Zitat von
albert schulz
Erkennbar ist, daß bei den Doofen und Armen das Ding Depression heißt, bei den Gescheiten und Wohlhabenden Burnout. Ist aber vermutlich dasselbe. Die Änderungen in den letzten Jahren sind uninteressant von der Größe her, ohne jede relevante Aussage. Möglichweise waren die Krankenkassen einfach stur bei der Anerkennung. Nach dem Motto: „Ihr könnt wohl den Hals nicht voll genug bekommen.“ Junge und Alte sind nicht differenziert angegeben, nur sehr alte, und die waren schon so oft beim Arzt, daß sie das nicht mehr ohne Not tun.
„Das deckt sich mit der Sicht von DEGS-Psychologe Wittchen, der nicht an einen Unterschied zwischen Depression und Burnout glaubt.“
Der Herr Wissenschaftler glaubt also. Das ist ja wie in der Heiligen Kirche oder bei SPON. Und definieren kann er das Zeug offensichtlich auch nicht. Darin ähnelt er den Spezialisten aus der Psychobranche. Das sind die, die immer bei SPON ihre Bücher vorstellen, und die behaupten ganz genau Bescheid zu wissen. Vermutlich werden deswegen seriöse Abhandlungen über Manien und Depressionen wie die von Volker Faust seit Jahren nicht mehr neu aufgelegt. Viel zu banal und nüchtern, keine Möglichkeiten für Glauben und Phantasie.
Die Jungs bringen sich schon mal um, wenn sie jung sind, der Weiber wegen, und das heißt Liebeskummer und nicht Depression. Die Mädels hängen weinerlich in den Ecken rum. Ein romantischer Film oder eine neue Frisur können da Wunder wirken. Unter ökonomischen Gesichtspunkten sind sie dem Honorar eines Gurus bei weitem vorzuziehen. Vor allem effektiv, die Nutzen - Kosten - Analyse geht also auf. Ganz im Gegensatz zur Kirchensteuer etwa.