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Die letzten Wehrpflichtigen: "Vedammt, ich muss hier raus!"

Helge ist junger Vater und hat Arbeit. Am Montag musste er trotzdem*in eine Kaserne der Bundeswehr einrücken, genau wie gut 12.000 andere junge Männer. Helge und seine Kameraden haben das historische Pech, die letzten Wehrdienstpflichtigen zu sein.*

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...738008,00.html
  1. #220

    Zitat von solala Beitrag anzeigen
    ....
    Aber der Vater des jungen Mannes hat Vitamin B. Etwas, was der arme Helge aus dem Artikel scheinbar nicht hat. So hat der Vater des jungen Mannes mal eben im Verteidiungsministerium in Berlin angerufen und schwups........wurde das Kreiswehrersatzamt angewiesen den Einberufungsbescheid nachträglich aufzuheben. Wider gegen jegliches geltendes Recht!....

    In diesem Sinne, Grüsse aus dem Zentrum der Bananenrepublik.....
    Tja, nur leider sitzt in dem Rumpf-BMVg in Berlin niemand, der einem KWEA eine Weisung erteilen kann. Die Weisungsbefugten sitzen alle unverändert auf der Hardthöhe in Bonn und keiner weist ein KWEA von dort aus direkt an.

    Tolle Story, ähnlich wie die über Helge...
  2. #221

    Zitat von hhhhhhhhhhhh Beitrag anzeigen
    Bei mir an der Uni ist es leider so, dass 90% der "Gedienten" massenhaft Klausuren vermasselt haben oder gleich abgebrochen haben. Als ich mich mit diesen "Gedienten" über die Gründe von deren Versagen unterhalten habe, erzählten sie mir, dass sie in der Zeit beim Bund verlernt hätten, selbstständig zu denken, und dass ihre Gehirnzellen durch übermäßigen Alkoholkonsum zerstört seien.....
    Deshalb studieren auch alle Offiziersanwärter an den beiden Bw-Unis in HH und M in Trimestern statt in Semestern. Der einzige Grund: da hat man keine Zeit, das selbständige Denken zu verlernen und sein Gehirnzellen durch übermäßigen Alkoholgenuss zu zerstören....

    Was hat eigebtlich bei Ihnen zur Zerstörung einiger Ihrer Zellen geführt?
  3. #222

    weiteres Kapitel des Zerfalls einer gesellschaftlichen Diskussion über Wehrpflicht

    Zitat von solala Beitrag anzeigen
    Also nachdem ich als "Praktiker"(Ja, ich bin einer dieser bösen Buben, die die armen jungen Männer angeblich willkürlich nach eigenem Gusto einberufen hat) den Artikel hier gelesen habe, kann ich nur sagen, der junge Mann hat halt kein Vitamin B.

    Ich hatte, um nur mal ein aktuelles Beispiel zu nennen, am Montag unter anderem den Fall eines jungen Mannes, der trotz mehrfacher Aufforderung keine Schulbescheinigung vorgelegt hat. (...)
    Aber der Vater des jungen Mannes hat Vitamin B. Etwas, was der arme Helge aus dem Artikel scheinbar nicht hat. So hat der Vater des jungen Mannes mal eben im Verteidiungsministerium in Berlin angerufen und schwups........wurde das Kreiswehrersatzamt angewiesen den Einberufungsbescheid nachträglich aufzuheben. Wider gegen jegliches geltendes Recht!
    (...)So ist das nun mal. In diesem Staate sind einige nun mal gleicher als andere und Vitamin B schadete bislang halt nur dem jungen Vater, Angestellten- oder Arbeitersohn, der es nicht hatte!
    Was Sie beschreiben, ist ein weiteres Kapitel des Zerfalls einer gesellschaftlichen Diskussion über Wehrpflicht und Verteidigung.
    Tatsächlich gab es über Jahre hinweg eine zunehmend schizophrene Situation, dass die Beamten und Angestellten der Kreiswehrersatzämter von BMVg und Bundeswehrverwaltungsamt zur Strenge angehalten wurden (nebenbei: auch um die gelegentlichen Fälle von Korruption einzudämmen!), aber diejenigen, die sich da amtlich besonders ins Zeug gelegt haben, dann bei jeder erstbesten Gelegenheit den freundlichen Onkel gespielt haben, der dann mal eben auf die Schnelle einen Gnadenakt erlässt oder initiiert.
    Das ging so weit, dass man nicht einmal das sprichwörtliche Vitamin B brauchte. Ein Anruf bei dem eigenen Wahlkreisabgeordnenten, und schon gingen formularmäßig die üblichen vorgedruckten Schreiben hin und her. Derselbe Abgeordnete, der sich für strenge Regeln ins Zeug geworfen und z.T. völlig unsinnige Gesetze mitverabschiedet hat, war dann mal nebenbei behilflich, die Wehrpflicht zu unterhöhlen. Die Bediensteten der KWEAs, die noch eben weisungsgemäß den ablehnenden Bescheid gefertigt hatten, standen wie die dummen Jungs da und waren doppelt frustriert. Ergebnis: Auch die haben mit der Zeit aus lauter Hilflosigkeit nach allen Regeln der Kunst gemauschelt und damit das System der Wehrpflicht immer intransparenter gemacht.

    Am Ende war der Eindruck für die Öffentlichkeit: Es ist reines Glücksspiel, wer gezogen wird.
    Das ist das Ergebnis einer nicht geführten öffentlichen Diskussion über Sinn und Zweck der Wehrpflicht.
    Es wäre ohne Weiteres möglich gewesen, diesen Sinn auszuweisen und die Regeln transparent zu machen, nach denen sie umgesetzt wird.
    Aber wie sich gezeigt hat, hatten die meisten Abgeordneten und sonstigen politischen Funktionäre bis tief in die Ministerien und die Behörden hinein den Sinn dessen, was sie jahrzehnte lang formelhaft und Gebetsmühlenartig gepredigt und vor sich hin geplappert hatten, selbst nicht verstanden.
    Das kann auf die Dauer nur schiefgehen und dann bricht ein derartiges System bricht beim ersten Wind wie ein morscher Schuppen zusammen. Nur ganz wenige haben begriffen, welche Barrieren, die Deutschland 40 Jahre vor Krieg bewahrt haben, da mal eben schnell mit entsorgt worden sind.
    Armes Deutschland! Du hättest in einer so wichtigen Frage wie Krieg und Frieden besseres verdienst!
  4. #223

    nur leider sitzt in dem Rumpf-BMVg in Berlin niemand, der einem KWEA ...

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    Zitat von solala Beitrag anzeigen
    Aber der Vater des jungen Mannes hat Vitamin B. Etwas, was der arme Helge aus dem Artikel scheinbar nicht hat. So hat der Vater des jungen Mannes mal eben im Verteidiungsministerium in Berlin angerufen und schwups........wurde das Kreiswehrersatzamt angewiesen den Einberufungsbescheid nachträglich aufzuheben. Wider gegen jegliches geltendes Recht!
    (...)
    So ist das nun mal. In diesem Staate sind einige nun mal gleicher als andere und Vitamin B schadete bislang halt nur dem jungen Vater, Angestellten- oder Arbeitersohn, der es nicht hatte!
    In diesem Sinne, Grüsse aus dem Zentrum der Bananenrepublik.....
    Tja, nur leider sitzt in dem Rumpf-BMVg in Berlin niemand, der einem KWEA eine Weisung erteilen kann. Die Weisungsbefugten sitzen alle unverändert auf der Hardthöhe in Bonn und keiner weist ein KWEA von dort aus direkt an.

    Tolle Story, ähnlich wie die über Helge...
    Natürlich läuft die "Weisung" über den "ordentlichen" Weg des Bundesamtes für Wehrverwaltung - was denn sonst. Aber eben so ist es in den vergangenen Jahren immer und immer wieder passiert.
    Die Zahl der Fälle, in denen dann von höchster Stelle und unter demonstrativ vorgehaltener Hand ("Aber sagen Sie bloß nicht, von wem Sie das wissen!") die sog. "Geheimtips" gegeben wurden, wurde immer größer.
    Das alles waren Signale eines verrottenden Systems, für das gewiß nicht die Wehrpflichtigen die erste Verantwortung tragen!
  5. #224

    Da es kein Sport ist.

    Zitat von Rockaxe Beitrag anzeigen
    Mir kommt der Sinn dieser Ausage einfach nicht in den Kopf.
    Oder soll das heißen, dass alle Sportschützen (warum eigentlich in Anführungzeichen?) Waffennarren sind?
    Er hat ja explizit nur von den "Waffennarren unter den Sportschuetzen" gesprochen, also nicht notwenidgerweise alle "Sportschuetzen" einbezogen, sondern nur eine Teilgruppe der "Sportschuetzen" angesprochen.
    In Anfuehrungszeichen hat er den Begriff wahrscheinlich benutzt da man mit guten Recht bestreiten kann, dass es sich bei dem Herumschiessen mit Mordwaffen um einen Sport handelt.


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