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Die konstitutionelle Monarchie: Im Namen der Vernunft

Anfangs waren große Teile des Klerus mit dem dritten Stand einig. Als die Priester den Eid auf die neue Verfassung ablegen mussten, spaltete sich die katholische Kirche. Eine schillernde Rolle spielte Bischof Talleyrand.

http://www.spiegel.de/spiegelgeschic...674230,00.html
  1. #1

    Geschichte und lernen

    Das sollte all diejenigen lesen, die die Abschaffung des Religionsunterichtes als eine so schlimme Entwicklung unserer Zeit ansehen. Auch vor 200 Jahren konnten die Menschen schon denken, schlimm das die Religionen auch heute noch mit ihrer Bosheit in alles hineinpfuschen und ihre heiligen Kriege führen.
  2. #2

    Revolutionen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anfangs waren große Teile des Klerus mit dem dritten Stand einig. Als die Priester den Eid auf die neue Verfassung ablegen mussten, spaltete sich die katholische Kirche. Eine schillernde Rolle spielte Bischof Talleyrand.

    http://www.spiegel.de/spiegelgeschic...674230,00.html
    Revolutionen und Bürgerkriege, wie auch Kriege, sind so lange unvermeidlich, wie die Besitzenden weiterhin die Besitzlosen unter dem Vorwand, Chancen zu schaffen, auszubeuten bestrebt sind.
  3. #3

    böse!!

    ja und wie böse sind. ziemlich böse diese religionen
  4. #4

    das höchste Wesen der Natur

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anfangs waren große Teile des Klerus mit dem dritten Stand einig. Als die Priester den Eid auf die neue Verfassung ablegen mussten, spaltete sich die katholische Kirche. Eine schillernde Rolle spielte Bischof Talleyrand.

    http://www.spiegel.de/spiegelgeschic...674230,00.html
    @Die Priester aller Religionen hätten das Höchste Wesen "verunstaltet und geleugnet", nur um sich Reichtum und Macht zu verschaffen; "der wirkliche Priester des Höchsten Wesens ist die Natur, sein Tempel ist die Welt, sein Kult ist die Tugend".

    Der Mensch selbst ist in seinem SELBST das höchste Wesen der Natur, ein Mikrokosmos im Makrokosmos.


    Hildegard von Bingen: Der Mensch erscheint als Mikrokosmos, der in all seinen körperlichen, geistigen und seelischen Kräften die Gesetzmäßigkeiten des gesamten Makro-Kosmos widerspiegelt.

    Und wie schon in ihrem ersten großen Werk "Scivias" ruft Hildegard dem Menschen zu: "O Mensch, schau dir den Menschen an: er hat Himmel und Erde und die ganze übrige Kreatur in sich. In ihm ist alles verborgen schon vorhanden.

    Darum, o Mensch, schau auf zu deinem Gott - und die Erde wird neu werden!"

    Schau auf zu Gott deinem SELBST- und die Erde wird neu werden.
    Die Erkenntnis Gottes ist die Selbst- Erkenntnis des Menschen!

    Diese Erfahrungen kann jeder Mensch auf dieser Erde selbst machen, wenn er mutig genug ist, die Kunst des Liebens in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen und auch ein ganz neues Weltbild zu akzeptieren, in dem die Liebe als höchstes kosmisches Gesetz gilt.
    http://die-welt-der-reichen.over-blo...n-1533222.html
  5. #5

    Aufklärung und Logik

    Zitat von heinrichp Beitrag anzeigen
    @Die Priester aller Religionen hätten das Höchste Wesen "verunstaltet und geleugnet", nur um sich Reichtum und Macht zu verschaffen; "der wirkliche Priester des Höchsten Wesens ist die Natur, sein Tempel ist die Welt, sein Kult ist die Tugend".

    Der Mensch selbst ist in seinem SELBST das höchste Wesen der Natur, ein Mikrokosmos im Makrokosmos.


    Hildegard von Bingen: Der Mensch erscheint als Mikrokosmos, der in all seinen körperlichen, geistigen und seelischen Kräften die Gesetzmäßigkeiten des gesamten Makro-Kosmos widerspiegelt.

    Und wie schon in ihrem ersten großen Werk "Scivias" ruft Hildegard dem Menschen zu: "O Mensch, schau dir den Menschen an: er hat Himmel und Erde und die ganze übrige Kreatur in sich. In ihm ist alles verborgen schon vorhanden.

    Darum, o Mensch, schau auf zu deinem Gott - und die Erde wird neu werden!"

    Schau auf zu Gott deinem SELBST- und die Erde wird neu werden.
    Die Erkenntnis Gottes ist die Selbst- Erkenntnis des Menschen!

    Diese Erfahrungen kann jeder Mensch auf dieser Erde selbst machen, wenn er mutig genug ist, die Kunst des Liebens in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen und auch ein ganz neues Weltbild zu akzeptieren, in dem die Liebe als höchstes kosmisches Gesetz gilt.
    Erstaunlich, was Hildegard von Bingen schon im 12. Jahrhundert an weitsichtigen Erkenntnissen formuliert hat. Man könnte sie durchaus zusammen mit Galilei als geistigen Vorläufer des von Kant formulierten Imperativ ansehen:

    "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. "Selbstverschuldet" ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habt Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Ist also der Wahlspruch der Aufklärung. Faulheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem Unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt..., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wann ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen..."


    Aber wir können zweitausend Jahre zurückgehen, um von den alten Griechen Emanzipation zu lernen. Z. B. die Gottesfalsifikation durch Epikur, allein auf schlichte Logik aufgebaut:

    Epikur:

    Ist Gott willens Böses zu verhindern, aber nicht fähig, -dann ist er nicht omnipotent.

    Ist Gott fähig Böses zu verhindern, aber nicht willens, - dann ist er bösartig.

    Ist Gott fähig und willens Böses zu verhindern,
    -woher kommt dann das Böse?

    Ist Gott weder fähig noch willens Böses zu verhindern, -warum sollten wir ihn dann überhaupt Gott nennen?
  6. #6

    Die katholische Kirche wird sich heute noch grämen, ausgerechnet vom größten Opportunisten, den die Welt gesehen hat, auf Kreuz gelegt worden zu sein. Bischof, Revolutionär, Außenminister unter Napoleon und dem König sowie Lebemann. Alles Schriftliche war ihm ein Gräuel, umso besser verstand er es, mit geistreichen Bemerkungen die Leute zu unterhalten. Nur Fouche konnte ihm hinsichtlich seiner Fähigkeit, sich jedem anzudienen, das Wasser reichen. Angesichts der Radikalität, mit der sich die Franzosen in den Revolutionsjahren vom Christentum abwandten, sowie später praktizierten Politik, die Kirche, jedenfalls formell, von der Macht fernzuhalten, verwundert es mich, dass der Pius-Orden in Frankreich so viele Anhänger hat.
  7. #7

    Hermann

    Zitat von Hermann Löns Beitrag anzeigen
    Erstaunlich, was Hildegard von Bingen schon im 12. Jahrhundert an weitsichtigen Erkenntnissen formuliert hat. Man könnte sie durchaus zusammen mit Galilei als geistigen Vorläufer des von Kant formulierten Imperativ ansehen:

    "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. "Selbstverschuldet" ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habt Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! Ist also der Wahlspruch der Aufklärung. Faulheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem Unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt..., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wann ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen..."


    Aber wir können zweitausend Jahre zurückgehen, um von den alten Griechen Emanzipation zu lernen. Z. B. die Gottesfalsifikation durch Epikur, allein auf schlichte Logik aufgebaut:

    Epikur:

    Ist Gott willens Böses zu verhindern, aber nicht fähig, -dann ist er nicht omnipotent.

    Ist Gott fähig Böses zu verhindern, aber nicht willens, - dann ist er bösartig.

    Ist Gott fähig und willens Böses zu verhindern,
    -woher kommt dann das Böse?

    Ist Gott weder fähig noch willens Böses zu verhindern, -warum sollten wir ihn dann überhaupt Gott nennen?

    Hermann! Hast wat vajessen: Kann Jott in seiner Allmacht eine Mauer bauen, die so hoch ist, dass er selbst in seiner Allmacht nicht drüberspringen kann?
  8. #8

    subversiv

    Ein nett-subversiver schubladen-artikel.
    Schublade weil sich solche artikel auf halde im voraus produzieren lassen.
    Und subversiv, weil er ohne bezugnahme zu einer zeit veröffentlicht wird, da die rk-kirche unter dem generalverdacht steht, eine mafiöse organisation von kinderschändern zu sein.

    Auch wenn das ganze eher anekdotenhaft daherkommt und Talleyrand kaum als kirchenmann denn vielmehr als geniehafter diplomat eine historische rolle spielte, stellt sich die frage: Und jetzt?

    brauchen wir - angesichts der kinderschänderfälle - einen deutschen Talleyrand? Eine stärkere trennung von staat und kirche? (stichwort kirchensteuer, bischofsgehälter, religionsunterricht, zulassung von schulen in kirchlicher trägerschaft, militärgeistliche, kirchenvertreter in ethikkommissionen etc.) Die staatliche förderung einer vernunft- und menschenrechtsorientierten ersatzreligion? Ein verbot des jesuitenordens in deuschlandesh?
  9. #9

    liberté, égalité, fraternité

    Zitat von heinrichp Beitrag anzeigen
    Revolutionen und Bürgerkriege, wie auch Kriege, sind so lange unvermeidlich, wie die Besitzenden weiterhin die Besitzlosen unter dem Vorwand, Chancen zu schaffen, auszubeuten bestrebt sind.
    Wie wichtig wären Revolutionen und Bürgerkriege dann, wenn die Mächtigen und Besitzenden den Recht- und Besitzlosen vorwerfen dekadente Schmarotzer zu sein und ihnen statt Chancen gerade noch das nackte Leben zugestehen.


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