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Die erste Million: Spar Dich reich
Corsa statt Cayenne, Mallorca statt Mauritius - wer sich den Traum vom Wohlstand erfüllen will, muss sparen. Experten raten zur Binsenwahrheit von Autopatriarch Piëch: Reiche sind dadurch reich, dass sie weniger ausgeben. Sven Böll über den richtigen Weg zur ersten Million.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,640271,00.html
- #140 10.08.2009 18:37 von
So blöd...
So blöd ist der Text doch gar nicht und seine "Weisheiten" gelten auch im kleinen.
Man muss sich ja nicht gleich die Million ansparen, aber wäre es nicht etwas intelligenter wenn man sich wenigstens das Auto, die Wohnzimmereinrichtung und ähnlichen Krempel ansparen statt finanzieren würde?
All der Krempel der nicht per Finanzierung gekauft wird, spart bares Geld welches ansonsten den Banken in den Rachen geworfen wird. Oder mit anderen Worten, man kann mit gleichviel Verdienst mehr kaufen. - #141 10.08.2009 18:50 von
re
Stimme zu. Man kann zwar noch mit Aktien reich werden, aber auch den Komplettverlust (= Sozialamt) erleiden. Letztere Version ist zurzeit wahrscheinlicher (weshalb die Investments eher zurückhaltend sind). In den letzten zehn Jahren hat sich die Sache doch ziemlich stark verändert. Trauen kann man keinem mehr. Wer sich heutzutage von Börsenheinis bequatschen lässt, ist schon verloren.
Aber was ist die Alternative? Ich würde sagen: Immobilien. Das einzige, was noch besser ist, ist ein Beamtenstatus. Da braucht man gar nicht über Investments nachzudenken, weil der Steuerzahler einem immer die Kohle überweist ;) - #142 10.08.2009 19:50 von
Gutverdiener
Absolut. Vor allem wenn man berücksichtigt, wie dünn die Schicht der wirklich Reichen ist. Mit einem Einkommen um die Beitragsbemessungsgrenze herum gehört man deutlich zu den obersten 10%. Von den genannten 100.000 Euro ist man dann aber immer noch ein gutes Stück entfernt und der Cayenne bezahlt sich auch noch nicht aus der Portokasse. Einkommensmillionäre gibt es angeblich ca 12.000 in Deutschland, das sind ca 0,016% der Bevölkerung.
- #143 10.08.2009 19:51 von
stimmt!
Das kann ich nur unterschreiben. Man kann sich durchaus "bescheiden", auch wenn das mit dem derzeitigen sog. modernen Lebensstil nicht vereinbaren zu lassen scheint.
Gutes, bewußtes Essen, ein zurückhaltender Lebensstil, ein funktionales, sparsames Auto, eine mechanische Uhr und auch sonst langlebige Möbel, Anschaffungen und Ausgaben - da steckt viel mehr Lebensgefühl drin als in der Million.
Man kann aber durchaus in diesem Artikel eine Anleitung zum Glücklichsein finden: aus der Mode gekommene Prioritäten wie das bewußte Leben, das bewußte Genießen, das bewußte Auswählen von wirklich wichtigem im Leben ersetzen durchaus die gefühlte Notwendigkeit von statusträchtigen Klingeltönen, Elektronik, Ersatzbefriedigungen und Fernsehkonsum. Wenn ich mich nicht mit Müll identifizieren möchte, umgebe ich mich nicht damit - und darunter verstehe ich billigst-kurzlebige Küchengeräte ebenso wie "must-have" Badezimmer-Schnick-Schnack in Tuben.
Corsa statt Cayenne mag ein Schlagwort sein: es steckt aber viel Wahrheit drin!
Wenn ich mir nicht ausgerechnet das Verhindern des Aussterbens einer Pferderasse zur Lebensaufgabe gemacht hätte, wäre ich bei der zweiten Million... aber: das Lebensgefühl, das mir diese Arbeit, diese Aufgabe vermittelt, kann mir kein Bankkonto vermitteln... - #144 11.08.2009 06:13 von
- #145 11.08.2009 07:07 von
der richtige (aber real unerreichbare) Ansatz
Ich stimme dem Autor zu 100% zu. Die erste Million ist die schwerste, deshalb habe ich die ausgelassen und spare auf die zweite...
Die Frage ist nur wie, denn wer als relativ gut bezahlter Normalverdiener einsteigt, der kann aus meiner Sicht eben keine 1000 Euro im Monat ansparen. Außerdem zeigt die Rechnung, das sich eigentlich nur die Erben freuen können, denn auch ca. 30 Jahre Ansparzeit bedeuten, das der Sparer selbst nur recht spät zu so einem Vermögen kommt. Abgesehen davon ist in der heutigen Zeit eine Million Euro nicht wirklich viel Geld. Das mag einigen jetzt zynisch vorkommen, aber wer z.B. nur vom Ertrag leben will, der nimmt bei 1 Million selbst mit den erwähnten 6% Zinsen nur 60.000 Euro brutto im Jahr ein, davon gehen dann die Steuern ab, schon ist man deutlich niedriger und dabei sind 6% nicht unbedingt dauerhaft und regelmäßig erzielbar.
Bei meinen Sparversuchen in den letzten Jahren war es immer so, wenn die Erträge sehr hoch waren hatte ich kein Geld übrig, um es anzulegen. Hatte ich dann mal ein paar tausend Euro zusammen, waren die Erträge im Keller. Von Aktien verstehe ich nichts, Fondmanagern vertraue ich nicht und schon platzt die Seifenblase von eher bescheidenem Wohlstand im Alter. Außerdem, wer garantiert mir, das ich überhaupt so alt werde? Viele meiner Verwandten aus der Elterngeneration sind mit ca. 60 gestorben, das macht nicht direkt Hoffnung auf ein Jupi Heesters Alter oder?
Ich habe daher entschieden jetzt zu leben, nicht direkt im Luxus denn den kann ich mir nicht leisten, aber wie im Artikel steht mit meinen Hobbies, meinen preiswerten Urlaubsreisen und gelegentlichen Restaurantbesuchen. Ich brauche keine Immobilien, mir reicht eine gemietete 1-Zimmerwohnung. Ich hatte nacheinander mehrere Einfamilienhäuser, aber die sind extreme Kapitalfresser und bringen keinerlei Ertrag. Dafür gönne ich mir ein etwas teureres Premium-Auto oberhalb der Golfklasse. Damit es nicht zu teuer wird ist es gegen meine innere Einstellung ein Diesel. Ich könnte mir mehr PS und mehr Zylinder vorstellen, aber realistisch kommt man mit dieser Durchschnittsmotorisierung genauso schnell am Ziel an, es ist ja sehr voll auf den Autobahnen.
Auf eine Ehefrau sollte man in jedem Fall verzichten, die kosten einfach zu viel, selbst wenn man sich nicht scheiden lässt, von Kindern ganz zu schweigen. Ich war leider nicht so schlau. Wenn ich die Kosten füe eine nicht arbeitende Frau und eine jetzt erwachsene Tochter zusammenrechne, dann komme ich theoretisch auf eine deutlich 6-stellige Summe die mir als Basis zum Millionär werden gut geholfen hätte - aber was einmal ausgegeben ist, das ist wie schon im Artikel steht weg. Die steuerlichen Vorteile von Frau und Kind wiegen das nicht auf. Unnötig zu erwähnen das wir getrennt leben... - #146 11.08.2009 11:05 von Pia76
Titel
Hier werden die Kernprobleme angesprochen: Sparen ist eine Sache, Kapitalanlage die andere.
Das Sparen muss zum richtigen Zeitpunkt geschehen, also möglichst früh, solange noch ordentliche Cashflows da sind. Also bevor man Kinder bekommt und das Eigenheim einen frißt.
Ein Eigenheim ist im übrigen trotz aller Versprechungen der Baufinanzierer nur bedingt eine Kapitalanlage. Mietersparnis ja, aber wieviele Jahre wohnt man zu zweit/alleine im großen Haus, obwohl es auch eine billige drei-Zimmer-Wohnung täte? Das sind verschenkte Erträge, da das Kapital im Haus gebunden ist bzw. in die Finanzierung des Kaufpreises läuft.
Und dann wäre da noch das Timing. Es schadet nicht, eine Summe anzusparen, die nur für güntige Investitionsgelegenheiten herumliegt. Bieten sich diese, schlägt man dann zu.
Zu guter Letzt: Man könnte ja auch eine Frau heiraten, die selber Geld verdient. Mich wundert schon ein wenig, wieviele hier von den Kosten der Ehe schreiben. Klar, Kinder kosten. Aber Frauen verdienen doch auch Geld? Und zu zweit lassen sich viele dieser Projekte doch recht locker stemmen? Gerade die zwei, drei Jahr im Beruf bevor Haus und Kinder angeschafft werden kann man zu zweit doch sehr gut für einen großzügigen Grundstock nutzen. Labt man halt noch etwas auf Ausbildungs- bzw Studentenniveau weiter und kann zu zweit 20.000 pro Jahr zur Seite legen. Die haben dann ncoh 35 Jahre Zeit, sich zu verzinsen. - #147 11.08.2009 11:51 von
na endlich: Frauen können auch Geld verdienen...
Also da mußte ich auch den Kopf schütteln. Vor allem wird hier fast zum Vorwurf, daß die Frau einer Scheidung zustimmt und dann auch noch wagt, nicht sofort Selbstmord zu begehen, sondern ihr Leben dransetzt und die früher mal "gemeinsamen" Kinder großzieht...
Sicher: Zweisamkeit kostet, angefangen vom Hotel, wo vom Ehepartner das zweite Bett belegt wird. Aber meist hat man ja auch was davon, seien wir uns doch ehrlich. Nur für die monetäre Million sollte man ja dann doch nicht leben. - #148 11.08.2009 12:04 von
Kosten der Ehe
Das Problem ist, dass genau die Männer, die sich über die untreuen Ehefrauen und die Kosten der Ehe usw. beschweren, genau die Männer sind, die ihre Frau am liebsten daheim am Herd sehen wollen und sich dann entsprechende Frauen suchen. Wenn es dann nicht klappt und gezahlt werden muss, lamentiert es sich halt auch besser über das andere Geschlecht, denn die Frau hat sich nicht nur nicht auf Dauer an den Herd fesseln lassen sondern will dann auch noch Unterhalt für sich und die Kinder. Da kann man das Leben schon als ungerecht empfinden.
- #149 11.08.2009 12:13 von
Binsen
Wie so oft scheint der Mittelweg der richtige.
Die Nullen auf dem Konto könnten in 40 Jahren tatsächliche Nullen sein, aber man weiss es nicht.
Wie bei den Aktien: streuen. Ein bisschen leben, ein bisschen sparen, in die Gesundheit investieren. In Dinge investieren die Bestand haben. Aber nicht alles. Wer weiss ob die Immobilienpreise überteuert sind? Ob die Region wirtschaftlich abstürzt? in 30 , 40 Jahren kann viel passieren.
Wer lebt, als ob er mit 60 stirbt hat ein Problem, wenn er 60 wird und dann noch weiterleben will.
Aber vielleicht auch nicht, wenn der Sozialstaat einspringt. Aber auch dass weiss man nicht. Vielleicht hauen alle mit Vermögen ins Ausland ab? Vielleicht werden die Sparenden in 30 Jahren vom Pöbelvolk ausgebeutet. Vielleicht sieht die Politik irgendwann ein, dass wer nix leistet, dem auch wenig zusteht?
keine Ahnung, wird schon schiefgehen.
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