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Diäten: Low-Carb erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten

CorbisAbnehmen nach Atkins, Logi-Methode, Steinzeitdiät oder das South-Beach-Konzept: Viele Diäten dieser Art sind umstritten. Jetzt bestätigt eine aktuelle Studie die Sorgen von Kritikern. Eine kohlenhydratarme und eiweissreiche Ernährung kann das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich steigern.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...841072,00.html
  1. #50

    Diätwahn als Ersatzreligion

    Ich halte es ähnlich wiie der Verfasser von Kommentar 49.
    Es bringt doch nichts, sich ständig wegen "richtigem" Ernährungsverhalten kirre zu machen. Genießen Sie doch einfach ihr Leben und sollten Sie aufgrund (zu) ausschweifenden Lebenswandels frühzeitig ins Gras beißen müssen - so what? Besser glücklich tot mit 50, als verbittert mit 80. ;-)
  2. #51

    Pape, Pappe, Papier

    Zitat von Affenhirn Beitrag anzeigen
    Einfaches Literaturbeispeil: Detlef Pape, Schlank im Schlaf.
    Die Frage ging nach seriöser physiologischer Fachliteratur.
    Das ist so etwas:
    Eric Jéquier and Luc Tappy:
    Regulation of Body Weight in Humans.
    Physiol Rev April 1, 1999 79:(2) 451-480.

    - Regulation of Body Weight in Humans
  3. #52

    Danke für Ihre Unterstützung

    Zitat von Spassbremse Beitrag anzeigen
    Ich halte es ähnlich wiie der Verfasser von Kommentar 49.
    Es bringt doch nichts, sich ständig wegen "richtigem" Ernährungsverhalten kirre zu machen. Genießen Sie doch einfach ihr Leben und sollten Sie aufgrund (zu) ausschweifenden Lebenswandels frühzeitig ins Gras beißen müssen - so what? Besser glücklich tot mit 50, als verbittert mit 80. ;-)
    Ich bin glücklich mit meinen 59 Jahren und hoffe es - auch mit meiner Ernährungsphilosophie - auch mit 80 noch zu sein.
  4. #53

    Fakten.....

    ...sind manchmal nicht mit der eigenen Meinung zu vereinbaren. Ich habe schon vor längerer Zeit ein Buch von Prof. Wendt über Eiweißspeicherkrankheiten gelesen.
    Sein Sohn arbeitet heute an dieser Sache weiter:
    http://www.prof-wendt.de/profdrlotharwendt/daskonzeptdereiweispeicherkrankheiten/index.php Auch der Spiegel brachte 1986 einen Artikel über die praktische Anwendung dieser Erkenntnisse. Leider wurde das schöne Beispiel dann "wissenschaftlich" in den Dreck gezogen.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13518758.html
    (Die Erde ist eben immer noch eine Scheibe und Hexen werden auch noch verbrannt...) Wer nachdenkt, dem fällt vielleicht auf, dass nie Befürworter oder Therapeuten, die damit arbeiten zu Wort kommen.
    Damals sollte gerade meiner Tante ein Fuß amputiert werden. Diabetisches Gangrän. Ich habe sie dann aus dem Krankenhaus geholt und auf Eiweißabbaudiät gesetzt. Fett durfte sie ohne Einschränkung zu sich nehmen. Sie bekam beispielsweise die Kartoffeln nicht mehr mit Quark, sondern mit Creme fraiche und Butter, sogar mit viel Butter. Das Interessante an der Sache war, dass man bereits nach drei Tagen sehen konnte, wie der Fuß heller wurde. Nach 14 Tagen war alles wieder in Ordnung. Es hat sich erwartungsgemäß niemand über das Zustandekommen dieser Heilung interessiert.
    Zu dem Zitat Nr. 3 von noatron möchte ich noch anmerken, dass die Schäden bei dieser Ernährungsform immer noch kommen können. Es kann aber auch sein, dass Sie zu den ca. 25% der Bevölkerung gehören, die Eiweißüberschüsse komplett abbauen und ausscheiden können. Falls Ihr Hämatokrit über 42% liegt, ist das nicht mehr optimal. Manche Labore finden allerdings auch Werte bis 50% noch normal. (Vor 1940 war der Durchschnitt bei uns etwa 39%) Damals starben von einer Million etwa 7000 an koronaren Herzkrankheiten. Heute sind es mindestens 170.000!!! Und das trotz der vielen guten Pillen. ABER: Fragen sie ihren Arzt oder Apotheker und denken sie auf keinen Fall selbst.
  5. #54

    Schlechter Artikel, zweifelhafte Studie

    Ich finde den Artikel aus mehreren Gründen nicht wirklich gut geschrieben.

    1. Wie schon in einigen Beiträgen vorher bemerkt wurde, hat die Paleo-oder Steinzeiternährung nichts in der low-carb rubrik verloren. Dies wird z.B. in Loren Cordain: The Paleo-Diet oder in Lindeberg Staffan: Food and Western Disease nachlesen kann. Das nächste mal also ein bisschen besser recherchieren bevor man was falsches erzählt.

    2. Ebenfalls bereits bemerkt ist die Studie eher zweifelhaft zusehen und die Schlüsse bzw. Kausalrelationen die man aus den nackten Daten zieht sind haaresträubend und kein Beleg für einen tatsächlichen Kausalzusammenhang (welcher im Artikel offensichtlich formuliert ist). Wie man etwa in Judea Pearl: Causality nachlesen kann impliziert Korrelation keinesfalls schon Kausalität! Von diesem Standpunkt aus sagt die Studie im Grunde nichts aus. Selbst wenn sämtliche Daten für einen Zusammenhang sprechen muss das erstmal nichts mit der Realität zu tun haben (falls doch muss man diese Verbindung genau begründen, was auch nicht gemacht wurde).

    3. In meinen Augen kann man nicht einfach pauschal sagen, das eine Diät, Ernährungsweise, wie man das auch immer nennen mag, gut oder schlecht für die Leute ist. Ernährung scheint ein so komplexer Sachverhalt zu sein, dass wohl letztlich jeder selber die für sich "optimale" Ernährungsweise finden muss. Was für viele gut zu sein scheint, muss für den einzelnen nicht gut sein und umgekehrt. Von dem her sollte man nicht allzuviel auf Empfehlungen, Ratschläge usw geben sondern eher auf seinen Körper hören.
  6. #55

    Grundregel

    Meine Grundregel für gesunde Ernährung lautet: Iss nichts, wofür im Fernsehen Reklame gemacht wird. Und für die Figur und die Fitness 1 - 2 Marathonläufe im Jahr, mehr muss man nicht tun.
  7. #56

    inuit

    einer der schlechtesten artikel, die ich je gelesen habe!
    lest besser das paper selbst!
    bei paleo-ernährung geht es nicht in erster linie um kohlenhydrate! und es wird bestimmt kein obst weggelassen!

    bzgl fleisch: inuit haben sich früher quasi ausschliesslich von fleisch ernährt

    mitterweile:
    1. Coffee and tea
    2. Sugar
    3. Whitebread, rools, crackers
  8. #57

    erfreut über Gegenwind

    Ich kommentiere normalerweise gar keine Artikel hier, habe mich aber über diesen Artikel so aufgeregt, dass ich es nun erstmalig mache:
    Nachdem ich kurz einige Kommentare überflogen habe, erscheint mir ein inhaltlicher Kommenater überhaupt nicht mehr nötig zu sein. Korrelation nicht gleich Kausalität, Fett als Energiequelle, auf Gemüse verzichten=Schwachsinn sind für mich die drei Kernthemen, die aber schon mehrfach genannt wurden.
    Schade nur, dass ein Großteil der Leser die Informationen eines solchen "Experten" (das Bild spricht gegen seine Ernährungskompetenz, nichts für ungut) unreflektiert hinnehmen und sich die Kommentare sowieso nur die Leute anschauen, denen etwas an dem Artikel nicht gefallen hat.
    Zum Abschluss: Paleo, Primal oder wie man diese Ernährungsform auch nennen mag, hat mit Low Carb nichts zu tun. Die Bezeichnung ergibt sich fälschlicherweise aus dem starken Kontrast zu Otto Normalverbrauchers "High Carb Diät". Wieso geht Herr Ballwieser an keiner Stelle darauf ein, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung, Low Carb oder nicht, ebenso nicht auf exzessivem Zuckerkonsum aufbauen darf?
  9. #58

    Korrektur

    Richtig muss der letzte Satz lauten:
    Aufgrund der widersprüchlichen Studienlage sollten GAR KEINE Diäten zur langfristigen Gewichtskontrolle empfohlen werden!
  10. #59

    bitte erklären

    Zitat von timar Beitrag anzeigen
    Dabei ist die schwedische Studie nicht die erste, und wird ganz sicher auch nicht die letzte großangelegte epidemiologische Studie sein, die nachweist, das eine Low-Carb-Ernährung langfristig der Gesundheit schadet. Niemanden der grundlegende Kentnisse über den menschlichen Eiweisstoffwechsel hat, sollte das überraschen.
    Natürlich können sie nicht den ganzen Stoffwechsel hier erklären, aber sagen Sie mir doch bitte kurz und knapp, wie die Verwertung von Eiweiß bei einem gesunden Menschen Schaden anrichten kann? Ich meine die Grundlagen des Eiweißstoffwechsels zu kennen, aber scheinbar ist mir da etwas Essenzielles entgangen...

    Die Gefahr von einem ständig hohem Blutzuckerspiegel durch eine Kohlenhydratreiche Kost hingegen liegt auf der Hand. Glucose als Aldehyd neigt zur Bildung von endogenen "advanced glycation endproducts" und das wiederum hat sehr weitreichende, negative Folgen auf den Organismus.








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