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Diäten: Low-Carb erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten

CorbisAbnehmen nach Atkins, Logi-Methode, Steinzeitdiät oder das South-Beach-Konzept: Viele Diäten dieser Art sind umstritten. Jetzt bestätigt eine aktuelle Studie die Sorgen von Kritikern. Eine kohlenhydratarme und eiweissreiche Ernährung kann das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich steigern.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...841072,00.html
  1. #60

    Wissen worüber man schreibt - das ist hier nicht der Fall!

    Wenn man über Low Carb insbes. LOGI schreibt, sollte man eigentlich wissen, was das heißt. Und das ist bei Herrn Ballwieser nicht der Fall. Das zeigt mir, dass er Atkins und LOGI in einem Topf wirft.
    Ein ganz großer Fehler und für diese Aussage sollte er sich schämen: Low-Carb - und hier LOGI genannt - bedeutet häufig weniger Obst, Gemüse. Kennt er die Pyramide, die Rezepte bzw. die Nährstoffrelation von LOGI?
    Ich denke nicht und das finde ich sehr schlecht recherchiert, dilettantisch und sehr peinlich!

    Falls auch noch die u.st. Definition von dem Autor stammt, verrate ich nicht die Auflösung, sondern lasse ihn "recherchieren".

    „Vollkornmehl etwa basiert auf komplexen Kohlenhydraten, Weißmehl hingegen enthält einfachere Kohlenhydrate.“

    LOGIsche und gesunde Grüße sendet,
    Heike Lemberger

    .. und bitte lesen Sie folgendes
    http://www.bmj.com/content/344/bmj.e4026?tab=responses
  2. #61

    Fehlermeldung...

    Falls jemandem daran gelegen ist, die Genauigkeit dieser Meldung zu prüfen, hier ist die Gesamtstudie (auf engl.): http://www.nutritionj.com/content/pdf/1475-2891-11-40.pdf
    Darin lässt sich auch für Laien verständlich lesen, dass mit höherem Fett-(nicht Eiweiss-!) Gehalt in der Nahrung, ein Anstied der Cholesterin-Werte, und dass dieser Anstieg möglicherweise ein erhöhtes Risiko für HK-Erkrankungen darstellen könnte (wobei natürlich die Relation zwischen Cholesterin und HK-Erkrankungen auch allmählich in Frage gerät). Es ist schade, dass SPON in diesem Bereich so undifferenziert, ungenau, und alarmistisch Bericht erstattet. Selbst CNN zitieren in ihrem Artikel zu dieser Studie auch andere Experten-Meinungen... http://thechart.blogs.cnn.com/2012/06/27/atkins-style-diets-linked-to-womens-heart-disease/
  3. #62

    ...

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Bitte einmal anhand der einschlägigen seriösen physiologischen Fachliteratur belegen!
    Herrje die Schlank im Schlaf Nummer war ja wirklich etwas lächerlich. Hier nun also gern Ihre SERIÖSEN Belege:
    Effects of GI vs content of cereal fibre of the evening meal on glucose tolerance at a subsequent standardized breakfast. Eur J Clin Nutr. 2008 Jun;62(6):712-20. Epub 2007 May 23. PMID: 17522615

    Effect of meal timing and glycaemic index on glucose control and insulin secretion in healthy volunteers.Br J Nutr. 2011 Dec 16:1-6. [Epub ahead of print] PMID: 22176632

    Es gibt leider viel zu viel Publikationen zu diesem Thema... also fasse ich auch gern noch einmal für sie zusammen: Kohlenhydrate werden sehr schnell verdaut und liefern daher schnell sehr viel Energie. Zusätzlich wird abends auch der Stoffwechsel heruntergefahren, was dazu führt dass natürlich der Körper erst die Stoffe verwertet die er schnell abbauen kann. Wir haben dann wahnsinnig viel Energie zur Verfügung die wir einfach nicht brauchen, es sei denn Sie sind als Extremsportler nachts unterwegs. Was macht der Körper also mit Energie die er nicht braucht? Richtig, man könnte sie ja später brauchen also Speicher ich die. Die hohen Mengen an Insulin die der Körper durch die hohen Glucosewerte im Blut nun auch noch ausschüttet wir die nicht benötigte Energie vorrangig in Fettzellen gespeichert, wir werden DICK. Ich hoffe das hilft Ihnen etwas weiter.
  4. #63

    oh oh

    Zitat von Affenhirn Beitrag anzeigen
    Einfaches Literaturbeispeil: Detlef Pape, Schlank im Schlaf.
    Leider ein sehr schlechter Versuch zu helfen. Das zählt sicher nicht unter die gewünschte Fachliteratur!
  5. #64

    Trefflicher Kommentar im BMJ

    This study is a total disaster.
    Low protein is 1, high protein is 10, low carbohydrates are 10, high carbohtdrates is 1.
    So to have sum score of 11 it can be low protein (1) and low carbs (10) or high protein (10) and low carbs (1) or any sum between
    1 10, 2 9, 3 8, 4 7, 5 6, 6 5,7 4, 8 3, 9 2 or 10 1, all give 11 as score.
    So to have a Low Carb, High Fat (LCHF) dinner with a steak and bearnaise sauce with some asparagus (Normal protein, low carbohydrate, high fat) or a hamburger with bun, fries and sweet beverage, (normal protein, high carbohydrate, medium fat) there will be no difference in score!
    So this study is just like rolling dice and trying to make statistics out of it. It is definitively not science.
    Competing interests: None declared
  6. #65

    Zitat von Meckermann Beitrag anzeigen
    Friss-die-Hälfte ist die beste Diät. Dazu viel Bewegung. Macht euch nicht irre, die Ernährungsforschung behauptet jedes Jahr das Gegenteil von vorher.

    Hehe ja genau - Aber manche Menschen (wie ich) brauchen eben eine Anleitung nach der Sie arbeiten können. Ich benutz gerade den Ratgeber von "Isabel de Los Rios" (einfach googlen) - Kann ich nur empfehlen !
  7. #66

    Zitat von bvoll Beitrag anzeigen
    ... zuviel Eiweiß gegessen...
    ...braucht man sich nicht zu wundern. Sogenannte "Zivilisationskrankheiten" sind die Folge.
    .
    Richtig! Vorhin wieder mit der Steinzeit telefoniert und unsre Vorfahren haben mir genau das bestätigt: Die Rückenbeschwerden, Karies und vom Übergewicht ganz zu schweigen! Viel zu fett für die Mammutjagd. Dieses Eiweiß...
    Zum Glück gibts heute Brot und Schokolade und wir leben alle glücklich und zufrieden! :D

    Zitat Meckermann:
    "Friss-die-Hälfte ist die beste Diät."

    Teilweise bestimmt richtig, aber dicke Menschen sind eben nicht ohne Grund dick. Oft ist Essen eben ein Ausweg für Stress oder Belastung vergleichbar mit der in Filmen oft gezeigten "Nachtrennungsschokolade" für "Normalos". Jemanden der für zwei isst nur noch die Hälfte zu verordnen funktioniert einfach nicht. In der Theorie ja, aber der Mensch und vor allem die menschliche Psyche ist eben nicht nur theoretisches Konstrukt. Daher ist es nur richtig alternative Methoden zu erforschen (oder wiederzuentdecken) bei denen auf die besonderen psychischen Voraussetzungen dicker Menschen Rücksicht genommen wird.
  8. #67

    wer lesen kann ist deutlich im Vorteil

    Ist schon komisch der Artikel. 2012 wird von einer Studie von 2007 berichtet und so getan, als ob die Ergebnisse brandaktuell wären. Na ja, könnte man machen, wenn man feststellt, dass eine hervorragenden Arbeit bisher noch nicht richtig gewürdigt wurde. Immerhin eine Untersuchung mit 40000 Teilnehmern. Wenn jemand sich so viel Mühe gegeben hat, ist das auch 5 Jahre später noch einen Artikel wert. Schade nur, dass dann doch nur die 20000 über 40 jährigen in das Studienergebnis eingegangen sind. Bei den unter 40 jährigen war kein Ergebnis zu finden. Na ja, stand ja nicht im Abstrakt, kann man übersehen. Dass das Ergebnis dann auf nur auf 400 Todesfällen beruhte - auch egal. Dass aber von den 400 Todesfällen nur 56 an kardiovaskulären Erkrankungen starben und nur auf diesen 56 das Ergebnis beruhte. Stand auch nicht im Abstract. Schon ärgerlich. Ist dann auch gar nicht mehr imposant. Eigentlich nicht verwunderlich, dass diese Veröffentlichung die letzten 5 Jahre niemanden interessiert hat. Besonders, weil alle statistisch relevanten Studien zu anderen Ergebnissen kommen. Um das rauszufinden braucht man 15 Minuten - und muss lesen können und wollen. Schade Dennis!
  9. #68

    Auch wenn's nun schon eine halbes Jahr her ist ...

    irritiert mich der Artikel immer noch. Kein Wort davon, wo die Schwachstellen der Studien von den Autoren gesehen wird, dafür für eine provokative Einleitung, die bewusst auf die Herabsetzung abzielt, indem sie die Extremerscheinung zur Regel zu machen scheint. Möglich, dass es in skandinavischen Ländern anders aussehen muss, weil Gemüse dort teuer sind, aber hierzulande dürfte bei den meisten der Gemüseanteil den Fleischanteil überwiegen. Guter Journalismus noch dazu in einem Bereich, der davon leben sollte, seriös mit Fakten zu arbeiten, sieht für mich anders aus. Er bewertet vorgestellte Studien, ordnet sie ein und nennt zumindest in Ansätzen die möglichen Mängel, die von den Autoren selbst genannt werden.

    Was die Studie nun angeht, so sind die Schwachstellen für mich doch erheblich. Nicht nur arbeitete sie vor 15.5 Jahren mit Fragebögen, das ist so üblich und die Fehlerquellen hieraus dürften einkalkuliert sein. Wichtiger scheint mir, dass nur diesen einen Fragebogen gab. Keine in der Zeit dazwischen, keine zum Abschluss. Das ist für mich das eigentlich Erschreckende. Eine Langzeitstudie aufgrund von Eigenauskünften, die die Veränderung des Ernährungsverhaltens gar nicht beobachtet?


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