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DGB-Studie: Job-Boom geht an Tausenden Hartz-IV-Empfängern vorbei

dapdViele Langzeitarbeitslose profitieren laut einer Gewerkschaftsstudie nicht vom Aufschwung am Arbeitsmarkt. Es sei für Hartz-IV-Empfänger sogar schwieriger geworden, einen regulären Job zu finden. Im Vergleich zu den Vorjahren seien 2011 Tausende Menschen weniger vermittelt worden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829087,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viele Langzeitarbeitslose profitieren laut einer Gewerkschaftsstudie nicht vom Aufschwung am Arbeitsmarkt. Es sei für Hartz-IV-Empfänger sogar schwieriger geworden, einen regulären Job zu finden. Im Vergleich zu den Vorjahren seien 2011 Tausende Menschen weniger vermittelt worden.

    DGB-Studie: Job-Boom geht an Tausenden Hartz-IV-Empfängern vorbei - SPIEGEL ONLINE
    Die Weltfremdheit mancher Studienersteller ist erschütternd. Mir sind etliche Hartz-IV-Empfänger bekannt, die heilfroh sind, wenn kein regulärer Job sie findet. Wer es schafft, sich im Transferbezug einzurichten und nicht ganz unbeholfen ist, der ist froh, wenn er der Tretmühle entkommen kann und nicht sinnlos Steuern und Abgaben zahlen muß.
  2. #2

    Welch Überraschung

    .
    Wer hätte das gedacht.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Viele Langzeitarbeitslose profitieren laut einer Gewerkschaftsstudie nicht vom Aufschwung am Arbeitsmarkt. Es sei für Hartz-IV-Empfänger sogar schwieriger geworden, einen regulären Job zu finden. Im Vergleich zu den Vorjahren seien 2011 Tausende Menschen weniger vermittelt worden.

    DGB-Studie: Job-Boom geht an Tausenden Hartz-IV-Empfängern vorbei - SPIEGEL ONLINE
  3. #3

    Das hört sich erstmal negativ an. Wenn man aber näher analysiert, WAS das grösstenteils für Jobs sind, die an den LZA vorbei gehen, wird es weniger dramatisch.
    Es handelt sich vor allem um "Stellen", die den Unternehmer reich und den LZA nicht vermögender machen als bei Hartz4.
    Stellen, die niemand braucht.

    Ich hoffe, viele Langzeitarbeitslose sind selbstbewusst genug, das zu verstehen und sogar froh darüber zu sein, wenn ihnen solche Arbeit erspart bleibt.
  4. #4

    Zitat von fortion Beitrag anzeigen
    ...Mir sind etliche Hartz-IV-Empfänger bekannt, die heilfroh sind, wenn kein regulärer Job sie findet. ...
    Ich bestreite nicht, daß es solche Personen gibt. Aber sie stellen längst nicht die Mehrheit! Und für manche, die für 4-6,50 € die Stunde arbeiten müssen, habe ich mittlerweile im Gegensatz zu früher Verständnis.
  5. #5

    vorbei an wem?

    Interessant wäre allerdings die umgekehrte Statistik: Wie viele Arbeitslose wurden in dem entsprechenden Zeitraum nicht vermittelt? Das werden nämlich seit Jahren immer weniger. Und irgendwann sind es so wenig, daß es schwierig wird, damit die Vermittlungszahlen zu steigern.
  6. #6

    sehr richtig

    Zitat von fortion Beitrag anzeigen
    --- heilfroh sind, wenn kein regulärer Job ---
    --- ist froh, wenn er der Tretmühle entkommen ---


    kein regulärer Job und keine Tretmühle ... aber ein
    erfüllender Beruf (Berufung) bzw eine Tätigkeit, die
    nicht einen auslaugt und nur anderen Gewinn/Profit
    bringt, wäre für viele sehr begrüßenswert

  7. #7

    Zitat von fortion Beitrag anzeigen
    Die Weltfremdheit mancher Studienersteller ist erschütternd. Mir sind etliche Hartz-IV-Empfänger bekannt, die heilfroh sind, wenn kein regulärer Job sie findet. Wer es schafft, sich im Transferbezug einzurichten und nicht ganz unbeholfen ist, der ist froh, wenn er der Tretmühle entkommen kann und nicht sinnlos Steuern und Abgaben zahlen muß.
    Das sehen Sie vollkommen richtig. Ich handele auch danach, sehe aber zu, in ehrenamtlicher Arbeit Menschen, die von Unternehme(r)n und Jobcentern schikaniert werden, zumindest auf der menschlichen Ebene Mut zuzusprechen, sich gegen diese Menschen durchzusetzen. Ein Anwalt im Hause berät sie dann konkret juristisch, auch ehrenamtlich.
  8. #8

    Der Fehler dieser Regierung ist nicht alleine eine verfehlte Wirtschaftspolitik. Der Fehler liegt darin, daß mittlerweile weiterhin die das Management in den Unternehmen die Gewinne absahnen darf, die Kosten für Personal aber sozialisiert werden, sei es durch das Aufstocken von Löhnen sei es durch die geringfügige Abspeisung mit Hartz IV. Gleichzeitig werden Pseudoerfolge duch die Statistiken staatlicher Stellen vermittelt.
    Dadurch wird auch eine verfehlte Gesellschaftspolitik betrieben, indem immer mehr Menschen Unfähigkeit oder Faulheit nachgesagt wird. Ich bedauere es, diese Regierung mitgewählt zu haben.
  9. #9

    Zitat von Aguilar Beitrag anzeigen
    Ich bestreite nicht, daß es solche Personen gibt. Aber sie stellen längst nicht die Mehrheit! Und für manche, die für 4-6,50 € die Stunde arbeiten müssen, habe ich mittlerweile im Gegensatz zu früher Verständnis.
    Mir fehlt dieses Verständnis. Denn es ist asozial, die Betrügereien von Lohndrückern zu unterstützen und diesen das Abgreifen von Staatsknete zu ermöglichen. Wer sich zum Komplizen macht und für Betrugslohn arbeitet, ist schuld am Lohnverfall und an der Plünderung öffentlicher Kassen.


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