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Diagnose Depression: "Jüngere Menschen sind verwundbarer geworden"

CorbisDieser Befund verblüfft: In keiner Altersgruppe sind Depressionen in Deutschland so weit verbreitet wie unter den 18- bis 29-Jährigen - das hat eine groß angelegte Patientenbefragung des Robert Koch-Instituts ergeben. Nicht einmal die Hälfte der Kranken wird überhaupt behandelt.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...838843,00.html
  1. #120

      

    Zitat von juergw. Beitrag anzeigen
    Verblüfft ?Wenn ich Patienten befrage lamentieren Sie natürlich über ihre Krankheiten.Bei einer Leistungsgesellschaft fallen immer welche hinten runter.Überfluß macht krank-man staunt ,wie fröhlich so mancher in der dritten Welt ist.Ich bekomme auch immer Depressionen ,wenn der Nachbar ein größeres Auto fährt und gebe meinen Eltern die Schuld.
    Ich hoffe und glaube schlicht und ergreifend nicht, dass Sie Arzt/Therapeut sind. Punkt.
  2. #121

    Zwei Seiten der Medaille

    Zitat von albert schulz
    Die Aussichten sind nicht sonnig, aber es wird nach wie vor ausgebildet und eingestellt, und wegen des Rückgangs Nachwachsender müßte es einfacher sein, eingestellt zu werden. Es ist aber auch klar, daß kein Verantwortlicher jemanden einstellt, der innerlich und äußerlich keine Haltung hat. Es geht um die persönliche Einstellung und Motivation, etwas leisten zu wollen, lernen zu wollen, sich einzusetzen. Eine Firma stellt aber den ein, der Arbeit und Geld braucht und sich anzustrengen bereit ist.
    Aber das Resultat, z.b. die Bezahlung, ist doch mit entscheidend. Es bringt nichts -bzw. wird genau das hier thematisiert- daß man "Arbeitsplätze" um jeden Preis schafft, aber die Arbeitnehmer in finanziell, prespektivisch und psychisch miserable Verhältnisse zwingt. D.h. geringen Lohn, unbefristete Anstellung etc etc. Die Jungen leisten natürlich etwas und bringen sich ein; was einseitig aufgekündigt wird, ist die Belohnung, die Anerkennung des Einsatzes und daß eine Perspektive eröffnet wird. Das fehlt doch komplett. Haltung und Einsatz sind zweifellos vorhanden, anders kann man sich die massenhaften prekären Arbeitsverhältnisse, den boomenden Zeit-/ Leiharbeitsmarkt, "Generation Praktikum" usw nicht erklären. Sowas macht niemand aus Jux.

    Es muß erst eine existentielle Not herrschen, bevor sich ein umsorgter Jüngling am Riemen reißt, und er muß das, weil er ein Leben vor sich hat.
    Das ist das Thema. Und wer "in existenzieller Not" rennt zum Staat, erpreßt und bettelt um Geld, Vorteile etc? Genau die "Alten", die eingesessenen Unternehmen, Konzerne, Bankimperien. Nur ja nichts abgeben, die eigenen Posten und Vermögen retten lassen (klingelt es da bei Ihnen? DAS Thema seit nunmehr 4 Jahren). Zynischerweise ist es genau diese "Schicht"/ zum Teil auch Altersgruppe, die die Jungen so runterputzt und ein Robinson Crusoetum abverlangt, während sie selbst keinerlei Konsequenzen oder Einschnitte zu tragen bereit ist.
  3. #122

    Depression ist heute die Ausrede für alles.
  4. #123

    Zitat von hugahuga Beitrag anzeigen
    Nur keine Aufregung - ich nehme ausdrücklich diejenigen von meiner Kritik aus, die ernsthaft und real krank sind. Denen gelten meine besten Genesungswünsche. Die anderen sind für mich nichts als Sozialbetrüger.
    Klingt fair, das kann ich so unterschreiben.
  5. #124

    Was mich doch sehr wundert

    daß genau diese Generation sich eine Arbeitswelt, Finanzwelt Umwelt und Politik schaffen, deren zunehmenden Druck sie niemals werden standhalten können. Heute trifft es die Alten, Schwachen, Kranken - morgen Euch, denn dann seid Ihr alt, schwach oder krank. Denkt darüber nach, ehe Ihr von "liberalen" Arbeits-, Gesundheitsgesetzen nachblabbert.
  6. #125

    Zitat von Mann Beitrag anzeigen
    Viel Spass mit diesen Luxus-Problemen!
    Hoffentlich geht es uns immer so gut, dass wir Zeit und Kraft haben haben, unser Hirn mit solchem Sch... zu beschäftigen. Erklär Dein Problem mal einem Arbeiter in seinem Schlafsaal bei Foxconn in China (der heilfroh ist, von seinem Feld weg zu sein!).

    Ein in den 70ern Geborener!
    Jajaja. Und wer vor Stalingrad im Schützengraben lag, hatte auch keine Zeit für solche "Luxusproblemen".
  7. #126

    Zitat von zufriedener_single Beitrag anzeigen
    Die Alten haben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts dieses Land und fast ganz Europa an die Wand gefahren. Dann hatten sie, dank der Unterstützung der USA, ein grandioses Wirtschaftswachstum und nun sollen die Jungen deren Rente zahlen. Year! Das ist zum ko****!
    Von welchen Alten schreiben Sie? Die aktiven Verursacher, Teilnehmer und auch Opfer des 2. Weltkriegs sind inzwischen meist tot. Vielleicht rechnen Sie mal: Jemand, der 1940 zwanzig Jahre alt war, wurde 1920 geboren. Heute schreiben wir 2012. Den Rest überlasse ich Ihrer Intelligenz bzw. Ihrem Taschenrechner.
  8. #127

    Zitat von joeking Beitrag anzeigen
    die langen Wartezeiten auf eine geeignete Therapie sind eine Katastrophe. Da will ich etwas für die Gesundheit tun - bei Depression bzw Burnout gehört dazu eh schon viel Motivation - und dann heißt es "Warten Sie mal". Frustrierend!
    Da sprechen Sie ein wirklich wichtiges Thema an. Einen wirklich guten Therapieplatz zu ergattern - speziell als Kassenpatient - ist hierzulande eh eine Glücksspiel, dazu halt auch noch ein sehr langwieriges. Das ist so wie "Oh, Sie verbluten? In drei Monaten hat unser Chirurg Zeit für Sie."
  9. #128

    Zitat von Marshmallowmann Beitrag anzeigen
    Depression ist heute die Ausrede für alles.
    Phrasen dreschen war schon immer eine Ausrede für die Unfähigkeit und den Unwillen, sich mit einer Thematik ernsthaft zu beschäftigen und auf die eigene Ignoranz auch noch stolz zu sein.
  10. #129

    Einige der Kommentare (wie "nur doch Mal zusammenreißen!"), die ich hier lese, sind so ekelhaft sozialdarwinistisch, dass sie durchaus bei einigen Lesern einen Suizidversuch triggern könnten! Dessen sind sich die Damen und Herren Verfasser entweder nicht bewusst oder es ist ihnen egal. Ignoranz gemischt mit Selbstgefälligkeit.

    Ich sage dazu nur, dass ich das Glück habe, mich nicht mehr im doch ziemlich kritischen Behandlungsbeginn mit Venlafaxin (SSNRI) zu befinden...








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