 ein Buch, in dem er sagte: „Einige Menschen sind mit einem Sattel auf dem Rücken geboren, und andere sind gestiefelt und gespornt, um diese zu reiten. Und es tut ihnen gut!“
Eine echte Erlösungs- Befreiungsinstitution, welche erst der Skalvenhaltung als gottgewollt huldigt und dann irgendwann mal gnädig Abstand davon nimmt?
Noch einmal, die Skalvenhaltung wurde biblisch als gottgewollt dargestellt. Der, der diese Position vertrat, wird heute noch, natürlich mit anderen Worten zu andren Themen regelmäßig in kirchlichen Predigten zitiert.
Und das Zeug ist immer noch Bestandteil der Bibel, welche auch Papst Benedikt nicht verurteilt, sondern als dezidiert Gottes unveränderliches Wort, auch schon mal als von Gott den Autoren inspirierend eingebenes göttliches Geheimnis erklärt. Jene Bibel, welche auch heute noch der chritlichen Jugend als sittlich vornehm und wrtvoll dargelegt und zur Lektüre empfohlen wird.
Dumm nur, dass heute manches eben kein Geheimnis mehr ist.