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Die gefährdete Generation: Kleine Machiavellisten

Kinder gehen durch die Hölle, wenn sie von Mitschülern gemobbt werden. Eltern können gegen die Peinigungen oft wenig ausrichten, aber vieles falsch machen. Eingreifen müssten die Lehrer.

http://www.spiegel.dewissen/0,1518,783339,00.html
  1. #150

    Zitat von Atheist_Crusader Beitrag anzeigen
    Öhm, warum doch gleich nicht? Ich bin generell kein Freund von körperlicher Gewalt, aber ich widersetze mich auch nicht der Erkenntnis, dass auch Mädchen vermehrt zuschlagen. Und in dem Fall darf auch entsprechend reagiert werden. Nur sollte man sich dafür eben besser weibliche Unterstützung holen, sonst gibt man den Tätern eine wunderbare Chance, sich selbst als Opfer zu inszenieren.
    Oh je, ich werde wohl doch langsam älter... Sorry, bei uns (unschuldige Landeierschule) hatten wir keine prügelnden Mädels. Aber richtig, diese Zeiten sind ja inzwischen auch vorbei...

    Sie haben zwar recht, dass einem bei weiblichen Schlägern, der große Bruder nicht viel hilft, aber schlagkräftige weibliche Unterstützung dürfte schwer zu finden sein, denn das wären ja ähnliche Ladies wie die, denen man entrinnen will. Ich glaube nicht, dass das funktioniert, selbst wenn man eine passende Amazone oder besser Walküre zur Hand hätte. Mädchen ticken m.E. einfach zu anders als Jungs. Die finden sich sehr viel seltener mit einer einmal hergestellten Hackordnung ab, sondern würden immer wieder zuschlagen. Mit physischer Abschreckung käme man deshalb vermutlich nicht weit.
  2. #151

    Niedlich

    Zitat von wanderprediger Beitrag anzeigen
    Hey Mobbingopfer, nimm einfach 4 oder 5 Freunde und geht losprügeln. Oder nimm deinen 21 jährigen Bruder und klatsch den Mobber in der Schule, auch wenn es dafür dan "Schulverbot" gibt.
    Blaues Auge und Jochbeinprellung müssen zur Überzeugung schon sein.
    Vielleicht hat ihr Mobber den sie so heroisch verdreschen wollen 3 Brüder und 15 gewaltbereite Freunde.
    Und was nun?
    Merke, es gibt immer EINEN der stärker ist als DU

    Ihre Aussage, Gewalt erzeugt Gegengewalt. Ein "guter" Christ würde sagen Auge um Auge, Zahn um Zahn.

    Tatsache ist, Mobbingopfer werden oftmlas ausgesucht, weil sie keine Chance haben sich zu wehren. Körperlich schon mal gar nicht.

    Daher muss das Problem von dem Lehrer oder von der Schulleitung gelöst werden.
    1. Reden wir von Jugendlichen. Die sind idR leicht einzuschüchtern.

    2. Unterschätzen Sie meine Gewaltbereitschaft. Das klingt in Ihren Augen krank und barbarisch, aber ich verstehe keinen Spaß, wenn es um meine Gesundheit oder die meiner Liebsten geht. Psychische Gesundheit inbegriffen.


    Ich bin kein guter Christ. Aber ich bin auch kein Träumer. Beim Mobbing suchen sich 1-2 charakterschwache Menschen/Kinder ein Opfer und erhöhen sich selbst subjektiv, indem sie einen anderen demütigen. Es geht darum Macht auszuüben.

    Diese Ausübung von Macht muss man den Tätern so unlukrativ wie möglich machen. Also negative Konsequenzen daran koppeln.

    Der offizielle Weg ist idR versperrt, da Mobbing selten mit Schlägen etc. verbunden ist. Das Opfer wird ausgegrenzt, im Internet beleidigt, bei jeder Gelegenheit gedemütigt. Jede Einzelaktion für sich genommen wiegt nicht schwer genug um ein rechtlich geordnetes Verfahren nach sich zu ziehen. Die Zusammenhängenden Kleinaktionen müssen Sie erstmal beweisen. Wenn man sich an die Schule wendet, läuft man Gefahr, dass der Lehrer ein ermahnendes Gespräch führt und mehr nicht. Danach gilt man aber als besonders schwach. Man ist eine "Petze".

    Gehen Sie doch mal den offiziellen Weg an der Schule gegen Mobbing. Dann stellen Sie auf einmal fest, dass die Eltern der Mobber sich vor ihre eigenen Kinder stellen und dann sagen auf einmal 20 Eltern von 10 Kindern, dass Ihr Kind der Buhmann ist.

    Blicken Sie doch mal ins Schulgesetz ihres Bundeslandes. Die Handhabemöglichkeiten sind sehr begrenzt.

    Wenn ich dann noch so niedliche Ideen wie "Dienstaufsichtsbeschwerde" lese. Also ein formloser Rechtsbehelf ohne jede rechtliche Wirkung.

    Das sog. Schulverbot was Sie ansprachen war ein einfaches Hausverbot. Da mein Bruder bereits studierte störte ihn das Hausverbot der Schule herzlich wenig.

    Mit den Eltern der Störenfriede brauchen Sie erst garnicht reden. Die Chance, dass die ihnen glauben ("Waas, mein Kind? Kann garnicht!") oder sich dafür interessieren ("Asoziale Eltern") ist nicht gerade riesig.

    Ein analoges Problem haben Sie beim Stalking. Bis dort ein Grad erreicht ist, der eine einstweilige Verfügung rechtfertigt oder eine Verurteilung nach § 238 StGB erfolgt, muss schon sehr viel passiert sein und man muss es auch noch beweisen können.


    Ich rede nicht einfach nur dummes Zeug. Ich bin selber Jurist (noch kein Assessor, aber immerhin habe ich das Referendarexamen bereits abgelegt).

    Bei Mobbing und Stalking ist das Recht ein zahnloser Tiger. Man kann Mobbing

    a)Aussitzen

    b)Flüchten

    c)Gegengewalt anwenden

    Ich tendiere zu c)
  3. #152

    Zitat von Ludibunda Beitrag anzeigen
    Alles nur, weil damals kein Lehrer bereit und fähig war, mit der Mobbing-Situation umzugehen.....

    Das ist auch nicht besser geworden. Die Lehrer haben ja keine Sanktionsmöglichkeiten bzw das Bisschen, was sie haben, wird nach und nach weggestrichen.

    Klassenbucheintrag..huuuh, wie gruselig und am Ende konsequenzlos. Schulverweis...huuuh, muss man mehrere von sammeln. Die Kids wissen das.

    Strafarbeiten, Nachsitzen etc. wird auch alles erschwert, insbesondere von den Eltern. Die Kinder sind nie die Bösen, es sind immer die Anderen, und ewenn mal sanktioniert werden soll, wird gleich mit dem Anwalt gedroht.

    Deshalb bin ich auch nicht Lehrer geworden. Ich hatte keine Lust, mich jeden Tag mit diesem Mist rumzuschlagen, bei dem am Ende nie etwas Gutes herauskommt. Ich sehe das im Bekanntenkreis zu Genüge.

    Die Kinder von Heute sind auch nicht mehr normal, versuchen Sie mal, eine Klasse vollzubekommen, in der nicht von 20 Kindern jedes 2. irgendeine psychische Störung, ADS, ADHS, LRS, Dyslexie, Dyskalkulie etc. hat. 50% kleine Medikamentenzombies. Da läuft doch schon in der Früherziehung irgendetwas falsch, aber die Lehrer sollen es dann immer gewesen sein.
  4. #153

    Zitat von Anthrophilus Beitrag anzeigen
    So viel Verstand hatten die dümmsten Mobber: Zu verstehen, daß es nicht überzeugt, jemanden immer wieder zu erwähnen bzw. anzusprechen oder anzupöbeln, den man doch eigentlich als der Beachtung unwert erklärt ...

    Sie haben's doch verstanden, oder?
    Irrwitzig komisch. Ich glaube Ihnen die Sülze trotzdem nicht. Ich selbst hab mehr als nur meine Packung abbekommen, und nichts derartiges hat gefruchtet. Wer mobbt, tut das nicht aus rationalen Gründen, lässt sich also mit rationalen Argumenten auch nicht überzeugen. Derartiger Unfug klappt höchstens in sehr schlechten Filmen. In der Realität gibt es genug Leute, die sich gar nicht erst darauf einlassen so etwas auszudiskutieren. Oft weil sie die Diskussion verlieren würden. Aber wer mobbt, sitzt zunächst mal am längeren Hebel.

    Oder sind Sie ernsthaft der Ansicht, dass tausende Kinder und Jugendliche Opfer von Mobbing werden, weil keiner von denen genug Hirn hat, Ihren komischen Spruch aufzusagen? Was erzählen Sie uns als nächstes? Dass sie den Schul-Raufbold dazu bekommen haben Sie zu verschonen, indem Sie ihm Vorträge über Muskelkrämpfe gehalten haben?
  5. #154

    Niedlich

    Zitat von Sara100 Beitrag anzeigen
    Ich war in einer viel schlimmeren Situation das können Sie mir glauben.
    Auch deswegen weil ich ein Kind mit Migrantenhintergund war. Was glauben Sie was ich nicht alles hab mir gefallen lassen müssen.
    Trotzdem wander ich jetzt nicht in der Gegend umher und verherrliche die Gewalt an Jugendlichen.
    Kommen Sie einfach mal klar mit Ihrer Vergangenheit und leben Sie es nicht aus indem Sie es als einzig gutes herhalten !!.
    Wie süß. Ich habe auch einen Migrationshintergrund. Mein Mobbingproblem hielt ganze zwei Wochen. Eine ordentliche Tracht Prügel später war das Priblem gelöst. Gewalt löst leider nur ein einziges Problem: Gewalt. Aber wenn ich zum Tanzen aufgefordert werde, dann tanze ich. Danach wurden die Jungs nicht meine besten Freunde. Aber die hatten Angst vor mir, das reicht voll und ganz aus.
  6. #155

    naja ich finde der Begriff geht schon

    Zitat von clme Beitrag anzeigen
    Ich war wirklich erschrocken, als ich Begriffe wie "Täterkind" gelesen habe. Mal abgesehen davon, dass ich dieses Wort äußert unglücklich finde, darf man selbst die schlimmsten nicht so einfach abstempeln.
    Es ist erstaunlich, wie manche Kinder wissen, was sie Erwachsenen sagen müssen, um für das, wovon sie oft ganz genau wissen, dass man das nicht tun darf, eine butterweiche, verständnisvolle Nicht-Kritik einzufahren. Ich habe jetzt eine 8jährige Tochter und schon im Kindergarten gab es ganz bestimmte kleine Persönlichkeiten, die einen Hang zu Machtspielchen und manipulativem Verhalten hatten. Es waren keine schlechten Kinder, aber da muss deutlich gemacht werden, dass das nicht ok ist. Ich habe mich mal freundlich zu dem Dämchen hingekniet und habe ihr als ich mal Zeuge einer Szene wurde, freundlich aber bestimmt gesagt (sie kannte mich ganz gut): ich finde das nicht gut, was Du da machst. Nicht, dass sie das jetzt total verändert hätte, aber sie hat schon mal gesagt, man solle mir dies und jenes aber nicht weitererzählen - ganz klar zeigte das, dass sie schon wusste, was ich meinte. Aber sie hat eine ganze Mädchengruppe polarisiert und beherrscht nach der Methode ruling by dividing. Zum Glück kam sie auf eine andere Grundschule und in der derzeitigen Klasse gibt es kein echtes "Talent" in dem Bereich, zum Glück.

    Es sind oft ganz intelligente Kinder, die den Wunsch haben, ihre Umgebung auszutesten, und Erwachsene, die nicht den Mut haben, sich hinzustellen und ihnen klipp und klar zu sagen, dass ein Verhalten nicht in Ordnung ist, ohne den Weichzeichner, der eine totale Unterschätzung der mentalen Stärke mancher Kinder ist - diese Erwachsenen werden automatisch in die Kategorie: willfährig, manipulierbar einsortiert, die Lehre, die daraus gezogen wird: ich komme damit durch.

    Natürlich ist es aber auch nicht richtig von Erwachsenen, verbal aggressiv zu werden gegenüber Kindern, das wird gerade von älteren schnell sowieso als Ohnmachtsgeste richtig interpretiert. Aber mit 12 ist es echt schon schwierig, und die Kinder sind eigentlich so richtig schon keine Kinder mehr sondern oft erstaunlich hartgesotten - durch mangelnde frühere Korrektur.
  7. #156

    Es wäre ein Kardinalfehler, zu glauben, daß die von Ihnen ...

    Zitat von taiga Beitrag anzeigen
    Das kann ich Ihnen gerne sagen.
    Erziehungstechnisch, und um das geht es hier, haben die 68er den Kardinalfehler gemacht, Autorität per se als verwerflich zu akzentuieren. Leider übersahen sie dabei das, was ich vorhin mit "Kompass" ausdrückte, nämlich den Kinder Handlungsanweisungen mitzugeben, um im zwischenmenschlichen Alltagsleben verlässliche Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Dazu gehören auch und vor allem die sog. "Sekundärtugenden" wie Höflichkeit, Respekt (nicht den, den Jugendgangs einfordern), Empathie, Nachsicht, Hilfsbereitschaft, Selbstlosigkeit, Wertkonservativismus etc., alles Dinge, welche die 68er vehement als reaktionär bekämpften und die bei Mobbingtätern zu den Mangelerscheinungen zählen.
    ... genannten Tugenden von den 68ern als verwerflich angesehen wurden. Allerdings waren wir uns darüber im Klaren, daß nicht der Zwang davon überzeugen kann, sondern daß Zwang diesen Werten diametral entgegen steht.

    Daß Werte wie Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Höflichkeit von einem brüllenden Nazi-Lehrer mit verheimlichter Vergangenheit nicht überzeugend vorgelebt und vermittelt werden können, werden Sie verstehen.

    Das Problem der 68er waren nicht diese Ideale, sondern ihr Verrat durch Menschen, die sie nur behaupteten und verlangten, aber nicht selber lebten.

    Insbesondere dann nicht, wenn "Zäh wie Leder, schnell wie Windhunde, hart wie Krupp-Stahl" als eigentliche Erziehungsmaximen das Verhalten der Erzieher noch immer durchblitzten.

    Hören Sie also bitte auf, pauschal die 68er zu mobben.
  8. #157

    Ich weiß ka nicht, mit wem Sie verkehren, aber da sollte ...

    Zitat von breisig Beitrag anzeigen
    wann war denn das?

    freut mich, dass das bei ihnen klappte, heute würden sie gelächter ernten.
    ... man vielleicht eher sowas sagen:

    "Wenn ich so Scheiße bin, warum faßt Du mich dann immer an?"
  9. #158

    Natürlich müssten Lehrer eingreifen...

    ... aber wenn sich anguckt, dass heute sogar der größte Trottel Lehrer werden kann, wundert einen nichts. Betrachte ich die Lehramtstudenten aus meiner alten Klasse, so sind 80% meinungsanpassende Mitläufer, deren Reflexion nicht über den Spiegelblick am morgen hinausgeht. Und dann wundert man sich....
  10. #159

    ZUstimmung

    Zitat von uko Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub, ticken Sie noch richtig? Wo habe ich hier zur Gewalt aufgerufen? Ich habe lediglich erläutert, dass ich nach jahrelangem Mobbing auch heute, nach 35 jahren noch Hass auf die Täter verspüre. Leider habe ich mich nicht gewehrt!

    Ich kann dieses politisch korrekte "Gesülze", in dem Täter zu Opfern gemacht werden, einfach nicht mehr hören. Wer anderen die Würde nimmt, der gehört bestraft!
    SO ist es!! Danke für diesen Beitrag!








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