Diät-Großstudie: Forscher bändigen den Jojo-Effekt

Erst runter mit dem Gewicht - und dann schnell wieder alles anfuttern. Diät-Veteranen kennen dieses Phänomen als Jojo-Effekt. In einer Großstudie haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden, mit welcher*Ernährungsweise man den Rückfall vermeidet.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...731107,00.html
  1. #10

    Guter Artikel, fragwürdige Kommentare

    Zitat von die8lacht Beitrag anzeigen
    was für ein alter Hut ... Ernährungswissenschaftler haben sowieso keine Ahnung ...
    Getreide, Stärke und Kohlenhydrate machen krank und dick ... das Problem bei zuviel Eiweiss nach eine "Diät", also wenn .......
    So ein Quatsch, an dem Beitrag ist ja nichts richtig...
    - Eiweiss kann nicht in Kohlenhydrate aufgespaltet werden, zudem ist die Gefahr, bei Kcal-Überschuss durch Eiweiss zuzunehmen aus verschiedenen Gründen als bei anderen Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Fett). Erstens verbraucht die Verstofwechselung von Eiweiss über 25% des Brennwerts (2 von ca. 7 KCal pro Gramm), zweitens wird Eiweiss insulinunabhäging verstoffwechselt (kein Hungergefühl durch sinkenden Insulinspiegel) und drittens wird Eiweiss langsamer verwertet als z.B. Kohlenhydrate, die Energie steht also nicht "auf einmal" zu Verfügung und muss als Fett eingelagert werden

    - 0,8 Gramm Kohlenhydrate pro KG Körpergewicht ist viel zu wenig, es sei denn, man ist auf Low-Carb-Diät. Und es passt nicht zum Rest Ihrer Aussage: Für einen Erwachsenen mit 80KG Gewicht ca. 64g Kohlenhydrate (entsprich 64 * 4 = 256 Kcal), dann müsste dieser Mensch ja ca. 1700 Kcal mit EW und Fett decken. Berücksichtigt man, dass ihr Beitrag zu hohen Eiweiss-Konsum als schädlich betrachtet, könnte dieser jemand dann noch ca. 80-120g Eiweiss essen (Ernährungsempfehlung für Nicht-Sportler liegt bei max 1-1,5g / KG), was etwa weiteren 400-600 Kcal entspricht (1g EW liefert effektiv 5Kcal). Das wiederum bedeutet, dass 1100-1300 Kcal durch Fett aufgenommen werden müssen. Umgerechnet 120-145g Fett. Das wiederum liegt deutlich über der Empfehlung von 1g/KG Körpergewicht. Und diese gilt unter der Voraussetzung, dass ca. 80% des Fettbedarfs mit ungesättigten Fettsäuren gedeckt werden sollte.

    Richtiger ist folgende Formel: 1,5-2g EW und 1g Fett (möglichst ungesättigt) pro KG Körpergewicht und den Rest mit komplexen Kohlenhydraten (VK-Produkt u.ä., kein Zucker, keine Stärke) decken. Fertig. Wer so isst (und das in einem Rahmen, der seinem Kcal-Bedarf entspricht), wird auch nicht fett.

    Und wer hier über eine solche Studie motzt: In der Bevölkerung ist das, was die Studie und der Artikel aussagen, noch lange nicht in dem Umfang angekommen, der nötig wäre. Schade allerdings, dass zwar vom GI gesprochen wird, die GL (glykämische Last) jedoch nicht einmal erwähnt wird.
  2. #11

    dick und doof

    ist der Mensch.

    Erst frisst er sich dumpf ne dicke Wampe an und vernichtet dann, um abzunehmen, die noch übrigen Fischbestände...
    Dummheit und Konsum sind ein schreckliches Paar.
    In diesem Sinne : esst mehr Fisch !
  3. #12

    Wie vergesse ich, dass Essen Spaß macht?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst runter mit dem Gewicht - und dann schnell wieder alles anfuttern. Diät-Veteranen kennen dieses Phänomen als Jojo-Effekt. In einer Großstudie haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden, mit welcher*Ernährungsweise man den Rückfall vermeidet.
    Zu diesen "neuen" Empfehlungen fällt mir ein Spruch des großen Aphoristikers Johannes Gross ein, der sinngemäß lautet: Wenn das Leben schon keinen Spaß macht, dann soll es wenigstens recht lange dauern.

    Es ist ja löblich, sich über die Vermeidung des leidigen Jojo-Effekts Gedanken zu machen, nur sollte inzwischen bekannt sein, dass einem jede einseitige Ernährungsweise irgendwann (meistens recht bald) über wird. Nach längerer Kohlehydrate-Abstinenz meldet sich vielen der Heißhunger auf den vollen Teller Spaghetti, die knusprige Pizza, den pikanten Kartoffelauflauf, die Weißwürste mit süßem Senf und frischen Brezen... usw.
    Die nächste Großstudie sollte also dem Problem gewidmet werden: Wie vermeide ich die einschlägigen Gelüste? Wie vergesse ich überhaupt, dass Essen gut schmeckt und deshalb Spaß macht?
  4. #13

    Ausreichend wenig hilft immer!

    Was für ein alter Hut, was für eine lächerliche Untersuchung.
    Um den JoJo Effekt zu vermeiden braucht man diesen ganzen Quatsch nicht befolgen.
    Einfach nur konsequent FDH ("friss die Hälfte")dann bleibt das Gewicht stabil und man kann alles essen, auch mal Fast Food.
  5. #14

    Die Hybris der Wissenschaft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst runter mit dem Gewicht - und dann schnell wieder alles anfuttern. Diät-Veteranen kennen dieses Phänomen als Jojo-Effekt. In einer Großstudie haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden, mit welcher*Ernährungsweise man den Rückfall vermeidet.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...731107,00.html
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst runter mit dem Gewicht - und dann schnell wieder alles anfuttern. Diät-Veteranen kennen dieses Phänomen als Jojo-Effekt. In einer Großstudie haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden, mit welcher*Ernährungsweise man den Rückfall vermeidet.
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...731107,00.html
    Und wieder einmal glauben die wissenschaftler, eine allgemeingültige Wahrheit gefunden zu haben: "Stelle Deine Ernährung strikt nach diesem vorgegebenen Modell um, und Du wirst nicht zunehmen."
    Mag selbstverständlich sein, dass diese Ernährung im Bezug auf das Kriterium "Körpergewicht" tatsächlich wirksam ist. Allerdings ist für den betreffenden Menschen in der Regel nicht das Kriterium Körpergewicht relevant, sondern eher die Kriterien Wohlfühlen, Selbstvertrauen, Gesundheit, angenehmes Körpergefühl oder Lebenszufriedenheit.
    Das Körpergewicht hängt zwar mit diesen Punkten zusammen, ist aber i. d. R. nur Ausdruck davon, wie sehr die genannten wichtigen Kriterien im Leben realisiert bzw. eben nicht realisiert werden. Auch gibt es starke interindividuelle Unterschiede darin, mit welchen Körpergewicht man sich wohl fühlt. Auch unterscheiden sich Menschen in ihrem Stoffwechsel. Der eine benötigt vielleicht sehr viel Eiweiß, für einen anderen ist (zumindest tierisches) Eiweiß sogar Gift und fördert Allergien oder Gelenkerkrankungen wie Rheuma.
    Ich selbst habe auch mehrere dieser Diäten ausprobiert, grade die beschriebe Einweißreiche Low-Carb Diaät habe ich auch als wirkungsvoll erlebt. Trotzdem war es immer wieder ein Kampf gegen mich selbst, nicht in Versuchung zu geraten und es gab immer wieder Rückfälle. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, aus einem ganz natürlichen Verhalten wie Nahrungsaufnahme eine Wissenschaft zu machen. Ich habe mir angeschaut, wann und wieso ich esse - wozu ich das essen instrumentalisiere bzw. wann ich nur aus Gewohnheit esse. Dann habe ich mir angewöhnt, nur noch zu essen, wenn ich tatsächlich Hunger habe, auch nur so viel, wie ich tatsächlich brauche, aber alles, worauf ich Lust habe. Der Prozess dahin war natürlich auch etwas schwieriger als es hier klingt, aber nicht so schwierig wie Dauerhaft oben genannte Diät durchzuhalten. Inzwischen ist es überhaupt kein Problem mehr. Ich fühle mich wohl und kraftvoller als seit langem. Habe in acht Monaten ca. 15 kg abgenommen und halte seit einem Jahr dauerhaft mein Wohlfühlgewicht.
  6. #15

    wem nützt es?

    Zitat von Zyklotron Beitrag anzeigen
    Es würde sicher schon helfen, wenn der Nahrungsmittelindustrie bestimmte Zusätze und das Fett zum Strecken verboten werden würden.

    In den Konzerndiktaturen Europa oder gar USA natürlich nicht umsetzbar.
    ja, eine hübsche gegenkampagne zum derzeitigen mainstream, der gerade in richtung vegetarismus läuft... die dänischen schweinezüchter, die gerade in ostdeutschland alles "versauen" werden sich freuen...
    ach, ist mir alles recht, sollen sich die bewegungsarmen fettsäcke den darmkrebs fressen und möglichst bald dahin-siechen.

    ich fahre fahrrad, esse nur, wenn ich HUNGER habe, vermeide fleisch und tierische produkte, hab weniger als 10% körperfett, und kann dank des aktiven stoffwechsels auch mal nen tag schlemmen, ohne danach schudgefühle zu haben...

    hauptsache mir geht's gut - jeder bekommt, was er verdient, und die meisten wollen hören: nix tun, alles genießen, und trotzdem model-figur: viel erfolg :-)
  7. #16

    Neue Erkenntnisse sind nicht der (Fat-)Burner...

    Die Probanden, die sich (hoher GI) gegenteilig zum Studienergebnis ernährten, nahmen um ca. 2 kg wieder zu. Nur? Hallo? Wo ist denn da der JoJo-Effekt? Das bildet doch die Realität der üblichen Wiederzunahme nach Diät nicht ab.

    Die Industrie hat mitfinanziert. Schön, nur ist die nicht verdächtig, am eigenen Ast zu sägen. Denen dürfte es primär darum gehen, neue Thesen für neue Produkte zu generieren. Die alten Phrasen glaubt ja keiner mehr...
    Da freut man sich auf interessante Erkenntnisse, wird aber enttäuscht. Ich brauche jetzt erst einmal einen Schokoriegel ;-)
  8. #17

    stimmt...

    Würde dem Artikel voll zustimmen, die Ernährung mit viel Eiweiß, wenig Fett und Produkten mit niedrigem GI aber auch nicht als Diät, sondern als langfristige Ernährungsumstellung beschreiben. Mache das i.Ü. seit 10 Monaten und bin über 40 kg los...Aus dieser Erfahrung kann ich nur sagen: wenn man etwas wirklich will, behält man eine gesunde Ernährung auch über die aktive Abnehm-Phase hinaus bei (und im Übrigen: gelegentliche spontane Brezel/Pizza/Pasta-Flashs kann man relativ gut mit Sport kompenieren... ;-D)
  9. #18

    jojo effekt

    da hab ich kein Problem mit.
    kein Fleisch, kein Ei, wenig Käse und Milch,
    kein industrie- Zucker, kein Weißmehl.
    keine Fertigprodukte.
    Dafür Vollwert und Vollkorn -Getreide, Gemüse, Obst,
    wenig Bier und Wein.Muß nicht unbedingt alles bio sein.
    Ich esse mehr wie vorher, als ich noch ein Allesfresser war,
    und Verdauungsprobleme habe ich seit der Umstellung nicht
    mehr.Die Wampe ist endlich weg.
    Ich fühle mich viel wohler, und dafür verzichte ich gerne.
    Dicksein ist ne Quälerei.
  10. #19

    Ganz einfach

    weniger essen hilft gegen Übergewicht.